Am Sonntag, 18. Dezember trafen sich über siebzig SAC-Mitglieder mit ihren Angehörigen zum traditionellen Jahresabschluss im Heimisbach. Zum 97. Mal fand diese Sternwanderung statt, zum 6. Mal mit dem Ziel Krummholzbad.

 

Bei schönstem Wetter nahmen die verschiedenen Gruppen von ihrem Ausgangspunkt den Aufstieg in Angriff. Von Ramsei und Zollbrück führte der Weg über Bänzenberg, Geilisgut und Schwarzenegg nach Chramershus. Die Wanderer von Wasen überschritten die Höhe von Sänggen und trafen bei der Steinweid auf die beiden Kameraden, die vom Schloss Sumiswald aufgestiegen waren. Alle genossen die grossartige Sicht rundum auf das Emmental, auf die Alpen- und Voralpen und über das Nebelmeer zum Jura. Die Wanderzeit betrug zwischen zwei und dreieinviertel Stunden. Gegen Mittag fanden sich dann die Gruppen im gemütlichen Gasthof ein, wo sie der feine Duft der Bärnerplatte empfing.

 

 

Ueli Brawand, Präsident und Fritz Adolf, Organisator, begrüssten die muntere und hungrige Schar, darunter auch Gäste der SAC-Sektion Brandis. Fritz Adolf konnte erfreut feststellen, dass die Teilnehmerzahl konstant geblieben ist, einerseits weil junge Mitglieder dazu gekommen sind und andererseits weil die älteren SAC-ler, denen die Wanderung zu streng war, mit dem Auto angereist kamen. Emsig balancierten nun die Servierdamen die dampfende Fleischsuppe zwischen den Tischreihen hindurch. Ihr folgte die Bärnerplatte, nicht zu knapp mit Burehamme, Speck, Siedfleisch, Zunge, Wurst, gedörrten Bohnen, Sauerkraut und gebutterten Salzkartoffeln. Es wurde ruhig im Saal, ein gutes Zeichen dafür, dass alle das Essen und natürlich die Tranksame voll genossen. Nach dem Dessert kamen dann Geselligkeit  und Kameradschaft so richtig zum Zug. Etliche, die sich nur einmal im Jahr sehen - eben hier - wussten dann etwas zu erzählen.

 

Die Sonne schien schon ziemlich flach zu den Fenstern herein, als die Gesellschaft sich langsam auflöste. Eine Gruppe liess es sich nicht nehmen, wieder die Wanderstöcke auszufahren, um über Harendegg, Musterplatz und Turni nach Grünenmatt zu gelangen. Es lohnte sich: das Abendlicht verwandelte die Gegend in einen märchenhaften Zauber. Nebelbänke füllten langsam die Gräben und Chrächen mit rosaroter "Zuckerwatte" und aus der Ferne verabschiedeten sich die Schneeberge mit einem letzten zarten Licht. Wie Scherenschnitte zeichneten sich die Lindenbäume oberhalb der Nebelgrenze vor dem sinkenden Sonnenball ab, der nun endgültig hinter den goldroten Wolkenbändern und den Jurahöhen verschwand.

 

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