Leiter: Peter Stähli, Andrea Blaser, Peter Lanz

Teilnehmer: Lisbeth Fahrni, André Hess, Barbara Bay, Giorgio Tedde, Adrian Mischler, Markus Breitenstein, Paul Schmutz, Michael Lobsiger, Kurt Neuhaus, David Flatscher, Moritz Jakob, Trö Herren, Claudio Fontana

 

Die Kraft positiven Denkens ist an diesem Sonntag sehr gefragt und auch vorhanden. Wir treffen uns um 0630 Uhr beim Hallenbad, verladen und fahren los nach St. Stephan, unbeirrt von einem leichten Regen, der bald die Autos wäscht. Leider spinnt schon beim Grauholz eine Bremse meines Fahrzeugs, so dass ich eine Ehrenrunde zurück nach Burgdorf mache. Danke Paul fürs Einspringen mit Deinem Fahrzeug!

Mit einer halben Stunde Verspätung bin dann aber auch ich in St. Stephan, wo wir um 0900 Uhr vom Parkplatz der Mehrzweckhalle aus starten. Wegen der grossen Teilnehmerzahl bilden wir drei Gruppen.

Es schneit, doch wenigstens regnet es nicht. Lawinenbulletin und Wetter erlauben eine Besteigung der beiden Gipfel nicht, zu stark ist der Wind, zu gefährlich sind die lohnenden Gipfelhänge und zu schlecht die Sichtverhältnisse dort oben. Wir machen das Beste daraus: 

Eine erste Abfahrt führt über ein zackiges Steilhängli bei Pt. 1778 (Chirschbüel), dann über sanfteres Gelände zum Dürrewaldbach, den wir überqueren, um auf 1490 m die Felle ein zweites Mal aufzuziehen. Fazit dieser Abfahrt: Pulver gut, Sichtverhältnisse auch.

 Es folgt ein zweiter Aufstieg bis zur Alp Flösch, Pt. 1867. Die Wind- und Lawinenverhältnisse am skifahrerisch einzig lohnenden Osthang des Flöschhore machen uns den Gipfelverzicht leicht. Wir schauen, dass wir möglichst rasch an einen windstillen Ort kommen und fahren zügig ab zur Eggmatte, Pt. 1663. Sicht wiederum gut, sogar die Sonne zeigt sich, und erneut lässt sich sagen „Pulver gut“. Der Abfahrtshang zur Alphütte, bei der wir eine gemütliche Mittagsrast einlegen, ist übrigens noch unverspurt.

 Kaffee, Kirsch und Güezi stärken uns für den dritten Aufstieg bis zum Gassihubel, ca. 1770 m. Dann fahren wir noch die Hänge etwas westlicher, die wiederum unberührt sind und allerbesten Pulverschnee bieten. Jubelschreie lassen die Tannen erzittern … Wieder beim Bach angekommen, ziehen wir die Felle zum vierten Mal auf und steigen nochmals auf zum Chirschbüel auf ca. 1700 m. Wir sehen blauen Himmel und es ist keine Halluzination. Der Wirbel, mit dem uns eine Windbö erfasst, aber auch nicht.

 Von hier aus fahren wir nun ab über Hänge, in denen zu einem grossen Teil unverspurter Traumpulver liegt. Erst unterhalb Brendli ist der Schnee etwas gedeckelt und verkarrt. Einige kurze Waldpassagen und ein Hürdenschritt über eine Leitplanke geben der Sache zusätzlich Würze.

 Nach ca. 6 h 45‘ und um gut 1‘500 Höhenmeter reicher kommen wir wieder in St. Stephan an. Alle sind sich einig: Trotz widriger Wetterverhältnisse eine wunderschöne Tour bei besten Schneeverhältnissen, zwar kein Gipfel, dafür aber Genuss-Skifahren wie man es öfters gerne hätte. Wir lassen den Tag mit der Situation angepassten Getränken im Hotel Stöckli ausklingen, bevor uns Petrus auf der Rückreise nochmals die Autos wäscht.

 Herzlichen Dank allen fürs Mitmachen, den Fahrern für ihren Beitrag und Andrea und Peter für die Leitung ihrer Gruppen!

 

 

 

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