2018 03 14 Baden Mellingen

Leitung und Bericht: Eveline Jenni-Ehrenberg

Ein Wetterzwischenhoch erlaubt es uns, unsere zweite Etappe des Aargauerwegs, von der Limmat zur Reuss, unter die Füsse zu nehmen.

Zu Acht, nämlich Katrin Studer, Marianne Süess, Renate Berger, Käthi Burkhard, Bernadette Germann, Rita Lückoff, Therese Ramseyer und ich starten um 8.53 Uhr am Bahnhof Burgdorf. In Olten verstärken Rosmarie Zimmermann und Therese Jomini unser Wanderteam.

Flott geht’s voran per Zug nach Baden. Der Himmel ist hell und freundlich, das Städtchen um diese Zeit umtriebig und geschäftig. Wir fühlen uns herausgehoben aus dem Alltag. Frohgemut ziehen wir nach einer Stärkung im Café Himmel Richtung Baden Ostbahnhof.

Schon die im Programm erwähnte Bezeichnung, Märliwald, lässt Seltenes erahnen. Auf verschlungenen Pfaden durchqueren wir den mit einer Sage umwobenen Naturschutzwald: mit Moos überzogene , liegengebliebene Baumstämme, kreuz und quer gefallene, modernde Aeste, Felsbrocken, hoch über uns, geschmückt mit elegantem Hirschzungenfarn, zackige Umrisse des Hexenkessels, da und dort Vogelstimmen im noch unbelaubten Wald.

An einer lichten Stelle grüsst aus dem dürren Laub das erste Lungenkraut. Und wie heisst diese dickstenglige in eine eigrosse Knospe mündende Frühlingsblume? Es sieht aus, wie wenn sie im Familienverband das Licht und die Wärme erobern wollte. Der Name bleibt ein Rätsel.

Wir lassen den Märliwald hinter uns und streben dem Waldrand zu. Unser Blick weitet sich, in Richtung Südwesten zu den Juraketten, zu unseren Füssen auf das Dorf Fislisbach. Wir entscheiden uns, bei einem Bänkliplatz zu rasten. Die Märzsonne ist noch bleich, vermag uns aber schon zu wärmen. Gemütlich essen wir unser Picnic. Aus dem Wald hören wir eine Taube gurren oder sind es sogar zwei?

Dann starten wir den Wegabschnitt durch Fislisbach und übers offene Feld, an brach liegenden Aeckern vorbei, kurz durch ein Wäldchen hinunter an die Reuss, unserem Ziel entgegen. Halt, steht da am Bach nicht ein blühender Kornelkirschenbaum in seiner Pracht? Dazu noch Haselsträucher mit ihren zierlichen, gelben Zötteli und Weiden, deren Zweige mit weissen Käppchen verziert sind? Wunderschön, ja, der Frühling naht!

Auf der Brücke, die zum Stadttor führt, stellen wir uns auf für ein Foto. Es ist gar nicht einfach wegen des regen Verkehrs, aber sie gelingt. Bravo!

Wir spazieren durch das Miniaturstädtchen, zum Kirchenplatz und seinem dekorativen Brunnen und zum anderen Tor wieder hinaus.

Vor der Busabfahrt um 14.53 reicht es für ein erfrischendes Getränk. Warm ist es geworden! Dankbar für diesen bereichernden Tag begeben wir uns über Baden per Bahn auf den Heimweg. Wir kommen um 16.37 in Burgdorf an, Wanderzeit knapp 3 Stunden. Danke für das schöne Zusammensein!

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