00

Col de Voré

Die Zugfahrt durchs Saaneland und die anschliessende Busfahrt führte uns bis zum Col du Pillon, zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung.Hier befindet sich auch die Seilbahn zum Glacier 3000, dem Gebiet von Les Diablerets.

Da wir lieber eine malerische Umgebung für unseren Startkaffee wünschten, kam es nach ungefähr 40 Minuten zum ersten Zwischenstopp am idyllischen  Bergsee Lac Retaud. Dieser See ist ein Bijou mitten in den Waadtländer Alpen, in einer Mulde gelegen am Südhang von La Palette. Im schönen Restaurant am Lac Retaud wurden wir von jungen Wirtsleuten äusserst freundlich und zuvorkommend bedient.

Vom Lac Retaud gings nun z.T. recht steil die Bergflanke entlang, über Blumenwiesen, zu den ersten blühenden Alpenrosen, zum höchsten Punkt unserer Wanderung, dem Col de Voré (1918 m), der den Übergang vom Pillongebiet ins Tschärzistal bildet. Uns bietet es ein prächtiges Panorama mit Blick auf die Bergwelt inmitten der blühenden Alpenrosen und Enizian. Ein namenloses Bergseelein (ein Witzbold sprach vom Arnensee) und Natursteinmauern markieren die Grenze zwischen Waadt und Bern. Wir setzten uns zur wohlverdienten Mittagsverpflegung. Die Wanderung ging nun weiter mit dem folgenden z.T.  recht steilen Abstieg über Seeberg, und anschliessend einem Fahrweg hinunter bis zum Arnensee. Am rechten Seeufer entlang erreichten wir Unders Städeli und damit eine Ruhepause im schönen Restaurant am Arnensee.

Ab nun wurde es etwas abenteuerlich, vor allem wussten wir nicht, was Heinz Beutler mit uns im Schilde führte. Einerseits schien er im Restaurant verweilen zu wollen, aber anderseits mahnten doch die Wegweiser zum raschen Aufbruch, wenn wir den Bus in Feutersoey zur Zeit erreichen wollten, aber anderseits zeigten uns die Wegweiser aber eben auch eine Wanderzeit an, die uns etwas zweifeln liess. Von nun an nahm Heinz die Wanderung irgendwie gelassener als vorher, drosselte er doch das Tempo an der Führung. Was sollte das werden. Auf jeden Fall ging es abwärts und abwärts und wir wussten, dass diese Abwärtsbewegung noch recht lange andauern würde. Bald einmal erreichten wir eine Brücke über den Tschärzisbach und Heinz machte keine Anstalten mehr weiter zu wandern. Was sollte das ? Da, plötzlich erschien ein weisses Alpentaxi und hielt bei uns an. Heinz hiess uns einsteigen, was wir natürlich gemessen an unserem Muskelzustand gerne taten.

Nun, was war geschehen ? Heinz war Tage zuvor die Tour nochmals abgegangen und stellte fest, dass der Weg bis hinunter nach Feutersoey für uns Seniorinnen und Senioren eine zu starke Belastung wäre und zeitlich nicht mehr ins Schema passen würde.  Deshalb entschloss er sich zum Einsatz des Alpentaxis, das uns dann gerade bis Gstaad führte. Heinz, es war eine souveräne Geste, uns diese Fahrt zu offerieren. Herzlichen Dank für die schöne Wanderung und die durchdachte Schlussetappe.

Leitung: Heinz Beutler

Fotos: Martin Leuzinger, Urs Häberli, Armin Schütz

Teilnehmer/innen: Esther Beutler, Henriette Fenner, Peter Fenner, Peter Frank, Martin Leuzinger, Kurt Marti, Armin Schütz, Hansjürg Walther, Urs Häberli, Fritz Fahrni, Eugen Seiler

Melde dich mit deinem Benutzer an, um Kommentare zu erstellen.