Auch lange Skitouren werden immer beliebter. Entsprechend gross ist das Teilnehmerfeld. Hier die 17 Freunde langer Touren:

  • Leiter: Peter Stähli
  • Co-Leiter: Andrea Blaser, Peter Lanz
  • Teilnehmer: Barbara Bay, Paul Schmutz, Patrick Kissling, Giorgio Tedde, Adrian Mischler, Werner Bichsel, Lisbeth Fahrni, Peter Grogg, Simon Kaufmann, Kurt Neuhaus, Trö Herren, Claudio Fontana, Gervaise Voisard, Werner Schmid

Die „Berner“ treffen sich um 0650 Uhr am Ostring, die übrigen Teilnehmer schon um 0630 Uhr beim Hallenbad Burgdorf. Praktisch gleichzeitig treffen alle beim Parkplatz Brendli oberhalb des Flugplatzes St. Stephan ein.

Dort starten wir kurz vor 0830 Uhr auf rund 1300 m.ü.M. So früh haben wir das Gelände für uns und die Wetterprognose verhindert heute wohl ebenfalls Massentourismus am Berg. Nach 1h45‘ sind wir am Hinder Laseberg, 1900 m.ü.M., wo wir uns eine ausgiebige Pause gönnen. Sonne und blauer Himmel lassen Pistenbar-Stimmung aufkommen.

Nach rund 3h30‘ kommen wir auf dem Wistätthorn an. Das Wetter zieht wie erwartet langsam zu, doch die Sicht bleibt gut. Nach einer kurzen Gipfelrast fahren wir ab bis Hinder Laseberg. Der Schnee ist hier ziemlich verkarrt, lässt sich aber doch gut fahren. Dann verlassen wir die Aufstiegsroute und fahren in östlicher Richtung zum Dürrewaldbach ab. Diese Hänge haben einen leichten Schmelzharschdeckel, da stark sonnenexponiert, aber auch das ist für alle zu meistern.

Auf rund 1650 m.ü.M. machen wir uns für den zweiten Aufstieg bereit. Dieser führt erst südlich ins Tal hinein, dann südöstlich gegen Pt. 1994 empor, bevor wir den Gipfel des Flöschhore, 2079 m.ü.M., erreichen. Inzwischen haben wir – danke dem unbekannten Spurer der effizienten Aufstiegsroute – eine gute halbe Stunde Vorsprung auf den Zeitplan. Es ist ca. 1430 Uhr und die zweite Gipfelrast steht an. Das Wetter hält nach wie vor, die Wolkenbasis bleibt hoch. Auf dem Flöschhore macht sich der Schneemangel bemerkbar, wir sitzen im Gras und fragen uns, wann die ersten Krokusse spriessen.

Die zweite Abfahrt führt kurz nach Osten hinab, bevor wir durch eine Rinne mit schönem Pulverschnee die nördlich liegende Alp Flösch erreichen. Ab hier werden die sanft geneigten Hänge immer besser, bis zur Überquerung des Dürrewaldbaches auf ca. 1500 m.ü.M. fahren wir kaum verspurten Pulverschnee auf guter Unterlage. So stellt man sich Genussskifahren vor!

Nach der Überquerung des Baches montieren wir ein drittes Mal die Steigfelle und nehmen den letzten Aufstieg zur Alp Lüss, ca. 1600 m.ü.M., in Angriff. Dort sind wir heute Morgen schon vorbeigekommen. Inzwischen sind unsere beiden Gipfel verhängt und es schneit. Die letzte Abfahrt führt uns in überraschend angenehm zu fahrendem Schnee zurück zu den Autos. Die Abfahrt ist so schön, dass es schwerfällt, bei der Abzweigung in Richtung Parkplatz der Versuchung zu widerstehen …

Kurz vor 1530 Uhr erreichen wir planmässig die Autos. Nächstes Ziel ist das Hotel Stöckli, wo der SAC Burgdorf sich am angestammten Tisch mit passenden Getränken und Snacks für die Rückfahrt stärkt. Etwas Durst und Hunger sind nach 7 h Skitour mit 2 Gipfeln, 3 Aufstiegen, 3 Abfahrten und rund 1600 Höhenmetern Aufstieg / Abfahrt aber auch verständlich. Als wir glücklich über unsere lange, in jeder Hinsicht gelungene Tour das Hotel verlassen, hat Regen eingesetzt. Wenn Engel reisen …

Danke allen Teilnehmern fürs Mitmachen. Und besonderen Dank auch Andrea und Peter für die Leitung ihrer Gruppen. Alle 3 Faktoren haben gepasst: Gelände, Verhältnisse, Mensch. So macht es Freude. Lange Tour, gute Tour!

 

 

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