Im Jahr 1887 hat der Langlois-Verlag ein Wanderbuch mit dem Titel «Das malerische und romantische Emmental» herausgegeben. Im Vorwort beschrieb der Autor E.A. Türler, selbst Mitglied des schweizerischen Alpenclubs, das Emmental wie folgt:

«Das Emmenthal, weltberühmt durch die Fülle seiner Heerden und prächtigen Matten, durch seinen vortrefflichen Käse und schönen Menschenschlag, ist eines der eigenartigsten und freundlichsten Ländchen der Schweiz, werth, in allen seinen Thalschaften durchstreift zu werden.» Diese Feststellung trifft auch heute immer noch zu, was die Teilnehmenden an der Sternwanderung nach dem Krummholzbad einmal mehr feststellen und erleben durften.

Die Wanderer nahmen in kleineren oder grösseren Gruppen ab verschiedenen Ausgangspunkten den Aufstieg über einen Hügelzug in Angriff, um rechtzeitig das Krummholzbad zum gemeinsamen Mittagessen zu erreichen. Entgegen der Wetterprognose fanden diese in einer Winterlandschaft ohne Schneefall oder Regen, jedoch zum Teil im Nebel und ohne Fernsicht statt. Der Temperatur entsprechend jedoch ideales Wanderwetter.

Die Gruppen nutzten die Zwischenhalte unterschiedlich aus. sei es bei einem Kaffee im Geilisguet oder einem Apéro aus dem Rucksack.

Gegen Mittag trafen nach und nach die Wandergruppen im Krummholzbad ein und stiessen auf die Nichtwanderer, die mit dem Auto oder Taxi bereits vorher eingetroffen sind.

Der Duft nach Fleischsuppe und Sauerkraut liess bereits ein Hungergefühl aufkommen.

Die Begrüssung im Saal war sehr herzlich. «Schön dich wieder zu sehen» hörte man da und dort und man fühlte sich sofort wohl unter Kolleginnen und Kollegen.

Nach der Fleischsuppe folgte die Bernerplatte mit Burehamme, Rippli, Speck, Siedfleisch, Zunge, Wurst, gedörrten Bohnen, Sauerkraut und Kartoffeln. Das freundliche Servicepersonal liess es sich nicht nehmen, mehrmals mit Nachservice vorbeizukommen.

Nach dem guten Essen durfte bei vielen eine Meringue oder sonst ein gutes Dessert nicht fehlen.

Nach und nach wurde es lauter im Saal und die Kameradschaft und die Geselligkeit kam so richtig zum Zug. Etliche sehen sich nur einmal im Jahr – eben hier – und wussten etwas zu erzählen. 

Leider fehlten auch dieses Jahr einige bekannte Gesichter. Sei es, weil sie in der Zwischenzeit verstorben sind oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an diesem Anlass teilnehmen können. Zum Glück folgten wiederum einige Neue der Einladung, so dass die Teilnehmerzahlen konstant geblieben sind.

Bald wurde es wieder Zeit an die Heimreise zu denken und die Gesellschaft löste sich langsam auf. Einige entschieden sich über die Steinweid, Harentegg nach Sumiswald-Grünen oder Grünenmatt zu wandern. Einigen war dieser Weg zu weit wählten ab  Steinweid den Abstieg nach  dem Forum.

Das Taxi war gefragter als auf der Hinfahrt. Nach der strengen Winterwanderung am Vormittag entschied sich eine grössere Gruppe mit dem Taxi nach Grünenmatt zu fahren.

Die nächste Sternwanderung findet am Sonntag, 15. Dezember 2019 statt. Es wird die 100. Sternwanderung sein. Ein geselliger und kameradschaftlicher Anlass, der weiter zu empfehlen ist.

Der Seniorenobmann: Fritz Adolf

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