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Senioren-Wanderwoche Klosters/Davos: 7. – 14. Juli 2018

Samstag, 7. Juli 2018

Anreise von Burgdorf nach Klosters

Die Bahnreise gestaltete sich ohne grosse Vorkommnisse und mit der Präzision unserer Bahnen (Burgdorf-Zürich-Landquart-Klosters)

«Im Madrisa-Land werden Kinderträume wahr». Der Erlebnispark auf der Madrisa war aber nicht für uns bestimmt. Wir erhielten aber einen ersten Rundblick über die vielen Wandermöglichkeiten, die auf uns warteten.

(HJ.W.)Der Beginn der Wanderwoche stand unter einem guten Stern. Highlights zeichneten sich schon am ersten Tag ab:
- Das Staunen über die grossen Zimmer
- Trotz viel Gewölk am Himmel ist prächtiges Wanderwetter angesagt.
- Es folgte eine zügige Seilbahnfahrt nach Madrisa mit anschliessendem Café- Halt auf der Bergstation.
- Eine Kurzwanderung rund um die Station wärmte die Glieder auf für die kommenden Anstrengungen und zu guter Letzt wagte Urs Häberli eine Downhill-Fahrt per Trottinet mit dicken Pneus. Unterwegs vermieste ihm ein grober Schotterweg etwas sein Vergnügen und er musste sein Fahrzeug stossen....

Dann ging es daran die Zimmer richtig zu beziehen und das nötige Wanderequipement für die nächsten Tage bereit zu stellen.

Sonntag, 8. Juli 2018

(F.A) Die Gruppe von Fritz entschied sich heute für eine 3-stündige Wanderung über Schwarzsee und Wolfgang nach Davos Dorf. Um den steilen Anstieg zu vermeiden wurde zuerst bis zur Haltestelle Cavadürli die Bahn benützt. In leichtem auf und ab durch den Wald bis zur Lichtung mit dem Weiler Ried. Kurz nach der Station Davos-Laret erschien im Naturschutzgebiet der kleine Schwarzsee, welcher zum Mittgashalt einlud. Wenig später ging die Wanderung weiter durch einen schönen Lärchenwald nach Wolfgang und hinunter zum Davoser See. Dort trafen wir auf die Gruppe von Heinz. Gemeinsam wanderten wir dem See entlang bis zur Bahnstation Davos Dorf.

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Schluchtweg von Klosters nach Davos

(P.F)Von Klosters Selfranga wandern wir einem Flusslauf folgend in einem angenehm kühlenden Wald bergan durch eine romantische Schlucht. Nach Grüenbödeli führt der Weg durch eine weitere Schlucht. Kurz vor der Alp Drusatscha machen wir an einem Waldrand Mittagsrast. Nach der Alp Drusatscha steigen wir durch blühende Alpwiesen abwärts bis zum Davosersee und treffen dort auf die zweite Gruppe unter der Leitung von Fritz Adolf. Gemeinsam wandern wir links dem Seeufer entlang durch den Wald mit hohen Fichten, wo wir verschiedene Tannenhäher beobachten können. Schliesslich erreichen wir Davos Dorf.

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Montag, 9. Juli 2018

(P.F.)Gratwanderung im Sertigtal

Von Sertig Dörfli steigen wir zunächst durch lichten Arvenwald, später durch alpine Wiesen und Alpenrosenfelder hinauf zur Tällifurgga. Der Weg führt uns nun über einen sehr abwechslungsreichen Grat am Witihüreli (2667 m) vorbei und schliesslich zum Jatzhorn (2667 m), der höchsten Erhebung auf dem Grat. Von dort aus geniessen wir eine phantastische 360°- Rundsicht. 90 m unter uns sehen wir das Jakobshorn, im Hintergrund den Weissfluhgipfel, den wir am Mittwoch besteigen werden. Da wegen eines technischen Defektes die obere Sektion der Jakobshornbahn ausfällt, haben wir noch einen steilen Abstieg bis zur Ischalp vor uns.

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(A.S.)Die heutige Tour mit Fritz wird von den meisten Leuten in entgegengesetzter Richtung erwandert. Anders wir!  Unsere Wanderung begann im Sertig-Dörfli.

Das Walserdörflein Sertig mit seinem auffallenden Kirchlein liegt im gleichnamigen urtümlichen Bergtal auf 1.861 m ü.M., umgeben von blühenden Matten, dichten Wäldern und markanten Gipfeln.

Das Sertigtal ist, wie alle Davoser Seitentäler, ein typisches Gletschertal mit Stufen und Riegeln. Das Sertig gilt als besonders schützenswerte Region der Schweiz.

Da der Wanderweg dem Hang entlang auch von Bikern sehr beliebt ist, gab es manche Begegnung mit den Drahteseln, die vor allem von oben kamen.

(HJ.W) Gelegentlich begegneten wir Mountain- Bikern, die jedoch gesittet zur Seite traten, bis wir ihren Weg gekreuzt hatten. Beim Grillplatz (Äbirügg) war Mittagspause angesagt. Eine grosse Jugendgruppe belegte den Grill, wo sich Berge von Servelats erhoben und darauf warteten gegrillt zu werden. Am liebsten hätten wir uns auch bedient...

