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Kleine Zugverspätung in Bern, jedoch dann bringt uns der Zug direkt ins Wallis.

Wegen Bauarbeiten verkehrt die Matterhornbahn zwischen Visp und Täsch nicht, es gibt nur einen Postautoersatz. Ein kleines Extra-Postauto erwartet uns am Bahnhof Visp und fährt uns ohne Halt und Umsteigen nach Kalpetran-Bahnhof. Hier heisst es umsteigen auf das 8 Personen-Seilbähnchen nach Embd, 1400 m ü M.

Im Restaurant Morgenrot stärken wir uns mit Kaffee und Gipfeli. Bei schönem Sonnenschein starten wir zu unserer Höhenwanderung. Nach Embd steigt der Weg an. Über dem Dorf passieren wir eine kleine Kapelle, diese birgt im Innern Fotos und Namen all der Verstorbenen aus dem Dorf. Weiter geht es, mit zunehmender Höhe zeigen sich immer mehr Walliser Berge unter blauem Himmel. Wir bewundern die kunstvoll mit Granit gedeckten Häuser und Schober. Auf einer tiefer gelegenen Weide sind Yaks und Ziegen am Grasen. Der schmale Weg ist als Yakpfad beschildert. Den Bananenhalt geniessen wir bei der entsprechenden Yakfarm (Roti Flüe, auf 1646 M. ü. M) Der Hof ist geschmückt mit bunten tibetischen Gebetsfahnen, aufgehängtem Gamsschädel, zwei Pfauen auf dem Mist und einer Katze, die uns um die Beine streicht. Bald sind wir wieder unterwegs, immer wieder Lärchen, teils schon in schönstem Gelb, andere Bäume und Sträucher bereits in saftigem Rot. Die steilen Hangwiesen teils fahlgelb, bräunlich, vertrocknet. Gegen Mittag durchqueren wir Törbel mit seinen dunklen Walliser Häusern und Speichern. Hier verlässt uns Brigitte, ihr wird es im Moment zu viel. Wir finden unseren Mittags-Rastplatz nach Törbel, Hostette oberhalb einer Siebnergruppe aus Stadeln und Häusern. Wie auf einer Tafel erklärt wird, steht die Dorfgruppe unter Heimatschutz. Bei einer Hütte ist das Dach trotzdem schon längere Zeit eingestürzt, schade. Unsere Wanderung geht weiter, wechselt mit Auf und Ab. Die Frage eines Mitwanderers wo Margrit die 600 Höhenmeter hernehme, ist mittlerweile geklärt.

Wir passieren einen kleinen, wasserlosen See. Hie und da ist der Blick frei Richtung Zeneggen. Nur noch ein Katzensprung? Margrit führt uns weg vom Ziel, sie strebt dem lohnenden Aussichtspunkt Chastel entgegen. Nochmals geniessen wir den Blick zurück ins Mattertal mit seinen teils schnee- und eisbedeckten Gipfeln. Die Gipfel-Apps werden nochmals konsultiert, schliesslich haben alle Berge Namen. Jetzt geht es ziemlich direkt auf Zeneggen zu. Trotz Differenzen mit den verschiedenen Abstiegsmöglichkeiten, die Richtung stimmt. Vorbei durch ein kleines Moorgebiet mit gefasstem See, einem Spielplatz, geht es über einen Steinplattenweg ins Dorf. Das geplante Restaurant mit Dorfladen, alle haben es sich in der Gartenwirtschaft bequem gemacht, ist geschlossen... Trotzdem, auf dem Weg ans Dorfende finden wir noch ein kleines, offenes Hotel. Hier können wir mit Gersten- und anderen Säften den Abschluss unserer tollen Wanderung geniessen.

Margrit, ganz herzlichen Dank für die Organisation und Durchführung dieser tollen Walliser Wanderung.

Leitung: Margrit Theis                    Fotos: Martin Leuzinger, Urs Häberli

Teilnehmer: Samuel Germann, Bernadette Germann,  Hanspeter Neuhaus, Beat Bühler, Ernst Gehrig, Ursula Gehrig, Eugen Seiler, Kurt Marti, Beat Schmid, Urs Häberli, Georges Fleuti, Walter Steiner, Brigitte Aegerter,  Martin Leuzinger

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