Leitung/Bericht:     Rita Lückoff
Teilnehmer: Renate Berger, Ilse Gerber, Bernadette Germann, Anna Grossenbacher, Ruth Gurtner, Erna Hofer, Hedi Huber, Verena Iseli, Rosmarie Leuenberger, Theres Ramseyer, Eva Ritter, Verena Schaible, Elsbeth Schneeberger, Marianne Süess, Rosa Zaugg, Verena Zaugg, Rosmarie Zimmermann, Barbara Oetliker (Gast)  

 

Die stabile Hochdrucklage während der Woche stimmte uns zuversichtlich, dass wir am Sonntag mit einem schönen Wandertag rechnen könnten. Wir lagen nicht falsch, alle unsere Erwartungen wurden erfüllt: Wolkenloser Himmel und im Wandergebiet Schnee satt.

Nach zwei Stunden Fahrt ab Burgdorf mit vielen Umsteigestationen fanden sich 19 Wanderinnen im Café Peters in Sörenberg ein, um sich vor der Tour zu stärken.

Den steilsten Teil der Wanderung nahm uns die Gondel ab, die uns auf 1400 m Höhe brachte. Bei der Talstation herrschte Hochbetrieb, aber die flinken SAC-Frauen standen um 11.00 Uhr auf der Rossweid bereit, um den Winterwanderweg unter die Füsse zu nehmen. Wir durchquerten ein kurzes Waldstück, passierten diverse Lifttrassees und Skiabfahrten und erreichten eine Stunde später das Berggasthaus Salwideli. Es war Mittagszeit, und angesichts der vielen Autos waren wir froh, dass wir unsere Verpflegung im Rucksack hatten. Wir gönnten uns nur einen kurzen Trinkhalt und wollten in der nächsten halben Stunde Ausschau halten nach einem geeigneten Picknickplatz.

Zunächst genossen wir aber die herrliche Umgebung. Im Westen prangte die Rothornkette mit so markanten Gipfeln wie Tannhorn und Augstmatthorn, im Osten – zum Greifen nah – überragte uns die Schrattennfluh mit dem Böli und  dem Schibengütsch und ganz im Nordosten lugte der Hohgant hervor. Ab und zu plätscherte ein Bach, der sich den Weg durch den Schnee gebahnt hatte, und am Ufer entdeckten wir schon die ersten Frühlingsblumen. Im tiefverschneiten Garten des CEVI-Ferienhauses in Schneeberg durften wir für unseren Mittagshalt Tische und Bänke nutzen. Schöner kann man nicht speisen!

Die Ticketverkäuferin in Sörenberg hatte uns informiert, dass ein Stück des Wanderwegs vereist sei, aber „man sei dran“. Den Eindruck hatten wir nicht, denn ab jetzt ging‘s bergab, für manche sogar wörtlich. Müssen wir in Zukunft neben Stöcken auch noch Krallen für Winterwanderungen empfehlen? Die wenigen Glücklichen, die solche übergestreift hatten, gingen mühelos über den vereisten Weg, während sich alle andern am Rand entlang quälten.

Der Kampf im „Eiskanal“ hatte Zeit gekostet, so dass wir auf dem Weg im Tal weder unserem Heimatfluss, der Emme, die hier nahe ihrer Quelle munter dahinfliesst, noch den imposanten Eiszapfen an den Felsen die nötige Aufmerksamkeit schenkten. Im Kemmeriboden-Bad fand ein Iglufest statt mit Musik und Buden, das wir nur flüchtig wahrnahmen, denn es reichte gerade noch zu einem Getränk im Restaurant. Auch auf die versprochenen Meringues als „krönender Abschluss“ mussten wir verzichten. Wir zogen es vor, den Heimweg im reservierten Bus um 16.00 Uhr  anzutreten und noch zur Tageszeit in Burgdorf einzutreffen.

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