Leiter: Peter Stähli (Ersatz für Peter Lanz)

Teilnehmer: Adrian Mischler, Lisbeth Fahrni, Nadia Haldimann, Peter Grogg, Barbara Bay, Werner Bichsel, Yves Bichsel

Kurz vor 0830 Uhr starten wir bei blauem Himmel und kühlen Temperaturen beim hintersten Parkplatz im Meniggrund. In gemässigtem Tempo steigen wir über Flüeschwand und Hindermenige zur Alp Seeberg. Hier geniessen die Teilnehmer eine ausgiebige Pause und ein Sonnenbad, während ich etwa einen Kilometer nach Süden renne, um die Verhältnisse am Seehore genauer in Augenschein zu nehmen. Es zeigt sich, dass der mittlere Teil der Aufstieges zu steinig wäre und ausserdem könnte auch die Regenkruste, die an einigen Stellen freigeblasen und hart wie Blankeis ist, erhebliche Schwierigkeiten verursachen. Daher entscheide ich, auf das Seehore heute zu verzichten. Es ist einfach zu heikel. Hätte es mehr Schnee, wäre es sicherer und lohnender.

Nun nehmen wir als erstes den Buur in Angriff. Gleich nach der Passhöhe steigen wir aber nicht zum üblichen „Gipfel“, sondern in südlicher Richtung noch etwas weiter empor, denn hier hat es einen lohnenden, anfangs recht steilen Pulverhang. Auf einem kleinen, ebenen Podest bereiten wir uns für die Abfahrt vor. Ca. 15 cm Pulver auf fester Unterlage, was will man mehr? Die erste Abfahrt zur Alp Obergestele ist reines Genussskifahren. Doch wir haben noch lange nicht genug…

Ziel Nr. 2 ist der Gestelegrat, den wir nach einem kurzen zweiten Aufstieg erreichen. Auch diese Hänge, obwohl etwas flach, laden zum Schwelgen in bestem Pulverschnee ein. Auch hat es noch genügend Platz für eigene Spuren. Lueglespitz und Niderhore lassen wir sein, denn inzwischen sind wir vom Pulverfahren verwöhnt und nicht gewillt, Bruchharsch o. dgl. in Kauf zu nehmen. So ziehen wir die Abfahrt weiter bis zur Alp Undergestele. Dort montieren wir ein drittes Mal die Steigfelle und machen uns auf Richtung Stand, Ziel Nr. 3.

Doch nach 10‘ lockt eine Alphütte, auch ist es kurz nach 1200 Uhr, Lunch ist angesagt. Wir bauen ein Bänkli, geniessen ein Sonnenbad und picknicken gemütlich. Kaffee und Kirsch machen die Runde und geben Kraft für den weiteren Aufstieg. Dieser führt auf einer recht sportlich angelegten, direkten Spur auf den Stand. Die Sonne heizt uns ein. Auch am Westhang des Stand hat es noch Platz, seine eigene Spur in den Pulver zu zeichnen. Einige Meter nördlich des Parkplatzes Seeberg treffen wir wieder auf den eingeschneiten Fahrweg. Die zunehmend flachen Hänge bis zum Grillplatz am Menigbach haben die richtige Exposition, d.h. auch sie bieten schönen Pulverschnee. Bis zum Parkplatz folgen wir dann dem gut eingeschneiten Fahrweg. Um 1400 Uhr sind wir zurück bei den Autos.

Fazit: Eine mehr als lohnende Alternative zum Seehore. 1200 Höhenmeter Pulverabfahrt. Stein haben wir keinen getroffen, Bruchharsch auch nicht. Von A-Z ein Genuss!

Ziel Nr. 4 – auch das gehört zur Tour – ist der Hirschen Oey-Diemtigen, wo sich schon mancher Burgdorfer SACler mit Weizenbier und Crèmeschnitte gestärkt hat.

Allen herzlichen Dank fürs Mitmachen und Peter Lanz für die Vorbereitung der Tour!

 

 

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