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Griesalp – Gamchi – Oberloch - Bundalp – Griesalp

Der Wetterbericht verspricht optimale Bedingungen, die kühleren Temperaturen locken in die Berge und bieten eine gute Gelegenheit der Hitze im Unterland zu entfliehen. Viele von uns sind durch die Wanderwoche in Klosters oder andere Touren gut eingelaufen und fühlen sich fit für diese Rundtour. Bereits die Anreise ist ein besonderes Erlebnis: Der grösstenteils verlandete Tschingelsee ist eine Augenweide; Die wunderbare Schwemmlandschaft mit Büschen, Geschiebe und mäandrierenden Wasserläufen bietet Vögeln und anderen Lebewesen ein kleines Paradies. Über die steilste Postautostrecke Europas, vorbei an Hexenkessel und Dündenfall, gelangen wir auf die Griesalp, wo wir uns Kaffee und Gipfeli gönnen.

Weiter gehts dem Gornerbach entlang bis zur Alp Gamchi. Unterwegs zeigen sich wunderschöne Gesteinsformationen, einige wie gerührter Teig andere abbröckelnd. Sie lassen die Modulierbarkeit dieser Gesteine erahnen und  reden dem Bild der ewig gleichen Berge zuwider. Während unserer kurzen Rast vor der neu renovierten Alpwirtschaft Gamchi machen wir Bekanntschaft mit einer zutraulichen Ziege. Sie begleitet uns anschliessend noch ein Stück des Wegs, bis wir sie beim Passieren eines elektrischen Zauns erfolgreich „abhängen“ und die Geiss resigniert den Heimweg antritt.

Wir machen uns an das beschwerlichste Stück Weg; ein steter Aufstieg hinauf über die Felsen bis ins Oberloch. In der Wandergruppe erlöschen die Gespräche und Plaudereien, wir geniessen den regelmässigen Schritt und die Ruhe der Berge, die Alpenrosen am Wegrand und die beiden kreisenden Steinadler in grosser Höhe. Während zweier kurzer Verschnaufpausen folgt manches Augenpaar dem Weg über die Sefinenfurgge oder demjenigen in die Gspaltenhornhütte. Dieser und jener muss das nicht mehr haben und anderen macht es Lust nach mehr. Auch die Route übers Hohtürli an den Öschinensee weckt vielerlei Erinnerungen. Leider lüften das Gspaltenhorn und die Blüemlisalp ihren Wolkenschleier während unserer Tour nie ganz, sodass uns das Hochgebirgspanorama teilweise verwehrt bleibt. Im Oberloch gönnen wir uns auf zwei bequemen Holzbänkli (für die Frauen) die wohlverdiente Mittagspause mit Picknick und Wein aus dem Rucksack.

Nun geht es auf einfachem Gelände stetig abwärts. Wir sehen und hören Murmeltiere und erreichen die Obere Bundalp, wo wir es uns mit Johannisbeerkuchen und Adlerhorst alias Vogelnestli gut gehen lassen. Frisch gestärkt nehmen wir den etwas steilen Abstieg bis zum Bundstäg und auf dem gleichen Weg zurück auf die Griesalp unter die Füsse. Zeitgleich mit Einsetzen des nicht erwarteten Regens treffen wir in der Gastwirtschaft Griesalp ein, wo wir die Tour bei einem Humpen Bier oder einem Glas Wein zufrieden ausklingen lassen.

Die fröhliche Wandergruppe erheitert sich bei der Rückfahrt mit dem Postauto an den lustigen Sprüchen des Postifahrers ( „bitte in die Kurve liegen, sonst schaffen wir sie nicht!“ – „wer übernimmt das Steuer?“ – „die Hexe im Hexenkessel hat mir den Anhänger gestohlen!“) und darf auf der Rückfahrt mit dem Lötschberger gar 1.-Klasse fahren, weil alle 2. Klasse-Plätze ausnahmslos besetzt sind.

Ein herzliches Dankeschön an Samuel Germann und die ganze Gruppe für diesen gelungenen Wanderausflug!

Leitung : Samuel Germann

Fotos: Martin Leuzinger, Urs Häberli, Armin Schütz

Teilnehmende:

Hildi und Peter Frank, Urs Häberli, Martin Leuzinger, Andrea Kammerbauer, Monika Schwab Zimmer, Stefanie Baumgartner, Brigitte Aegerter, Armin Schütz, Eugen Seiler, Beat Schmid, Peter Haslebacher, Bernadette und Samuel Germann

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