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Leitung: Marianne Süess

Entlang des knapp acht Kilometer langen Themenweges stehen 14 ganz unterschiedlich gebaute und benannte Sitzbänke. Der Rundweg führt auf Nebensträsschen, Feld- und Wanderwegen über Sandgruben und Aeschiried auf die Aeschi-Allmend und über Ebnen wieder zurück nach Aeschi.

Der Zug fuhr um 8.38 Uhr, in Bern hatten wir gleich Anschluss Richtung Thun und Spiez. Mit dabei waren Käthi Burkhard, Margrit Berger, Bernadette Germann, Susette Streit, Eva Ritter und ich. Im Laufe der Reise vergrösserte sich die Gruppe noch: in Thun gesellten sich Eveline Jenni und in Spiez noch Therese Jomini und, als Gast, Madlen Münger zu uns.

Schon die Fahrt mit dem Postauto nach Aeschi mit Aussicht auf den Thunersee war ein Erlebnis. Nach dem „Start-Kaffee“ mit Gipfeli im Restaurant Niesen bei Familie Bojic brachen wir um ca. 10.15 Uhr zu unserer Wanderung auf. - Überall in den Gärten blühte es üppig, auch die Bäume standen noch in voller Blüte. Bereits im Dorf trafen wir auf die ersten Bänkli, das Lese- und das Wilhelm-Tell-Bänkli, leider konnten wir nicht auf jedem rasten… Beim Örgeli-Bank begann dann der erste Aufstieg Sewenegg. Auch dort standen zwei Bänke – und inmitten einer Lama- und Alpaka-Herde genossen wir die Aussicht auf den Niesen und ins Kandertal. Der Weg führte dann dem Waldrand entlang hinauf nach Aeschiried. Dort schalteten wir nochmals einen Trink- und WC- Halt ein, bevor wir dann durch das Allmi-Gässli den letzten Aufstieg in Angriff nahmen. Dieses Wegstück führte uns auf einem Weidepfad, vorbei am Haflinger-Bank und dem „Ewigi Liebi“ -Bänkli auf den höchsten Punkt der Wanderung, die Aeschi-Allmend. Oben, auf der „Allmi“, steht eine Alpkäserei, wo es feinen Käse zu kaufen gibt. Auf dem höchsten Punkt stehen vier Lärchen in Reih‘ und Glied, und in ihrem Schatten wieder einige Bänke, darunter auch das Niesen-Bänkli, das als das schönste im Berner Oberland gilt. Die Aussicht war phantastisch, also genau der richtige Platz für unsere Mittagsrast. Aber: war es am Morgen noch sonnig und nur leicht bewölkt, zogen jetzt schwarze Wolken auf. Eilig packten wir zusammen und machten uns an den Abstieg, zuerst über die (gut mit Mist bedeckte!) Weide hinab bis zum Strässchen. Bei den Zwillings-Bänken auf der Windegg erreichten uns bereits die ersten Regentropfen, noch nicht schlimm, denn wir waren ausgerüstet. Der weitere Wegverlauf führte angenehm bergab, am Chemihütten- und Thunersee-Bänkli vorbei. Beim „Wurmstall“, wo Abertausende von Würmern Komposterde produzieren, konnten wir zum Glück unterstehen und waren geschützt vor dem grössten Regenguss, der zum Glück nicht lange andauerte. Als wir unten in Aeschi ankamen, schien bereits wieder die Sonne, und auf der Terrasse des Tea-Rooms genehmigten wir uns einen wohlverdienten Drink und / oder ein feines Dessert. Das Postauto brachte uns dann, diesmal über Krattigen, wieder zurück nach Spiez.

Ich danke allen, die mich auf dieser schönen und gemütlichen Wanderung begleitet haben!

Marianne Süess

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