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Frühlingshafte Verhältnisse, allerdings begleitet von einem kräftigen Nordwestwind.

Tourenleiter: Rudolf Probst
Teilnehmende: Fausto, Lisbeth, Peter G., Urs, Kathrin, Christoph S., Elisabeth, Peter W.
  An- und Rückreise mit dem ÖV
Route: Nideralp (1800 m) – Hotosse – Magelücke – Magehorn (2622 m) – Chluismatte – Engiloch
820 Hm Aufstieg; Gesamtzeit 5 Std.

Der Postbus bringt uns von Brig zur Nideralp, rund 3 km hinter der Simplon-Passhöhe. Es hat hier auf 1800 m nur wenig Neuschnee, und der hat sich in der Wärme schon ziemlich gesetzt. Der Himmel ist wolkenlos, die Sonne scheint schon recht kräftig, wir kommen leicht und gut vorwärts. Allerdings zwingt uns der aufkommende Nordwestwind schon bald, die Jacken wieder anzuziehen.
Wir steigen mit Vorfreude auf die Abfahrt die breiten Hänge hinauf zum Hotosse, dann folgt die Querung in den Kessel unterhalb der Magelücke. Der Aufstieg von der Magelücke zum Gipfel ist wegen des windgepressten Schnees eigentlich recht günstig. Aber der zum Sturm angewachsene Wind macht die Sache sehr dramatisch. Kurz unter dem Gipfel geben wir auf und kämpfen darum, ohne Materialverluste die Felle von den Skis zu kriegen und sicher im Rucksack zu verstauen. Zu Fuss geht's dann die letzen Höhenmeter rauf zum Gipfelgruss und zur prächtigen Rundsicht mit Hübschhorn und Monte Leone im Osten, dem Fletschhorn über uns und zur Mischabelgruppe im Westen – um nur die näheren Grossen zu erwähnen.
Das Hinunterfahren läuft besser als erwartet, obschon es auch auf den Gipfelfelsen sonnseitig einige Wasserlachen hat. Zuerst müssen wir uns aber an die neue Schneeart gewöhnen, die man als "angesulzter Neuschnee" bezeichnen könnte. Dann läuft's super, erst im untersten Teil beginnt der Schnee zu harzen.
In der Chluismatte gibt's zum Abschluss eine ausgiebige Rast – und im Zug von Brig sind wir die glücklichen Ersten, die den Bistro-Wagen erwischen...
Rudolf Probst

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Fotos: Peter Wegmüller    

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