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Winteregg-Gimmelwald: Höhenweg über Mürren  2.Juli 2020

Die Wettervorhersagen schienen einigen Skeptikern nicht zu behagen. Nichtsdestotrotz hat sich Margrit für die Durchführung der Wanderung entschieden. Wir sieben Optimisten sollten vom heutigen Tag nicht enttäuscht werden. Schon die Anreise nach Lauterbrunnen liess uns an einen sonnenreichen Tag glauben.

Mit der Gondelbahn erreichen wir Grütschalp und lassen uns anschliessend nach Winteregg fahren. Den Startkaffe genehmigen wir uns «outdoor», denn es herrscht schon eine angenehme Temperatur. Der erste Anstieg von der Winteregg zum Dorenhubel gestaltet sich, wenn auch z.T. etwas steil, sehr flüssig und ist durch den Wald abgeschirmt auch äusserst leicht zu bewältigen. Das nächste Wegstück, am Maulerhubel vorbei, können wir fast auf der Höhenkurve erwandern. Nun geht’s leicht abwärts zum Aegertenbach und von da an wieder aufwärts zum Allmihubel.

Schon von der Winteregg aus begleiten uns stets das Dreigestirn EMJ und das ganze Panorama, das uns nun auf den sog. «Northface-Trail» führt. Und dies bei schönstem Sonnenschein und der prächtigen Bergwelt, was uns das Lauterbrunnental zu bieten hat.

«Northface-Trail»: Der Name selbst ist Programm, werden doch ab der Allmialp auf 12 Informationstafeln viel Wissenswertes über die sichtbaren Nordwände der gegenüber liegenden Gipfel vermittelt. Der Blick zum Suppenboden lässt uns wieder einen Abstieg unter die Füsse nehmen und schon bald erreichen wir das Blumental. Danach beginnt der Aufstieg zur Schiltalp, wo es noch Alpkäse zu kaufen gibt. Der Abstieg hinunter zum Schiltbach ist recht steil. Nach der Überquerung des Baches erreichen wir den Spielboden. Ab hier folgen wir nicht dem oberen Weg, der uns nach Gimmelwald führen könnte. Wir steigen auf dem steileren Weg ab. Mit einigen Kurven im Wald erreichen wir eine markante Spitzkehre. Das nun hörbare Rauschen lässt uns aufhorchen. Schon ein paar Meter weiter erkennen wir die Quelle des Geräusches, den «Sprutz», einen nicht spektakulären Wasserfall, aber mit seinem überschäumenden Wasserdruck vom Felsen her, eben doch ein imposanter «Sprutz».

Unser Weg führt uns nun hinter dem Wasserfall durch und auf der andern Seite, teils über Treppenstufen, wieder aus dem Graben heraus. Durch den Wald und über Wiesen geht es nun hinunter in Richtung Gimmelwald. Nachdem der Wald uns keinen Schutz mehr bietet, hören wir am dumpfen Grollen, dass wir wohl auch noch einen «Sprutz» abbekommen. So ist es auch. Ca. 20 Minuten vor dem Ziel bekommen wir noch etwas Nässe zu spüren. Nach der Fahrt mit der Schilthornbahn und der anschliessenden Postautofahrt von Stechelberg nach Lauterbrunnen, gönnen wir uns dort einen wohlverdienten Abschlusstrunk.

Margrit hat uns auf einen nicht viel begangenen, aber wundervollen Bergwanderweg geführt.  

Leitung: Margrit Theis

Teilnehmer: Ernst Gehrig, Georges Fleuti, Beat Schmid, Eugen Seiler, Christoph Zeller, Armin Schütz

Fotos: diverse der Teilnehmer

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