00

Senioren-Wanderwoche vom 29. Juni – 06. Juli 2019 in Sils-Maria

Das Hochtal des Oberengadins mit seinem vielseitigen Wegnetz ist ein wahres Paradies für Wanderungen. Dabei ziehen sich Gegensätze, die diese Region prägen, alle in den Bann. Die sanften Bergkuppen mit ihren saftigen Alpwiesen und Flora liegen hier gleich neben stolzen Gletschern, den schneebedeckten Berggipfeln und den glitzernden Seen.

 

Die Hoffnungen werden voll erfüllt. Bereits die Hinfahrt mit der Bahn und Postauto über Zürich – Chur – Albula (ein Meisterwerk der Ingenieurkunst und UNESCO Welterbe)) – St. Moritz nach Sils-Maria ist ein Erlebnis. Im Hotel Schweizerhof werden wir von Elena Ballati freundlich empfangen und herzlich willkommen geheissen. Nach der Vorstellung des Hotels und Bekanntgabe der Abläufe dürfen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich das Gepäck bereits auf den Zimmern befindet. Dies ist möglich aufgrund eines günstigen Angebotes der SBB für «Gruppengepäck» ab Bahnhof Burgdorf bis zum Hotel am Bestimmungsort.

 

Die Wanderleiter Fritz Adolf und Heinz Beutler geben jeweils nach dem Nachtessen die Wanderungen für den folgenden Tag bekannt. Meistens in zwei bis drei Gruppen. Bei Aufteilung auf drei Gruppen kommen auch Peter Frank und Käthi Adolf zum Einsatz.

Sonntag, 30.Juni 2019

Wolkenloser Himmel. Sehr gute Fernsicht. Unsere Wanderungen beginnen bei der Bergstation der Signalbahn oberhalb von St. Moritz. Wir gelangen bald auf ein Teilstück der Via Engiadina und wandern in grosser Höhe dem Champfèr- und Silvaplaner-See entlang. Die Aussicht auf die Bergwelt mit der Seenlandschaft ist sehr eindrücklich. Am Ende des Silvaplaner-Sees wandert die Gruppe von Heinz auf ebenem Weg bis Sils Maria in unser Hotel. Die Gruppe von Fritz steigt nach Überquerung der Julierstrasse hinab nach Silvaplana Camping.

Die Gruppe von Käthi kehrt nach dem Aufstieg zur Alp Suvretta zurück nach Signal und weiter zur Mittelstation der Corviglia-Standseilbahn.

Highlight: Fabelhafter Bergfrühling (Enzian, Alpenrosen und allerlei Bergblumen).

Montag, 1.Juli 2019

Der Himmel ist bewölkt, die Sicht ist getrübt. Die Standseilbahn bringt alle auf Muottas Muragl. Dort teilen wir uns in drei Gruppen auf.  Nach zuerst leichtem Abstieg steigt die Gruppe von  Peter steil hinauf zur Segantini Hütte. Die Aussicht reicht vom Berninagebiet zum Rosegtal, hinunter zu den Seen und weiter hinauf zum Piz Julier, Piz Ot und Piz Kesch. Nach der Mittagsrast führt der Wanderweg hinunter  zur Alp Languard. Dort trinken alle einen Kaffee Languard, der köstlicher nicht sein könnte.

Die Gruppe von Heinz wählt den Panoramaweg um den Schafberg durch Föhrenwälder und weiter zur  Alp Languard. Dort trifft sie auf die Gruppe von Peter. Mit dem Sessellift fahren alle anschliessend nach Pontresina.

Die Gruppe von Fritz fährt wieder mit der Standseilbahn zurück nach Punt Muragl. Der Weg führt nun durch den anmutigen Tannenwald und das Moorschutzgebiet zum Stazersee. Weiter dem St. Moritzersee entlang nach St. Moritz Bad.

01

Dienstag, 2.Juli 2019

Wolkenloser Himmel, beste Fernsicht. Die Gruppe von Heinz startet in Maloja, geht vorbei an der Villa Segantini und gelangt zum Torre Belvedere. Dort bestaunt sie die Aussicht ins Bergell mit dem markanten Pizzo Badile. Weiter geht es zu den eindrücklichen Gletschermühlen (4 bis 8m im Durchmesser), welche Zeugen der letzten Eiszeit sind. Danach führt ein Höhenweg (der schönste Teil der Via Engiadina) dem Silsersee entlang, vorbei am Inn-Fall und den Weilern Blaunca und Grevasalvas mit ihren eindrücklichen Steindächern. Die Bergwelt, die Seen und die Blumenpracht sind überwältigend. Angelangt in Sils Baselgia ist es nicht mehr weit bis Sils Maria.

Die Gruppe von Fritz begibt sich auf eine Rundwanderung von Maloja durch duftenden Arven- und Lärchenwald zum smaragdfarbenen Lägh da Cavloc. Eine Gruppe wählt den steileren Weg über den Bosch da la Furcela und die andere den direkten, breiten Weg zum See. Herrlich wie sich der Monte del Forno und die Wälder im See spiegeln. Zurück geht’s gemeinsam, nach Kaffee und Kuchen im dortigen Bergrestaurant, nach Maloja. 

Mittwoch, 3.Juli 2019

Dunkle Wolken bedecken den Himmel. Es ist kalt (7°C). Die Kabinenbahn bringt die Gruppe von Heinz zur Mittelstation Furtschellas. Von dort steigt sie steil hinauf zum kleinen See Lejin Malachit. Das Ziel ist die Mittelstation der Corvatschbahn. Allerdings muss die Gruppe zuerst noch ziemlich absteigen, bis sie schliesslich über einen steilen Weg dorthin gelangt. Kaum angekommen beginnt es stark zu regnen. Alle flüchten in die Gondel der oberen Sektion der Corvatschbahn und erreichen bald die Bergstation Corvatsch. Sicht haben sie wenig, geniessen aber im Restaurant eine ausgezeichnete Bündner Nusstorte.

