Warum die grosse Teilnahme von sechzig bis achtzig SAC-lern an den Seniorenwanderungen am Dienstag? Die Antwort ist klar: weil uns Fritz Adolf und sein Stellvertreter Andreas Daetwyler durch die schönsten Gegenden der Umgebung von Burgdorf führen, weil interessante Gespräche mit Kameraden aller couleurs geführt werden können, einen Jass geklopft und zum Nussgipfel ein guter Schluck Roten - oder auch ein Bier - die kulinarischen Gelüste befriedigt. Fritz Adolfs dreiteiliges Programm bietet jede Woche ein Erlebnis an, sei es für den 60-, 80- oder 100-Jährigen: zwei- oder einstündige Wanderung oder Treffen direkt im Beizli.

 

Diesmal steht der Inkwilersee im Mittelpunkt, ein sogenannter Toteissee zwischen Herzogenbuchsee und Wangen, auf der Grenze BE/SO. Das etwa 10 ha grosse Gewässer, eingebettet in einen Schilf- und Waldgürtel beherbergt zwei Inselchen. Alte Bäume spiegeln sich im Wasser, Seerosen breiten sich aus, Enten und Blesshühner geniessen hier ihr Paradies, Libellen schwirren umher. 4000 Jahre v. Chr. (Jungsteinzeit) siedelten sich hier Pfahlbauer an. An verschiedenen Stellen stieß man bei Ausgrabungen auf Fundgegenstände wie Speerspitzen und Werkzeuge.

 

 

Mich interessiert, was das Wort "Tot-eis-see" bedeutet. Der Inkwilersee entstand aus dem Rhonegletscher, der während der Eiszeit das Mittelland von Westen her bis weit in den Oberaargau bedeckte. Vor ca. 12'000 Jahren zog sich der Gletscher zurück und liess in einer Mulde mit Sedimenten überdecktes Eis liegen. Die zunehmend wärmeren Temperaturen schmolzen das Eis. Das tonhaltige Feinmaterial senkte sich dadurch und dichtete die Mulde immer mehr ab. Langsam füllte sich das Toteisloch mit Wasser, ein See entstand. Der Inkwilersee ist nährstoffreich und sauerstoffarm. Dies hatte in der Vergangenheit verschiedentlich zur Folge, dass es in langen Warmphasen zu mehreren Fischsterben gekommen war, zuletzt im August 2009 und wieder 2011. Feuerwehr und Armee mussten 2009 den See während mehreren Tagen mit Wasserfontänen belüften, um den Sauerstoffgehalt wieder zu erhöhen.

 

Unsere Wanderung über Feld und durch Wald führt uns nach zwei Stunden über Hasenmatt nach Wangenried, wo wir im Gasthof Leuenberger auf unsere Kameraden aufschliessen, welche die Wanderung ab Inkwil (1 Stunde) gemacht oder direkt hierher gefahren sind, darunter unser 101-jähriges Mitglied, Hans Mosimann.

 

Herzlichen Dank, Fritz, für deinen grossen Einsatz im SAC Burgdorf, insbesondere für uns Senioren!

 

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