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Angesagt waren 918 m Aufstieg und 1183 m Abstieg, 13 km Weg und rund 6 h Wanderzeit, und das für den höchsten Zuger mit 1579 m ein eher nicht so hoher Berg. Aber gerade dieser Wildspitz hatte es in sich. Ausgangspunkt der Wanderung ist Sattel-Ägeri(572m ü.M.) Nach dem obligaten Startkaffee mit Gipfeli im bahnhofnahen Hirschen, beginnen wir unsere Tour vorerst durch das Dorf Richtung Rossberg. Bei Riedmatt beginnt der eigentliche Aufstieg. Die Route verläuft nordwestlich über Wiesen und Wald steil aufwärts rund 550 Höhenmeter bis zur Alpwirtschaft Halsegg. Hier gönnen wir uns eine wohlverdiente Pause. Die Sicht ist nicht wolkenfrei, aber wir geniessen die Aussicht auf das Hochstuckli und die Mythen und sogar der Zürichsee ist erkennbar.

Von der Halsegg geht es nun recht angenehm durch Wald und über Wiesen bis Hinter Gwandelen. Anschliessend folgt noch ein 260 m Aufstieg, eine herrliche Gratwanderung über eindrückliche Nagelfluhfelsen zum Wildspitz. Die Mittagsrast verbringen wir neben dem Berggasthaus Wildspitz, auf dem höchsten Berg im Kanton Zug(1579 m). Rundumsicht in die Inner-schweizer Alpen, Lauerzersee, Zugersee, das weite Mittelland bis hin zur langen Jurakette. Der kegelförmige Wildspitz liegt völlig isoliert in der Rossbergkette.

Der weitere Weg führt uns über einen weitgehend bewaldeten und angenehmen Grat zum Gnipen. Auch hier geniessen wir wieder den wunderschönen Ausblick über die Schwyzer Talebene in die Berge, stets die Rigi vor Augen. Direkt neben dem Gipfelkreuz kann man für den Abstieg einen direkten Weg parallel zum Rossbergabbruch wählen. Dieser ist aber sehr steil mit heiklen Passagen und Querungen, deshalb nehmen wir den weniger riskanten Weg über die Spitzibüelalp und den Ochsenboden. Deutlich ist vom Gnipen die Abrisskante des Goldauer Bergsturzes zu erkennen.

Aus der Nagelfluhschulter des Gnipen löste sich am 2. September 1806 rund 30-40 Mio. Kubikmeter Gestein, stürzte zu Tal und zerstörte die Dörfer Röthen, Buosingen und Goldau. 457 Menschen kamen ums Leben. Aufgrund der besonderen Vegetation steht dieses Gebiet heute unter strengem Pflanzenschutz.

Beim Weg über den Ochsenboden haben wir immer wieder freien Blick über Zugersee und Zugerberg. Vom unteren Kamm aus ist die Abrisskante des Bergsturzes deutlich zu erkennen. Über Unterspitzibüel gelangen wir durch den Härzigwald zu den ersten Häusern von Goldau. Auf Quartiersträsschen geht es nun zügigen Schrittes in die Nähe des Bahnhofs, aber vorerst natürlich zum obligaten Schlusstrunk im Restaurant Gotthard. Eine recht strenge Wanderung findet hier einen wohltuenden Abschluss.

Leitung: Armin Schütz           Fotos: Martin Leizinger, Kurt Hartmann

Teilnehmende: Bürki Rolf, Frank Peter, Gehrig Ernst, Germann Bernadette, Hartmann Kurt, Haslebacher Peter, Lehmann Ursula(Gast vom SAC Langnau), Leuzinger Martin,Schranz Hansueli, Seiler Eugen, Theis Margrit

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