Leitung: Eveline Jenni-Ehrenberg
Bericht und Bilder: Eveline Jenni-Ehrenberg

Von Burgdorf aus, ohne Umzusteigen, fuhren wir bequem ins schöne Gürbetal. Wir waren 24 Kameradinnen und Kamerad Hans Gerber.

Gut gelaunt nahmen wir in Seftigen den kurzen Stutz bis zum Weiler Talacher in Angriff. Zuvor hatten wir im Café Bijou, „zwüsche Thun u Bärn, gö mir äbe is Bijou gärn“, die Gastfreundschaft genossen.

Der Tag war vielversprechend: strahlend blauer Himmel, „unsere“ Berner Alpen vor uns in ihrer Majestät, am Horizont im Osten die Silhouetten der Emmentaler Voralpen wie Trogenhorn und Sigriswilergrat, im Westen, zum Greifen nahe, die Stockhornkette.

Nach knapp einer Stunde erreichten wir den kleinsten der vier Seen, den sogenannte Geistsee, nach einer halben Stunde weiter südwärts den Dittligsee. Beide Seen sind fast unbekannt und auch nicht auf jeder beliebigen Karte zu finden.

In der grosszügig gestalteten Freizeitanlage neben dem Restaurant Grizzlibär setzten wir uns zur Mittagsrast.

Weiter ging es Richtung Amsoldingen, unserem Ziel entgegen, vorbei an Bauernhöfen mit Obstgärten und Feldern entlang. Die entlaubten Bäume und kahle Hecken gaben den Blick frei auf die in die Landschaft eingebetteten Seen von Uebeschi und Amsoldingen. Blassgelbes Schilf sowie Schneeresten in den Spalten der Felswände des Stockhorns spiegelten sich auf der dunklen Wasseroberfläche.

Am Strässchen über dem Uebschisee löschten wir noch einmal den Durst, warm beschien uns die Sonne. Sie tat uns gut und auch den Sonntagsspaziergängern, denen wir begegneten.

Die etwa tausendjährige Kirche von Amsoldingen beeindruckte uns durch ihre schlichte Schönheit. Wir staunten über das hohe, helle Gotteshaus, über die Baukunst der damaligen Architekten und begabten Handwerker. Dankbar sangen wir das Lied „Dona nobis pacem“, wunderschön klang der dreistimmige Kanon. Andächtig lauschten einige in der Krypta dem alt bekannten Gesang.

Müde und zufrieden traten wir den Heimweg an, mit Bus und Bahn über Thun zurück nach Burgdorf. Wir erlebten zusammen einen Sonntag wie im Vorfrühling. Danke Ihr lieben Kameradinnen und Kamerad Hans!

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