Im Rahmen der kulturellen Veranstaltungen des SAC Burgdorf trat kürzlich der 2011 neu gewählte Direktor des Alpinen Museums im Saal des Schützenhauses auf. Er fesselte die muntere Schar der SAC-Mitglieder mit seiner Geschichte der Umstrukturierung des Museums am Helvetiaplatz in Bern. Der Wandel von der in vielen Köpfen vorgestellten "verstaubten" Dauer-Ausstellung zur interaktiven Plattform der Begegnung, der Diskussion und der Kontroverse erreicht der Referent mit Wechselausstellungen, die nicht nur die heile Bergwelt und seinen Sport widerspiegeln, sondern auch auf die Missstände und Gefahren hinweisen. Also ein Haus, das sich mit aktuellen Szenen mit den Menschen und ihrem Lebensraum beschäftigt. Unvergesslich bleiben seine Ausstellungen "Berge versetzen" und die Retrospektive zum 150-jährigen Jubiläum des SAC.

 

Für Beat Hächler sind nicht in erster Linie die Museumsgegenstände bedeutungsvoll, sondern das, was sie in seinen Ausstellungen bei den Besuchern auslösen. Für ihn stehen im Zentrum der Mensch, die Publikumsnähe und nicht die Glasvitrinen und Schaukästen. Er arbeitet mit Themen, die er geschickt mit Kultur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen verbindet und so den Betrachter auf eine besondere Bühne des Dialogs und der Orientierung stellt. Sein Konzept sprudelt von Kreativität und Mut. Er schaut über die Landesgrenzen hinaus und sucht nach neuen Perspektiven. Aber da stösst er oft an Grenzen, die ihm von seinem Budget gesetzt werden. Für die Umsetzung seiner Ideen verschaffte er sich vier Programmgefässe: den Hodlersaal für Veranstaltungen, die Expo-Aera und den Biwak-Raum für Wechselausstellungen sowie das Las Alps-Restaurant mit dem Shop, welches die kulinarischen Bedürfnisse und die Wissbegierde abdecken.

 

Gegenwärtig erwarten den Ausstellungsbesucher eine Filmcollage, die sich mit den Fragen "Was wäre die Schweiz ohne den Schweizer Film? Und was wäre der Schweizer Film ohne die Berge?"auseinandersetzt und das Biwak#16 "Out of Africa, wie das Geranium in die Schweiz kam". Die nächsten Ausstellungen behandeln "Unser Wasser" und "Die wilde Küche". Man darf gespannt sein!

 

Beat Hächler studierte Geschichte, Deutsche Literatur und Medienwissenschaften. Er arbeitete als Journalist und begann 2007 berufsbegleitend ein Masterstudium in Szenografie. Sein Markenzeichen sind Ausstellungen zu schwierigen Themen. Er ist ein echter Kulturvermittler und Ausstellungsmacher ohne Berührungsängste und ohne Wenn-und-Aber. Er hat sich national und international einen hervorragenden Namen gemacht. Der SAC Burgdorf ist stolz, einen solch kompetenten Referenten in seinem Programm anbieten zu können.

 

 

 

 

 

 

 

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