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Leitung und Bericht Käthi Burkhard

Am frühen Morgen, es war noch kühl in Burgdorf und im Verlauf des Tages waren Gewitter angesagt, stiegen 19 SAC Frauen erwartungsvoll in den Zug Richtung Zollikofen, Biel, Tavannes, Les Breuleux. Die Faht allein war schon ein interessantes Erlebnis, ab Tavannes mit dem Chemins de fer du Jura (Juraeisenbahn) stieg es sanft auf die leicht gewellte Hochebene der Freiberge ca, 1100 m ü Meer. Nach der Ankunft in Les Breuleux begaben wir uns ins Hotel de la Balace am Rande des Dorfes zum feinen Startkaffee mit Brot und Gipfeli. Im April haben Bernadette, Samuel Germann und ich die Wanderoute Rekognosziert, damals waren die Weiden voller Aprilglocken einem Naturwunder gleich. Herzlichen dank den beiden.

Hinter dem Hotel de la Balance war auch gleich der Wanderweg der uns Richtung Westen nach Le Noirmont führte. Der Weg war nass vom Vorabend doch über uns der blaue Himmel und die Sonne. Durch die grossen Weiden, geprägt durch Fichten und Tannen deren Aeste bis zum Boden neigten ab und zu ein Bergahorn mit sattgrünen Blättern war der Wanderweg abwechslungsreich. Die grossen Parzelle der Landbesitzer waren mit hohen Zäunen getrennt. Doch die Wanderübergänge schafften wir sportlich elegant, öffnen, schliessen, hinauf hinunter das Treppchen achtmal hintereinander.

 Bei einem massiven Tisch und Bank aus Tannenholz machten wir Trinkhalt.  Der Löwenzahn leuchtete gelb und Ilse sammelte von den prall gefüllten Blüten um daraus feine Konfitüre herzustellen. Weiter ging es nach Cerneux-Veusil-Dessus. Das  Denkmal am Wegrand erinnert  an einen  strategisch wichtiger Punkt im ersten Weltkrieg. 1914 bis 1918 war der Grenzschutz eine dringende Notwendigkeit in der Schweiz. Hinunter nach Dessous begegneten wir einer Familie mit Pferd und Wagen beim Mittagsrast, Pfingstferien ohne Stau mit Vierbeiner das hat in den Freibergen Tradition.

Den Aufstieg nach Le Peuchapatte schafften wir locker. Windräder standen in der nahen und weiteren Umgebung und warfen Schatten in die Landschaft damit sie Wind in Energie umwandeln können.

Zum Mittagsrast verteilten wir uns bei der Kirche le Peuchabatte die 1972 erbaut wurde. Die modernen Kirchenfenster wurden gestaltet von Yves Voirol einem Künstler der im Jura verwurzelt war. Das Picknick wird uns noch lange in Erinnerung bleiben, es ist das kleinste Dorf im Jura weshalb wohl die Freiberger Pferde im ganzen Dorf frei herumlaufen dürfen. Eine ganze Herde mit Fohlen belagerten uns teilweise und die neugierigsten unter ihnen steckten ihre Köpfe bei Gelegenheit sogar in die Rücksäcke.

Nach dem Essen führte ein kleiner Aufstieg zum höchsten Punkt. Hinunter nach Le Noirmont führte der Wanderweg durch Wald, Magerwiesen mit Ankebälli, Knabenkraut, (Orchidee) Sumpfhanenfuss, Germer usw. wunderschön war die Vielfalt  der Blumen und Pflanzen am Wegrand.

In Le Noirmont hatten wir genügend Zeit damit wir im Tea Room Ris einen gemütlichen Wander Schlusshöck geniessen konnten.

Bei den ersten Regenropfen an diesem Tag konnten wir in den Chemins de fer du Jura einsteigen und die Heimreise beim dunklen, spannenden Wolkenspiel am Himmel beobachten.    

Allen Teilnemern die dabei sein konnten einen herzlichen Dank. 

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