Wanderung von Muri nach Bremgarten

Leiter: Fritz Adolf

Die Wetterprognose war für heute nicht viel versprechend. Regen mit trockenen Perioden war angesagt. Trotz dieser Prognose fanden sich 24 Optimisten am Bahnhof Burgdorf ein, ausgerüstet mit Schirmen, Windjacken und Regenschutz für den Rucksack. Der Weg zum Bahnhof war feucht und ich überlegte schon vor der Haustüre, ob ich die Windjacke auspacken soll.

Der Zug brachte uns über Olten mit zweimal umsteigen nach Muri. Um uns auf die heutige Wanderung einzustimmen verteilte Fritz an alle Teilnehmer ein Informationsblatt über das Naturschutzgebiet Flachsee und ein Faltblatt über den historischen Stadtrundgang in Bremgarten.

 

Ohne Kaffeehalt begann die Wanderung entlang des Fussballplatzes, an dessen Ende erreichten wir ein kleines Bächlein.

        
Der Bärlauch blühte am Ufer. Der Wanderweg und Freiämterweg führen gemeinsam in den Hasliwald nach Althäusern. Hier wurde nun der Kaffeehalt nachgeholt. Gestärkt erreichten wir bei der Werdbrücke die Reuss und folgten ein Stück weit dem Damm entlang. Durch den Schachen verliessen wir den Damm und traten in eine Ebene, das erste Sumpfgebiet. Res erblickte mit dem Feldstecher zwei Reiher und erklärte uns, dass es sich um einen Seiden- und Graureiher handelt. Bald hörten wir neben dem Wanderweg die ersten Frösche quaken. Wir erreichten eine Sumpflandschaft mit kleinen und grösseren Tümpeln. Hier herrschte grosses Froschkonzert, aber es war schwierig sie im Schilf zu sichten, manchmal bewegte sich die Wasserfläche und ein Frosch tauchte unter. Bei Rottenschwil gibt es einen Picknick-Platz, ideal für unser Mittagessen aus dem Rucksack. Ein guter Tropfen rundete unser Mittagessen ab. Lange Zeit zum Verweilen blieb nicht, Fritz forderte uns zum Weiterwandern auf. Wir gelangten nun an den Flachsee, ein Biotop aus Menschenhand, entstanden mit dem Kraftwerkaufstau der Reuss im Jahre 1975. Dadurch sind Fliessgewässer, Schlickflächen und ein Fluss verzweigter Arme entstanden. Für viele Pflanzen und Tiere wichtige Lebensräume. Res erklärte den Nachzüglern der Wandergruppe einige der Wasservögel: Taucher, Enten usw. Ein idealer Platz für Brutvögel am Wasser. Schade, dass nicht mehr Zeit zum Beobachten und Verweilen blieb.

Bald erblicken wir Hermetschwil und vor dem Überschreiten des Dominolochsteges steht das Benediktinerinnen Kloster Hermetschwil, das bis 1841 ein Teil des Klosters Muri war. Durch den Wald oberhalb des Reuss Ufers gelangen wir nach Bremgarten. Im Restaurant Bijou können wir auf der Terasse den Durst löschen. Die Haltestelle Bremgarten-Obertor ist nur einige Minuten entfernt. Eine kleine Gruppe unternimmt zum Abschluss einen Stadtrundgang durch das historische Bremgarten.

 

Fritz, wir danken dir für die vorzügliche Wanderleitung. Ein für uns unbekanntes Gebiet des Aargaus hast du uns mit dieser Wanderung näher gebracht.

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