Route: Visperterminen – Waldkapelle – Muttji – Hüoterhüsi – Riedhof - Visperterminen

Leitung und Bericht: Verena Schaible

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Besser könnten die Wetteraussichten nicht sein. Gewitter mit Starkregen haben sich am Vorabend entladen und der Himmel erstrahlt in neuer Frische. Unter diesen Voraussetzungen fahren wir 19 Wanderinnen ins Wallis. Nach zwei Stunden Bahn- und Busfahrt erreichen wir das Heidadorf Visperterminen, 1387m. Unterhalb des Dorfes liegt Europas höchster, zusammenhängender Weinberg auf einer Höhe zwischen 650 und 1’150 m ü.M. Im Hotel Rothorn geniessen wir Kaffee mit Gipfeli. 

Wir nehmen den Kapellenweg in Angriff. Das bekannte Sprichwort “Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen” können wir uns jetzt gut vergegenwärtigen, denn der Aufstieg entlang der zehn historischen Rosenkranzkapellen ist steil und anstrengend. Aber eben, ein Kreuzweg ist ja bekanntlich kein Sonntagsspaziergang! Ab und gönnen wir uns eine kurze Pause, um die mannshohen Figuren in den Kapellchen zu betrachten. Nach dreiviertel Stunden erreichen wir die Waldkapelle. Zeit für eine kurze Trink- und Verschnaufpause in mystischer Umgebung. 

Weiter gehts im Wald bergan bis Muttj, 1683m, dem höchsten Punkt der Strecke, und nun folgt die Belohnung nach dem anstrengenden Aufstieg. Wir wandern jetzt der Suone Bodmeri entlang durch herrlich duftenden Lärchen-/Föhrenwald. Der Waldboden fühlt sich elastisch an, neben uns plätschert der Wasserlauf dahin – eine echte Wohltat für Körper und Geist! 

Um ca. 13 Uhr erreichen wir das historische Hüoterhüsi, das Nachtlager für den Suonenhüter. Damit der Wächter einen Leitungsbruch schnell feststellen konnte, waren in der Suone Wasserräder eingebaut, welche einen Hammer in Bewegung setzten, der weithin hörbar auf ein Brett schlug. Setzte der Schlag aus, musste der Wasserfluss irgendwo unterbrochen sein, der Hüter musste seinen Kontrollgang beginnen.

Bei grossartiger Aussicht aufs Rhonetal und dessen umsäumenden Berge geniessen wir die Mittagspause an der Sonne oder im Halbschatten, je nach Vorliebe.

Der Rückweg nach Visperterminen erfolgt der alten Wasserleitung entlang. Ein kurzes Wegstück überquert den steilen Abhang, äusserste Vorsicht ist geboten. Danach ist der leichte Abstieg durch Wald und Wiese gut zu bewältigen. Oberhalb des Dorfes Visperterminen lacht uns eine vielfältige Blumenwiese entgegen. Trollblumen, Esparsetten, Teufelskrallen, Knabenkraut – eine Fülle von Farben!

Zurück am Ausgangsort um ca. 15 Uhr bleibt vor der Rückreise genügend Zeit, um im Bistro Home from Home ein Glas Heida, Bier oder sonst eine Erfrischung zu kosten.

Herzlichen Dank für eure zahlreiche Teilnahme!

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