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Hasle(LU) - Schüpferegg – Schüpfheim

Auf den 23. Januar war im Kalender des SAC eine Schneeschuhtour angesagt. Mangels Schnees wusste Ernst Gehrig etwas Ebenbürtiges: Er lud uns ein auf eine Wanderung von Hasle LU über die Schüpferegg und die Obstaldenegg nach Schüpfheim.

Als wir in Burgdorf einstiegen, sehnten sich alle nach der Sonne. Unsere Stadt war in dichten Nebel eingepackt. In Langnau breitete sich gute Laune aus. Sonnenschein und blauer Himmel präsentierten sich hinter den Eisenbahnfenstern. Der Zug fuhr weiter und tauchte wieder in dichtes Grau. Als wir in Hasle LU ausstiegen, war es überhaupt nicht besser. Doch wir liessen uns die gute Laune nicht verderben. Beim Gipfeltreffen im Marti Café war es lustig.

Nach dem Vergnügen kam die Arbeit: Mancher kam ins Schwitzen, als Ernst Gehrig uns den steilen Hang hinaufführte. «Wann kommt endlich die Sonne?» fragte ich mich immer wieder. Doch auch der Nebel hat sein Schönes. Wir bewunderten den Raureif, der sich an Ästen und Blättern festgesetzt hatte. Beim Bananenhalt war die Landschaft in einen geheimnisvollen Schleier gehüllt. Doch die guten Gespräche liessen nicht ab und die Bananen waren umso besser.

Nun ging es über die Krete Richtung Schüpferegg. Jene, die sich nach Schnee sehnten, kamen auf ihre Rechnung. Doch niemanden reute es, dass die Schneeschuhe zuhause geblieben waren. Die dünne Schicht war mit den Wanderschuhen gut zu bewältigen. Dann entpuppte sich das Wunder: Wir stiegen über die Nebelgrenze. Unter uns ein weisses Meer, dahinter die Berge, zum Teil verschneit, zum Teil noch grün. Und über uns der blaue Himmel. Es atmete besser in mir. Der Raureif glitzerte jetzt in der Sonne. Das Nebelmeer verschwand, weil der Weg durch dichteren Wald führte, dann zeigte es sich wieder in seiner Pracht. Licht von der Sonne und Schatten von den Bäumen wechselten sich ab und ergaben ein faszinierendes Schauspiel.

Dann kam die wohlverdiente Mittagsrast. Auf neu gefällten Bäumen liessen wir uns nieder. Die Menus variierten: Wurst und Brot, Käsesandwich, Raclette, auf Kerzen geschmolzen... Dazu beobachteten wir den Kampf der Sonne mit dem Nebel. Die graue Suppe stieg, wir waren mitten drin. Dann setzte sich die Sonne wieder durch und wir hatten einen grossartigen Rundblick. Bevor wir wieder in den Nebel hinunterstiegen, genossen wir auf dem Weg die Sonne und den blauen Himmel. Auf dem Weg zur Obstaldenegg präsentierten sich am Wegrand wieder die faszinierenden Raureifzweige.

Beim abschliessenden Umtrunk im Restaurant beim Bahnhof Schüpfheim spiegelte sich auf den gut gelaunten Gesichtern die Sonne. Danke Ernst. Du hast uns einen guten Ersatz für die Schneeschuhtour geboten.

Leitung: Ernst Gehrig                     Fotos: Martin Leuzinger, Urs Häberli

Teilnehmende: Bernadette Germann, Samuel Germann, Emmi Lüthi, Christoph Zeller, Margrit Theis, Stephanie Baumgartner, Rolf Bürki, Armin Schütz, Beat Schmid, Urs Häberli, Martin Leuzinger

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