Leitung: Georges Fleuti

Die diesjährige Aare-Wanderung war durch viele Stimmungen, Herbstfarben, Natur und Technik geprägt. Georges hat sich einen prächtigen Tag ausgewählt - aber auch eine recht lange Strecke von über 20 km (Luftlinie 8.4 km) von der Neubrügg bei Stuckishaus den Schlangenwindungen des Flusses entlang um und durch unsere Bundesstadt bis zum Flughafen Belp.

Die Sonne schickte ihre ersten Strahlen auf die altehrwürdige Neubrügg, als sechsunddreissig Wanderschuhe sie zum ersten Mal überquerten, um auf der anderen Seite im gleichnamigen Restaurant Kaffee und Gipfeli zu geniessen. Für die Wanderung wählte Georges vorerst das rechte Ufer, an der ARA Worblental (Ba-Ha) vorbei bis zum Stauwehr Felsenau. Dort wechselten wir auf das "sonnige" Ufer hinüber, konnten aber dem Gewässerrand wegen Bauarbeiten nicht weiter folgen. So setzten wir unseren Marsch einige hundert Meter auf der Strasse fort. Georges fand eine Stelle, um durch das steile Bort hinunter wieder ans Ufer zu gelangen. Leider hatten wir Seil, Steigeisen und Pickel nicht dabei, und so machten einige "Hosefüdle" mit dem glitschigen Waldboden Bekanntschaft, nicht ohne seine Spuren an den Kleidern zu hinterlassen.

 

 

Die ersten Gebäude der Bundesstadt tauchten nun auf. Licht und Schatten reflektierten in ständigem Wechsel auf der Wasseroberfläche, mal goldig, mal grün-blau, mal silbern und in vielen andern Farben einer Künstler-Malpalette. Herbst pur! Unsere "Hoffotografen" liessen sich kaum eine Verschnaufpause beim Einfangen all dieser Pracht. Beim Bärenpark verweilten wir zum Picknick. Bären sahen wir nur auf den ringsum flatternden Fahnen, im Park regte sich nichts. Die bunten Waldränder machten nun den wunderschönen Fassaden der Stadt Platz: das Matte-Quartier, darüber das Casino, die Münsterplattform und der immer noch eingerüstete Münsterturm. Vor uns das Schauspiel der Aare, welche hier auf breiter Front über die Schwellen rauschte. Ein gutes Gefühl von intakter Heimat, wie sich die herausgeputzten Fassaden im Wasser spiegelten. Für den Kaffee wanderten wir weiter unter dem Bundeshaus vorbei zum Dählhölzli.

Zahlreiche Brücken warfen während unserer Wanderung ihre Bogen ans gegenüber liegende Ufer, deren Konstruktionen wir meist von unten bewundern konnten. Fünfmal überquerten wir den Fluss, das letzte Mal mit der Fähre Bodenacker, etwa 2 km oberhalb des Tierparkes. Entlang dem Gebiet "Im Zopfen", das zurzeit renaturalisiert wird, gelangten wir, jetzt unser Ziel, der Tower vom Flugplatz Belp in Sicht, zur Auguetbrügg. Hier schalteten wir vor den letzten Wanderminuten eine kurze Rast mit Gruppenfoto ein. Beim Flughafen schloss Georges den offiziellen Teil der Wanderung ab, doch fast alle folgten der inoffiziellen, aber zur Tradition gewordenen Einladung zu einer Pizza, diesmal im "Puccini" in Belp.

Lieber Georges, die Fragen, wohin der nächste Aare-Abschnitt führen werde, zeugten von der Zufriedenheit und Dankbarkeit aller Teilnehmenden für die gut organisierte Tour. Mach weiter so!

Fotos: Martin Leuzinger, Kurt Hartmann, Kurt Oppliger
    
 

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