Leitung und Bericht: Käthi Burkhard
Route: Oeschinen – Heuberg – Oberbergli – Unterbergli – Läger – Oeschinen

Für den letzten Sonntag im August wurde gutes Wetter angesagt. Erwartungsvoll und voller Vorfreude auf einen sonnigen Tag in den Bergen fuhren wir 14 Frauen Richtung Kandersteg. Unterwegs kamen 5 weitere Kameradinnen dazu, so dass wir an der Talstation Oeschinen komplett waren.

Bequem mit der Gondelbahn dem blauen Himmel entgegen waren wir bald auf der Bergstation auf 1682 m. Zwei Tische waren im Bergbeitzli für uns reserviert, inmitten der grandiosen Bergkulisse genossen wir das feine Startkaffe mit Gipfeli und Brot.

Doldenhorn, Fründenhorn, und die ganze Blüelisalphorn Kette erfreuten unsere Blicke. Nach der kulinarischen Stärkung konnte die Wanderung beginnen. Wir marschierten Richtung dem schönen neuen Holzbau vom Werkhof Oeschinen zum Läger. Beim Wegweiser Blüemlisalphütte bogen wir in den anspruchsvollen Bergweg über Stock und Stein zum Heuberg hinauf. Mit dem nötigen Respekt haben wir bald einige Höhenmeter geschafft, immer mit Blick auf den, unter uns liegenden blauen Oeschinensee. Mit seiner maximalen Tiefe von 56 m und seiner Fläche von 1,1 m²

zählt er zu den grösseren Bergseen der Schweiz. Er entstand durch Bergrutsche der Flanken Doldenhorn und Fründenhorn mit mehreren Zuflüssen aus den umliegenden Gletscherbächen. Der Abfluss ist unterirdisch und speist den Oeschibach.

Unser Weg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, zum Glück sind die heiklen Stellen mit Seil gesichert. Ueberwältigt und Stolz kamen wir alle gut auf dem Heuberg an, wo Bananen, Getränke oder sonst ein kleiner Leckerbissen für Energie sorgte.

Ehrfurchtvoll genossen wir die Sicht auf das gewaltige Weltkulturerbe der Unesco in unserer Heimat. Wirklich ein Kraftort.

Danach ging ein spektakulärer Höhenweg weiter auf und ab in sommerlicher Bergflora,  auch Wildbäche waren einige zu queren bis zum Oberbergli auf knapp 2000 m.  Die paar verwitterten Ställe für die Tiere waren gut gesichert mit grossen Steinbrocken zum Schutz gegen Lawinen. 

Inmitten friedlich grasender Kühe genossen wir unser feines Picknick auf sonnenerwärmten Steinen. Von wegen friedlich, auch Kühe können streiten um den bessern Futterplatz wie wir später feststellten konnten. 

Vom Oberbergli führt ein Weg hinauf zum Hohtürli auf 2834 m, die Blüemlisalphütte haben wir stets im Blickfeld. Für uns ging es hinab zum Unterbergli 1724 m weiter Ochsenwand und Holzbalme, dieser grosse Felsvorsprung diente bis zur Mitte des vorigen Jahrhundert dem Wildheuen. Es lohnt sich hier nochmals einen Trinkhalt zu machen. Auf steinigem Weg kamen wir bald zum See hinunter. Wir bevorzugen aber den Zickzack Wurzelweg durch den schattigen Wald bis zum Läger hinauf wo sich unser Kreis der Rundwanderung schloss. Bernadette hat während der Wanderung umsichtig den Schluss betreut, ein grosses Dankeschön.

Bis zur Bergstation war es nicht mehr weit. Es blieb uns genügend Zeit diesen unvergesslichen Wandertag bei strahlendem Bergwetter auf der Terrasse mit einem Schlussdrunk zu geniessen.

Herzlichen Dank für eure zahlreiche Teilnahme.

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