Leitung Armin Schütz

 

Schon lange hat sich Armin auf seine erste Donnerstagwanderung gefreut und sich entsprechend vorbereitet: Route ausgekundschaftet, Beiz rekognosziert, Fahrplan studiert, Reklame gemacht, Begrüssungsrede vorbereitet usw. usw., eben alles was so notwendig ist, damit es dann klappt!

Und es hat geklappt! Zwanzig Kameraden folgten seiner Einladung, wollten vom schönen Sommerwetter profitieren und den lieblichen Hügelzug zwischen Limpach und Aare besser kennen lernen. "Dr Buechibärg", wie er genannt wird, ist ein Molassehügel, zirka 200 m hoch, etwa 17 km lang und 7 km breit. Seine Form mit der leicht gewellten Hochfläche erhielt er von den vorstossenden Gletschern der letzten Eiszeiten.

 

 

Wir starteten in Bätterkinden (470 m) Richtung Kyburg-Buchegg, folgten ein paar Schritte dem Limpach, der die Grenze zwischen Bern und Solothurn bildet, und stiegen beim Kyburgbad steil den Hügel zum Schloss Buchegg (545 m) hinauf. Unter den gelben Sonnenschirmen genossen wir Kaffee und Gipfeli. Es lohnte sich, zum altertümlichen, gut unterhaltenen Turm hinaufzusteigen und die herrliche Aussicht auf das Berner Mittelland und den Jura zu geniessen. Die Stiftung "Buechischlössli" ist sehr aktiv und veranstaltet mehrere abwechslungsreiche Anlässe pro Jahr. Die Grundmauern der ehemaligen Burg stammen aus dem 11./12. Jahrhundert, 1383 wurde sie zerstört und 1546 als Turm wieder aufgebaut. Dieser diente bis 1798 als Gefängnis.

Von ferne ertönte der Zehnuhrschlag einer Kirche, Zeit zum Aufbruch. Nach einigen Schritten auf der Hauptstrasse nach Brügglen schwenkten wir links ab hinauf in den Wald, der uns ebenwegs nach eineinhalb Kilometern zur Lichtung Wolftürli begleitete: ein schöner Rastplatz, wo wir uns mit einem Schluck aus der Flasche oder einer Banane stärkten. Wir folgten dem Waldrand und stiegen ab zum Schiessstand Mühledorf. Leuchtende Getreidefelder bildeten einen Farbenkontrast zum nahen Jura und dem blauen Himmel mit den weissen Kumuluswolken. Plötzlich mussten wir einem Kameraden erste Hilfe leisten und den Krankenwage bestellen. Ein heftiges, anhaltendes Nasenbluten zwang ihn, die Wanderung abzubrechen. Benommen von diesem Zwischenfall durchquerten wir Mühledorf und stiegen weiter an goldenen Ährenfeldern den Chräienberg hinauf zur Sandsteingrube Ober Bockstein. Hier wurden früher Mühlsteine und Ofenplatten gehauen. Es war Zeit zur Mittagsrast, wo sich die Wanderer ein gäbiges Plätzchen auf einem Baumstamm oder Stein suchten. Bei Gächliwil, das 1995 mit der Gemeinde Lüterswil fusionierte, traten wir kurz aufs offene Gelände hinaus, um bald wieder in den schattigen Wald einzutauchen. Alle Wälder zeichneten sich durch einen gesunden und vielseitigen Baumbestand aus, man traf hier verschiedene Eichenarten an. Nach einem Kilometer kamen wir wieder auf Bernerboden. Oberwil war das nächste Dorf, geprägt von stattlichen Bauernhöfen mit einer Sägerei (heute ein Erlebnishaus, welches für Festanlässe gemietet werden kann) und verschiedenen Mühlen, wovon eine heute noch betrieben wird. Durch ein letztes Wegstück durch den Eichwald gelangten wir nach rund 17 km Wanderung nach Büren (440 m) an der ausgiebig mäandrierenden Aare. Mit ausgestreckten Beinen genossen wir im Garten des Restaurants Bahnhof die Durst- und Lustlöscher. Wer den nächsten Zug noch nicht nehmen wollte, das war die Mehrheit, vergnügte sich bis zu Übernächsten.

Es hat alles geklappt, Armin, du kannst zufrieden sein, deine Vorbereitungen haben sich gelohnt. Auch die beiden 1931er Senioren hielten Schritt - wenn auch meist mit etwas Abstand zur "tête". Vielen Dank!

 

 

Zum Betrachten der Serienbilder: mit den Pfeilen > < je 2 Bilder vor oder rückwärts navigieren.

Zum Vergrössern und Betrachten der Serienbilder: auf das Bild klicken, dann mit den Pfeilen > < vor und rückwärts navigieren.

Verkleinern, d.h. zurückkehren zum Bericht: Kreuz unten links oder Esc anklicken.

 

Die komplette Bilderserie zeigen wir an einem Kulturabend Anfang 2016 im Schützenhaus.

 

Melde dich mit deinem Benutzer an, um Kommentare zu erstellen.