Über fünfzig Neugierige fanden sich am 5. Mai zu diesem öffentlichen Vortrag von Dr. Jürg Meyer im Restaurant Schützenhaus ein, zu welchem die SAC Sektion Burgdorf eingeladen hatte. Wir reden doch alle von der Alpenfaltung, und da kommt einer und behauptet keck: "Die Alpenfaltung gibt es nicht"!

In einem äusserst spannenden und unterhaltsamen Referat mit vielen Bildern gelang es aber dem Geologen und Bergführer, auf Grund vieler Fakten und Beispielen die kritischen Gäste zu überzeugen, dass die Alpen nicht gefaltet, sondern durch das Übereinanderschieben,

Stauchen und Abtauchen der verschiedenen tektonischen Platten in komplizerten Prozessen gebildet wurden. Anhand bunter Frottiertücher erklärte er bildlich den Unterschied von Faltung (beim Juragebirge) und Bildung der Alpenkette, Resultat einer millionen Jahre andauernden Annäherung des afrikanischen Kontinents an Europa. Kaum glaubhaft, dass unser Matterhorn ein "Immigrant" und Geschenk von Afrika an die Zermatter ist! Die Frage aus dem Publikum, wie schnell, besser wie langsam denn der südliche Kontinent immer noch auf Europa zustosse beantwortet Jürg Meyer mit einem einfachen Vergleich: "Ungefähr im Tempo, wie ein Fingernagel wächst".

           

Mit einem Einblick in die Gesteinsbildung durch Hitze, Druck und Vermengung im Erdinnern sensibilisierte er die Bergwanderer und Kletterer für die Wahrnehmung und Deutung der Gesteinsarten: Granit, Gneis, Kaltstein, Schiefer und viele andere. Der anhaltende Applaus am Schluss war ein überzeugendes Zeichen dafür, dass das Referat den Zuhörern grossen Eindruck und Spass gemacht hatte. 

 

 

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