Das zauberhafte Fextal ist das Ziel der Gruppe von Fritz. Die Wanderung beginnt durch den Schluchtweg nach Platta, aufwärts zum Weiler Crasta und bis zum Weiler Curtins. Der Rückweg erfolgt auf romantischen Wegen nach Isola am Silsersee. Nach einstündiger Schlusswanderung dem Silsersee entlang erreichen sie wieder das Hotel.

Käthi fährt mit einer kleineren Gruppe nach Maloja, geht zum Torre Belvedere, geniesst die Aussicht ins Bergell. Weiter geht’s den Gletschermühlen entlang zurück nach Maloja Capolago.

04

Donnerstag, 4.Juli 2019

Schwülwarm und sehr heiss. Die Wanderung der Gruppe von Heinz beginnt in Vicosoprano im Bergell. Über einen Höhenweg, der vollständig im Wald verläuft, gelangt sie nach Soglio. Unterwegs gibt es Tiefblicke auf die Dörfer Promontogno und Bondo. Der Pizzo Badile und der Pizzo Cengalo sind die alles überragenden Felsberge. Angelangt in Soglio haben sich gewaltige Gewitterwolken formiert. Im Garten des Palazzo von Salis, nehmen alle Platz an einem langen Tisch und geniessen neben kühlenden Getränken Rhabarberkuchen mit Rahm. Bald zieht das Gewitter über Soglio hinweg.

Die Gruppe von Fritz fährt zuerst mit der Gondelbahn auf die Alp Marguns. Erstes Ziel ist Corviglia. Eine Gruppe wählt den steileren und anspruchsvolleren Weg über die Alp Glüna zum Naturspeichersee Laj Alv nach Corviglia. Die zweite Gruppe benützt den direkten, breiten Weg. Gemeinsam fahren sie mit der Luftseilbahn auf den Piz Nair und geniessen die atemberaubende Aussicht: Berninagruppe, Piz Julier, Piz Kesch und die Berner- und Glarneralpen (bei gutem Wetter sieht man sogar das Matterhorn). Zurück mit der Luftseilbahn und der Standseilbahn nach Chantarella schliessen sie den Tag mit einer Kurzwanderung zur Bergstation der Signalbahn ab.

Ernst Gehrig zieht es nochmals zur SAC Hütte Albigna, die er vor Jahren auf einer Tourenwoche kennen lernte. Mit zwei Kollegen verbringt er den Tag im Herzen der Albignabergen.  

Freitag, 5.Juli 2019 

Wunderbarer Sommertag. Klare kalte Luft, beste Fernsicht. Die Wanderung der Gruppe von Heinz beginnt in Corviglia. Der Weg steigt zuerst nur wenig, doch nach einer halben Stunde wird es sehr steil. Angelangt bei der Bergstation Piz Nair gehen alle gleich weiter zum Gipfel. Die 360° Rundsicht ist überwältigend. Auf der Terrasse des Restaurants bei der Bergstation gönnen sie sich einen Kaffee Piz Nair. Mit der Kabinenbahn und der Standseilbahn geht es hinunter nach Chantarella. Weil der Tag noch lange nicht zu Ende ist, beschliesst Heinz, von dort noch bis zur etwas höher gelegenen Bergstation der Signalbahn zu wandern.

Fritz fährt mit seiner Gruppe zuerst auf den Corvatsch. Die Aussichtsplattform mit Sicht auf den «Festsaal der Alpen» inklusive der Gletscher, dem Piz Palü und dem Bernina sorgt für unvergessliche Momente. Auf der Rückfahrt zum Tal entscheidet sich bei der Mittelstation eine Gruppe, als Abschluss der Wanderwoche noch einen Teil des Wasserweges zur Bergstation Furtschellas zu machen.

Die andern folgen von Surlej aus dem Wanderweg zum Wasserfall und anschliessend dem Silvaplanersee entlang zur Talstation der Furtschellas Bahn. Mit der Luftseilbahn gehts zum letzten Mal hinauf, und treffen dort auf die Gruppe vom Wasserweg. Zum Abschluss geniesst die ganze Gruppe nochmals die Aussicht auf das Engadiner-Seenplateau, bevor es wieder zurück ins Hotel geht.

Samstag, 6. Juli 2019

Nach dem erneut umfangreichen Frühstück heisst es Abschied nehmen von einer eindrücklichen Wanderwoche. Koffer packen und bereitstellen für den Abtransport. Und zuletzt noch ein Gruppenfoto als Erinnerung an eine unvergessliche Wanderwoche.

Zum Schluss dankt Martin Leuzinger im Namen der Teilnehmenden Fritz und Käthi Adolf für die perfekte Organisation der Wanderwoche.

Es nahmen teil: Madeleine und Urs Häberli, Henriette und Peter Fenner, Hilda und Peter Frank, Käthi und Fritz Adolf, Esther und Heinz Beutler, Lydia und Hans-Jürg Walther-Büel, Bernadette und Samuel Germann, Ruth und Kurt Marti, Käthi und Ernst Gehrig, Käthi und Andreas Dätwyler, Annarös und Adrian Jost, Susanne und Kurt Glauser, Erna Hofer, Gertrud Hess, Stephanie Baumgartner, Margrit Lüthi, Walter Steiner, Martin Leuzinger und Hansueli Schranz.

Melde dich mit deinem Benutzer an, um Kommentare zu erstellen.