Leitung Margrit Theis

 

Bei den einen zeigte die Kompassnadel Richtung Norden, bei zwei andern nach Süden. Und da sie auf der gleichen Ordinate starteten, trafen sie sich auf dem Balmfluechöpfli. Kein Zufall; Kurt hat sich vorgenommen, die Wanderung auf dem Balmberg zu beginnen, er liess sich von den steilen 770 Höhenmetern abschrecken. Überraschenderweise gesellte sich Eugen zu ihm, er wollte den Freund nicht allein gehen lassen; das nennt man Kameradschaft! Die 9-köpfige Kerngruppe startete beim Endhalt des Postautos in Rüttenen (521 m). Nach rund einem Kilometer durch Oberrüttenen erreichte sie den Wald am steilen Südhang des Vorbergs zum Weissenstein. Dank dem gemütlichen Tempo, das Margrit einschlug und dem gut ausgebauten Weg waren die Höhenmeter entgegen den Befürchtungen gut zu bewältigen. Die Mittagsrast genossen die Wanderer auf dem schwindelerregenden Vorplatz der Hütte auf 1200 m mit prächtiger Aussicht auf das Mittelland.

 

 

Die Zweiergruppe: Nach einem Kaffee beim Seilpark Balmberg starteten Kurt und Eugen beim Kurhaus auf 1058 m. Hoch über ihnen leuchtete die Felswand der Röti in der Sonne, dem östlichen Ausläufer des Weissensteins. Gemächlich stieg der Weg durch Weiden und Wald rund 180 m hinauf zur Nesselbodenröti. Von hier erreichten sie das Balmfluechöpfli auf 1290 m in wenigen Minuten. Welch ein atemraubender Ausblick auf die Landschaft des Jurasüdfusses von  Olten bis weit nach Westen zu den drei Juraseen, mit den zahlreichen Flussschlingen der Aare, dem Chasseral, der Hasenmatt und dem Weissenstein. Die Alpen und Voralpen waren grossenteils in die Wolken eingehüllt. Hier ist auch das Ziel der Kletterer, die auf den verschiedenen Routen an der Balmflue ihre Seillängen absolvieren.

 

Nach dem Picknick stieg die "Gruppe Theis" weiter zum Chöpfli hinauf, wo die beiden "Balmbergler" auf sie warteten. Alle genossen ausgiebig die schöne Aussicht, plauderten, fotografierten, scherzten. Gemeinsam traten dann alle den Abstieg an. Zuerst auf der Krete des Schattenbergs durch den frischgrünen Wald, der immer wieder schöne Ausblicke öffnete. Dann ging es um die Glatti Flue herum und hinunter zum Nesselboden, wo wir noch einen ungewollten Besuch beim Reservoir einschalteten. Von hier  führte der Weg hoch über dem Chesselbach an Felswänden und Wasserfällen vorbei etwa 400 Hm steil die Stigelosschlucht hinunter zum Forsthaus: ein spannendes und romantisches Stück unserer Wanderung! Durch diese Schlucht führt auch der Weg auf den Weissenstein. Im letzten Teil unseres Weges  folgten wir dem ausgetobten Chesselbach bis Fallern und von dort noch einige Schritte auf dem Asphalt bis zur Busstation Brüggmoos. Fritz als "Einheimischer" führte uns in ein nahe dem Bahnhof Solothurn gelegenes Restaurant, wo wir uns etwas ungewollt auf die Getränke wartend ausgiebig ausruhen konnten. Wir mussten unseren Durst drosseln, gab es doch nicht genügend Bier und Most - ausverkauft. Ob sich die Solothurner Ambassadoren seinerzeit auch so hätten entwöhnen lassen? Wir nahmen es auf die leichte Schulter und bestiegen dann den Zug nach Hause.

 

Danke, Margrit, für die gute Führung an diesem sonnigen Frühlungstag! Du hast diese Tour von Ernst Gehrig übernommen, der sie aus gesundheitlichen Gründen nicht durchführen konnte. Wir wünschen ihm gute Genesung.

 

 

Fotos: Kurt Oppliger und Kurt Hartmann

 

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Die komplette Bilderserie zeigen wir an einem Kulturabend Anfang 2016 im Schützenhaus.

 

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