Unser heutiges Ziel war nun nicht mehr weit: Das Rinerhorn und die Gondelbahn, die uns ins Tal zur Busstation Davos-Glaris brachte.

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Dienstag, 10. Juli 2018

Gemeinsame Wanderung durch die Zügenschlucht von Davos-Monstein nach Filisur.

Der Mobilitätsweg Zügenschlucht Davos (4,5 km) führt durch eine wildromantische Schlucht. Er beginnt auf dem Schmelzboden, wo einst Zink- und Bleierze aus dem Silberberg geschmolzen wurden und endet in Wiesen Station. Die Überwindung dieser engen Schlucht war lange Zeit eine grosse Herausforderung. Aus den Spuren, die Weg-, Strassen- und Eisenbahnbauer dort hinterlassen haben, kann heute einiges über die Entwicklungsgeschichte unserer Mobilität abgeleitet werden. So gesehen ist die Zügenschlucht eine wichtige erdgeschichtliche Formation, aber auch ein bedeutendes Dokument unserer Kulturgeschichte und bietet auch als Gesteinslehrpfad einiges. Wer die Gesteine kennt, spaziert durch diese wilde Schlucht wie durch ein aufgeschlagenes Buch.

Jede halbe Stunde kann man übrigens die Rhätische Bahn beobachten, wie sie sich durch das felsige Tal schlängelt. Beim Bahnhof Wiesen ist der kleine Wartsaal zu einem kleinen Museum umgestaltet. Viele Wanderer erwarten hier jeweils den historischen Zug der RhB.

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Tafeln erzählen über den Bau des Wiesner Viadukts, den wir auf unserer Wanderung überschreiten. Der tiefe Blick in die 90 Meter tiefer liegende Landwasser lässt uns dieses Bauwerk in einem ganz speziellen Licht erscheinen.

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Mittwoch, 11. Juli 2018

Grünhorn mit Heinz Beutler (Peter Frank)

Mittwochmorgen – alle stehen vor dem Hotel bereit zum Abmarsch. Der Gotschnagrat liegt noch immer im Nebel. Aber ein Wanderleiter & Quacksalber (wie er sich vorstellt) sagt uns, dieser werde verschwunden sein, sobald wir oben ankommen. Na ja, so schnell gings doch nicht, aber wir lassen uns nicht abhalten, verabschieden uns von der Fritz-Gruppe und starten zur heutigen Tour. Richtig alpines Gelände erwartet uns mit steilen und z.T. ausgesetzten Passagen, aber gut gesichert mit fixen Seilen oder Ketten.

Das felsige Grünhorn können wir nun von nah bestaunen und erreichen in einigen Minuten den Casanna-Punkt mit 2557 m Höhe. Hier rasten wir und nehmen anschliessend den steilen Abstieg auf die Parsennfurgga (2035 m) unter die Füsse. Diese Höhenmeter erfordern nochmals grössere Aufmerksamkeit, Achtung: Stolpergefahr! Auf der Furgga leisten wir uns nur wenige Minuten Pause, da es sehr zügig ist; in steinigem Gelände (Skipiste) wandern wir hoch zum Weissfluhjoch; für das Gipfelerlebnis lassen wir uns mit der Kabinenbahn raufbringen, nur vier «Unentwegte» marschieren auch noch diese 45 Minuten hoch. Hier treffen wir auch Fritz mit seiner Crew und lassen diesen ereignisreichen Tag gebührend ausklingen mit guten Kaffees und Kuchen.

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Das Grünhorn aus einer weiteren Sicht:

(P.Fe.) Mit der Gondelbahn fahren wir über nebelverhängte Hänge hinauf zum Gotschnagrat. Dort ist es ungewohnt kühl. Das Thermometer zeigt 4 Grad, dazu ein steifer Wind und überall Nebel. Steil gehts hinauf. Die erste Erhebung, die wir erreichen, ist das 250 m höher gelegene Grüenhorn. Besonders eindrücklich ist dort ein im Nebel gespenstisch wirkender etwa 8 m hoher Felsturm, der oben dicker ist als unten. Für kurze Zeit scheint die Sonne und wir können die Fortsetzung der teilweise ausgesetzten Wanderung erahnen. Wir wandern an der Flanke der Casanna vorbei und weiter zum Gmeinbode, wo uns ein kleines Schneefeld überrascht. Zur Parsennfurgga hinunter ist eine kritische Stelle zu meistern. Von dort steigen wir nur noch aufwärts bis zum Weissfluh-Gipfel. Im dortigen Restaurant treffen wir auf die Gruppe von Fritz Adolf. Der Nebel ist verschwunden und ein Mix aus Sonne und vielen Wolken belebt die Gipfelaussicht.

