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Oberloubhore

Die Tour aufs Oberloubhore ist eine abwechslungsreiche Wanderung durchs Obersimmental.  Schon die Fahrt mit dem Bus an dem imposanten Iffigfall vorbei auf die Iffigenalp ist ein Erlebnis. von der Iffigenalp marschieren wir zuerst wieder zurück bis der Weg nach ca. 300 m nach rechts abzweigt und anschliessend recht steil hinauf die Alp Ritz erreicht, wo der erste Halt zum Verzehr der obligaten Banane dient. Ein Blick zurück in Richtung Wildhornhütte und Iffigenalp lohnt sich bei diesem prächtigen Tag, den der Wettergott uns beschert. Man hätte sich hier schon mit einem ausgezeichneten Alpkäse eindecken können, aber der Gedanke weitere Kilos hinauf mitzuschleppen hindert uns den feinen Käse zu kaufen. Es soll ja aber nicht die letzte Alp sein, die Käse anbietet.Auf einem breiteren Weg und über die Weide erreicht man vor der Alp Langermatte die Abzweigung zum Oberlouhore. Der zuerst leicht ansteigende Weg, der später zum steileren Bergweg wird führt uns zum unscheinbaren, 1999 m hohen  «Hoger» inmitten des oberen Simmentals. Hoger ist eigentlich äusserst despektierlich ausgedrückt, bietet doch dieser grandiose Aussichtspunkt eine 360 Grad Aussicht aufs ganze Simmental. Wir geniessen die grossartige Weitsicht und die unvergessliche Tatsache, dass uns dieser, vielen Leuten unbekannte «Hoger», so schöne Augenblicke bietet.

Der Abstieg verlangt von uns etwas Trittsicherheit und Vorsicht. Bei der Abzweigung angelangt schlagen wir den Weg zur Alp Langermatte ein, wo wir unsere Mittagsrast vorgesehen haben. Durch den Kauf eines Getränks bei der Sennerin erkaufen wir uns ein Bleiberecht für unser Picknick.

Nach der Ruhephase geht es weiter in Richtung Rezliberg. Zuerst geht es recht sanft über die Weide, aber schon bald bekommen wir zu spüren, was es heisst 900 m nach unten zu bewältigen. Der Weg ist teils recht stark ausgeschwemmt und wir müssen jeden Fuss mit bedacht auf die Unterlage setzen. Die Zeit spielt in einem solchen Fall eine untergeordnete Rolle, wollen wir doch einfach ohne Zwischenfall die Talsohle erreichen. Wir können noch ganz kurz das Naturwunder der «Sibe Brünne» betrachten und gleichzeitig die behobenen Schäden des letzten Jahres anschauen. Der Trübbach hat mit Unterstützung des Gletschersees auf der Pleine Morte ungeheure Schäden hinterlassen, die aber grösstenteils behoben sind. Trotzdem geben uns die Narben in der Landschaft ein Beispiel der Kräfte der Natur.

Mehrstrahlig schiesst bei den «Sibe Brünne» die Simme aus dem Berg. Ein  breiter Schotterweg führt führt uns durch den Wald hinab zur sog. Barbarabrücke, von der aus wir das grossartige Schauspiel der Simmefälle bewundern können. Es rauscht nicht nur, es tost direkt und wer gerne eine feine Douche hat, geht etwas näher ans Wasser. Nun ist es nur noch ein kurzer Marsch hinunter zum Restaurant und zum verdienten Umtrunk, bevor wir mit dem Bus den Rückweg antreten.

Leitung: Armin Schütz                  Fotos: Martin Leuzinger, Kurt Hartmann

Teilnehmer: Peter und Hildi Frank, Samuel und Bernadette Germann, Stephanie Baumgartner, Brigitte Aegerter, Martin Leuzinger, Kurt Hartmann

 

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