Tourenleiter:   Jakob Schibli
 Teilnehmer:  Christoph Hess, Christoph Sommer, Kieran Graham, Katja Daetwyler, Peter Stähli

Aufstieg zur Gspaltenhornhütte

Nachdem der Bergsommerstart am vorherigen Wochenende beim SAC Burgdorf begonnen hatte, war nun die erste reine Bergtour auf dem Programm.
Nach einer kurzen Autofahrt mit auffällig vielen Ausflüglern, trafen wir uns alle auf der Griesalp. Bei schönstem Wetter konnten wir den Aufstieg zur Gspaltenhornhütte in Angriff nehmen. Der Weg führte uns ins Gamchi und in sanftem Aufstieg unter einigen Wasserfällen vorbei. Der Weg unter den Wasserfällen konnte wahlweise mit oder ohne, vor Ort deponiertem Regenschirm begangen werden. Je näher wir uns der Hütte näherten, desto mehr Wolken zogen auf und verschlechterten die Sicht auf die umliegenden Berge.
Bei der Hütte angekommen, wurde der erste Durst gelöscht und das Zimmer bezogen.
Um auch nach der Ankunft noch aktiv zu bleiben, wurde darüber diskutiert, noch eine Runde zu klettern. Doch die Routen mit den Namen Papa Moll und Bambi, waren wohl etwas zu wenig attraktiv ausgelegt.

Sturm aufs Gspaltenhorn

Der Morgen wurde um 04:00 eingeläutet mit dem Gekrächze von Peter Stähli’s Gockel-Weckton. Nach einem ausgiebigen Morgenessen ging es los Richtung Bütlasse-Sattel. Der Weg war eher mühsam, da das Gelände wie ein riesiger steiler Schutthaufen aufgetürmt war. Nachdem wir den Bütlasse-Sattel hinter uns gelassen hatten, streiften uns die ersten Sonnenstrahlen und wir erreichten den Einstieg zum Leiterngrat.
Die Seilschaften wurden schon früher bestimmt und fortan ging es steil über den Grat hinauf zur bekannten Ab-kletter-Stelle «Böse Tritt». Dort herrschte zuerst etwas Stau, da wir nicht die einzigen Seilschaften im Aufstieg waren. Nachdem wir diese doch ziemlich spannende Stelle gemeistert haben, ging es über mehrere Fixseile, senkrecht nach oben.
Kurz vor dem Gipfel war die Zeit gekommen, um die Steigeisen zu montieren. Fast der ganze Schlussaufstieg war zum Teil noch von Schnee bedeckt. Nach etwas mehr als 5 Stunden erreichten wir den Gipfel. Die Aussicht war atemberaubend und da das Wetter nahezu perfekt war, die Weitsicht auch dementsprechend.
Beim Abstieg waren die Schneefelder klar die heikelsten Stellen. Auch der Weg vom Bütlasse-Sattel zur Hütte zurück, war nicht sehr angenehm, da der Ganze Weg mit hinunterkam. Nach einem kurzen Zwischenhalt in der Gspaltenhornhütte, wurde schon bald der Rückweg in Angriff genommen, da wir zeitlich doch schon etwas lange unterwegs waren.
Kurz vor der Griesalp wurde auf Anraten von Peter Stähli noch ein Trinkhalt im Golderli gemacht. Dank Andechser Weizenbier und diversen anderen stärkenden Getränken, waren die letzten Meter zum Parkplatz nur noch Formsache. Lange Tour, gute Tour!

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