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(A.S.)Nachdem beide Gruppen ihres Wegs gingen, fand sich die Gruppe mit Fritz auf der Route vom Gotschnagrat zur Parsennhütte über das Meierhofer Täli zur Mittelstation der Parsennbahn (Panoramaweg Parsenn), von wo wir uns anschliessend zum Weissfluhjoch hinauf «chauffieren liessen».

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Donnerstag, 12. Juli 2018

(P.F.)Von Wägerhus über die Winterlücke zu den Jöriseen

Kurz vor dem Flüelapass steigen wir bei der Haltestelle Wägerhus aus dem Postauto. Nach steilem Aufstieg, erreichen wir die Winterlücke und sind überrascht über die wunderbare Aussicht hinunter auf drei kleine und zwei grössere Seen, die Jöriseen, inmitten einer grandiosen von Granitblöcken übersäten Steinwüste. Überragt werden die Seen von vielen zackigen Berggipfeln, von denen der markanteste der berühmte Piz Linard ist. Wir wandern durchs Geröll hinunter und machen am grösseren der beiden Jöriseen

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Mittagsrast. Da hören wir plötzlich den Warnpfiff eines Murmeltieres, und tatsächlich sehen wir über unseren Köpfen einen Adler kreisen. Weiter gehts von dort über karge Bergwiesen hinunter zum Berghaus Vereina, wo wir bei alkoholischen Getränken die wunderschöne Wanderung ausklingen lassen. Ein Ruftaxi fährt anschliessend mit uns durch das sehr enge, wildromantische Vereinatal und weiter nach Klosters Platz.

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(A.S.) Die Gruppe mit Fritz liess sich zuerst nach Davos-Clavadel transportieren, wo wir bei der Zürcher Höhenklinik unsere Wanderung begannen. Die Wanderung führte über die Clavadeler Alp, Usser Isch bis hin zur Mittelstation Isch der Jakobshornbahn.

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Grüenhorn von einer andern Seite und ohne Nebel

Bei schönstem Wetter brachte uns die Bahn auf das aussichtsreiche Jakobshorn, wo wir den prächtigen Rundblick geniessen durften. Wir durften nun das Grüenhorn ohne Nebel betrachten und den ausgesetzten Weg von Weitem anschauen. Wir genossen den Weitblick bis hin zum Piz Palü und weiteren weissen Riesen.

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Freitag, 13. Juli 2018

Schatzalp – Stafelalp – Davos Frauenkirch (alle)

(A.S.)Von der Schatzalp wandert man ziemlich bald am Rand vom wunderschön angelegten Botanischen Garten Alpinum vorbei.(Leider wurde er vom strengen Winter dermassen in Mitleidenschaft gezogen, dass grössere Aufbauarbeiten und Erneuerungen nötig sind). Im leichten Auf und Ab geht es weiter, unterhalb der Podestatenalp durch und dann über den Albertitobel bis zur grüneni Alp. Ab dort gibt es wieder einen kleineren Aufstieg bis zum Bildjibach. Nach dessen Überquerung wandern wir weiter bis zur Erbalpe. Dort marschierten wir erhobenen Hauptes an der leckeren Speisekarte vorbei: Omeletten mit Heidelbeeren, Kaiserschmarren, Südtiroler Speck, etc.

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Weiter geht die Wanderung über Usser Erb und Frauenbach zur Stafelalp, wo wir unseren Rucksackinhalt leerten und anschliessend das nette Beizchen eines Appenzellers besuchten, wo es Kaffe und Kuchen oder allerlei andere Leckereien gab.

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Dieses Berghaus Stafelalp ist ebenfallls eine Empfehlung wert. Von den verschiedenen Abstiegsmöglichkeiten nahmen wir den mittleren unter die Füsse, welcher uns recht schnell hinunter nach Davos Frauenkirch führte. Bei der zunehmenden Hitze waren wir froh, in den Bus steigen zu dürfen.

Samstag, 14. Juli 2014

Eine frohe Schar kehrt fröhlich und zufrieden in den Alltag zurück

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Madeleine und Urs Häberli, Hilda und Peter Frank, Esther und Heinz Beutler,  Trudy und Armin Schütz,  Lydia und Hans-Jürg Walther-Büel,  Bernadette und Samuel Germann

Käthi und Fritz Adolf,  Ruth und Kurt Marti, Henriette und Peter Fenner, Erna Hofer, Gertrud Hess, Käthi Lyoth

Stephanie Baumgartner, Margrit Lüthi, Annelies Wenger, Hansuelii Schranz, Dolores Stalder, Martin Leuzinger

Wir danken den Tourenleitern Fritz Adolf und Heinz Beutler für ihre umsichtige Vorbereitung und Planung der Touren.

Käthi und Fritz Adolf danken wir herzlich für die Vorbereitung, die Organisation und Durchführung der ganzen Wanderwoche. Einmalmehr ist es ihnen gelungen uns eine erfreuliche, zufriedenstellende und schöne Woche zu bieten.

Hotel, Orte, Umgebung und Wetter halfen mit eine eindrückliche Woche erleben zu dürfen.

Besten Dank an alle, die mit Bild oder Text an diesem Bericht beteiligt sind.

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