Gerne blicken wir auf einen tollen Glecksteinhüttensommer 2015 zurück!

 

Am 31. Mai stiegen wir bereits zur Hütte auf. In den nächsten drei Wochen war  Aufzügeln, Umbau, Einrichten und Putzen angesagt und die Zeit verging wie im Flug. Für die ganze Zeit konnten wir bestes Wetter beanspruchen und wir befürchteten, dass dann damit mal Schluss ist, wenn die ersten Gäste kommen. Bekannterweise war dem aber nicht so: es war den ganzen Sommer über zu heiss, zu trocken, zu schön.....  Beim Gedanken an den Sommer 2014 wollen wir uns aber nicht darüber beklagen. Bedenklich aber war zuzuschauen wie der Firn und anschliessend das Gletschereis einfach so das Tal abfloss!

Die Umbauarbeiten wurden von Besuchern und uns sehr geschätzt! Das grosszügige Theorie- oder Familienzimmer „Chrinnenhorn“ im 2. Stock, der helle Gang mit dem pflegeleichten Boden und den aufgeräumten Elektroinstallationen. Und natürlich die neuen Fenster, welche nun dafür sorgen, dass der Regen draussen bleibt und der Föhn nicht mehr durch die Hütte zieht.

Dass das Wetter den Sommer über mega-super war, kommen die Zahlen mit 2056 Übernachtenden „nur“ super daher. Das sind 40% mehr als im verregneten Sommer 2015 und 20% mehr als im 10-Jahres-Schnitt. Wenn bis anhin ein viertel oder gar ein drittel der Übernachtungen die ausländischen Gäste ausmachten, blieben diese letzten Sommer völlig aus! Starker Euro und Krisen in Europa hinterlassen Spuren bis hinauf in den Gläckstein. Besonders deutsche und holländische Gäste blieben aus und Engländer und Amerikaner kamen im bisherigen Rahmen. Diesen Sommer lockten das Wetter und die Wetterberichte die letzten Schweizer in die Berge und auf die Hütte. Was ist aber, wenn wieder ein durchschnittlicher Sommer kommt ohne den sicheren Wert der ausländischen Gäste? Das gibt uns zu denken!

Völlig überraschend und ohne Vorwarnung erschien in DIE ALPEN im Juli ein 7(!) seitiger Bericht über das Chrinnenhorn. Dies brachte uns zusätzlich viele Tages- und Übernachtungsgäste.

Auch das Wetterhorn wurde diesen Sommer ausserordentlich viel besucht: da viele Gletscher und Touren in den Alpen extrem ausaperten, bot das Wetterhorn eine schöne Ausweichtour dar. Dies hiess für uns viel und früh aufstehen: über Wochen brannte das Licht in der Küche von Morgens 3Uhr bis Nachts um 11Uhr.

 

Auf die Hüttentechnik mit Kraftwerk, Trinkwasser, Telefonie und Internet war wieder voll Verlass. Dank Tüfteleien und Energiesparmassnahmen konnte der Geschirrspühler ab Mitte Juli mit dem Hüttenkraftwerk statt mit dem Dieselgenerator betrieben werden. Damit sind wir autarker, als viele andere Hütten die damit prahlen und es nicht sind....

 

Im September und Anfangs Oktober erhielten wir immer wieder Schnee weit unter die Hütte hinab. Der schwierige Entscheid, wann die Bewartung aufzugeben ist, wurde damit  erleichtert. Am 4. Oktober stiegen wir mit bleischweren Rucksäcken (Tiefkühl- und Kühlprodukte) ins Tal und am 13. Oktober erfolgte der Abzügel mit dem Helikopter, die Wasserentleerung und definitive Winterumstellung.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns sehr für die gute Zusammenarbeit mit unserem Hüttenchef Peter Gehrig! Besonders hervorzuheben ist die gut organisierte Abwicklung der Umbauarbeiten.

Ebenfalls ein grosses Merci an Alle, die am Umbau und Arbeitswoche mitgewirkt haben.

Ebenfalls danken wir Sabine Lerch und dem ganzen Vorstand für ihren Einsatz für die Sektion und ihre Hütte!

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