Tourenleiter: Bernhard Herde
Teilnehmer: Christoph Sommer, Rinaldo Ercolani, Christoph Hess, Hans Mosimann, Katja Dätwyler, Bruno Schwarzentrub

 

1. Tag - Aufstieg Medelserhütte

Nach der Zugfahrt von Burgdorf bis Disentis, kam ein unerwartetes Hindernis auf uns zu. Die Strecke Disentis-Curaglia war gesperrt aufgrund von Steinschlaggefahr. Wir konnten dann etwas später bei einer Senioren-Bergsteiger-Gruppe mitreisen, die zwei Fahrzeuge organisiert haben um die Sperrung zu umfahren. Kurz vor dem Abendessen kamen wir in der Hütte an.

Christoph S.

 

2. Tag - Piz Medel

Am ersten Gipfeltag dieser Woche war der Piz Medel an der Reihe. Über ausgedehnte Schutt- und Felsbänder erreichten wir den Gletscher. Über den Nordgrat erreichten bei strahlendem Sonnenschein den Gipfel. Beim Abstieg entschieden wir uns für die Route über den Südgrat. 

Zurück in der Hütte konnten fast alle fürs Bad im eiskalten Bergsee überredet werden. 

Christoph S.

 

3. Tag - Fuorcla Sura da Lavax und Piz Gaglianera

Der dritte Tag unserer Tourenwoche zeigt sich bereits am Morgen recht bewölkt aber mit angenehmer Wandertempertur. Zu dritt entscheiden wir uns nach der Fuorcla Sura da Lavax direkt Richtung Greina abzusteigen, aber auf halber Höhe auf unsere vier Kollegen, die noch den Piz Valdraus besteigen wollen, zu warten. Entgegen der Vereinbarung mit Beni, warten wir nicht auf die Gipfelstürmer und nehmen bei aufkommendem Nebel und Regen den steilen und steinigen Abstieg in Angriff. Durch die abwechslungsreiche Landschaft der Greinaebene wanderd, erreichen wir die Capanna Motterascio eine Stunde vor unseren sportlicheren Kollegen, die wegen des dichten Nebels den Piz Gaglianera anstatt den Valdraus bestiegen. Christoph S. konnte dieser Verwechslung aber durchaus etwas Positives abgewinnen: Sie hätten dadurch sogar noch 50 hm mehr auf ihrem Leistungsausweis!

Rinaldo

 

4. Tag - Piz Terri

Heute stand die Besteigung des Piz Terri (3149 m.ü.M) auf dem Programm. Bruno und Rinaldo haben beschlossen auf die Besteigung zu verzichten und direkt durch die schöne Greina-Ebene zur Camona da Terri zu wandern. So nahmen wir um 7 Uhr zu fünft den Aufstieg in Angriff. Zuerst durch grüne Alpwiesen immer leicht ansteigend zum Sattel, wo wir ein Materialdepot machten um die schweren Rucksäcke zu erleichtern. Kurz nach dem Sattel kam die einzige leichte Kletterstelle, ein 5 Meter hoher Kamin, welchen wir aber mit Leichtigkeit meisterten. Danach ging es mehrheitlich in einer steilen, mit feinem Schiefer übersäten Flanke dem Gipfel entgegen. Motto: „stolpern verboten“.

Da die Aussicht auf dem Gipfel wegen der Wolken ziemlich eingeschränkt war, machten wir nur eine kurze Pause bevor wir uns an den Abstieg machten. Im Nu erreichten wir ohne Probleme wieder den Sattel und vorbei war es mit den leichten Rucksäcken. Über den Glatscher dil Terri, welcher eigentlich die Bezeichnung Gletscher nicht mehr verdient, gelangten wir in die Greina-Ebene und weiter zur neuen Hängebrücke kurz vor der Camona da Terri. Da wir nicht zu früh in der Hütte sein wollten, machten wir noch einen kurzen Verpflegungshalt. Dies hatte auch den Vorteil dass wir die mitgetragenen Regenjacken auch noch kurz gebrauchen konnten. Die restliche Zeit in der Hütte wurde noch mit jassen und Lutz trinken über die Runde gebracht.

Christoph H.

 

5. Tag - Piz Tgietschen 

Für den letzten Tag plante Beni noch die Überschreitung über den Piz Tgietschen (2858 M.ü.M). Bei wolkenlosem Himmel starten wir Richtung Pass Diesrut. Auf der Passhöhe zweigten wir ab und gelangten nach einem steilen Aufstieg auf den Gipfel. Nun hatten wir dank dem Prachtswetter die Gelegenheit das ganze Greina-Gebiet rückblickend zu bewundern. Eine wunderschöne Region um diverse „Pizzen“ zu besteigen. Der Abstieg erwies sich einfacher als gemäss dem Führer zu erwarten war. Nachdem wir den steinigen Grat hinter uns hatten ging es via Alp Ramosa nach Parvalsauns. In der einladenden Jurte legten wir noch eine Pause ein bevor es dann auf die letzte, einstündige Etappe zum Postauto in Vrin ging.

Somit ging diese Woche „Rund um die Greina“ mit der langen Bahnfahrt nach Burgdorf zu Ende.

Christoph H.

 

Herzlichen Dank an Beni für die Organisation und die gute Führung der ganzen Woche.

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