Der Wetterbericht ist nicht über alle Zweifel erhaben. Trotzdem machen sich sieben Unentwegte bereits um sieben Uhr morgens auf durchs Emmental in Richtung Sörenberg. Auf der Hirsegg ist der Schnee noch Mangelware und die Temperaturen sind deutlich im positiven Bereich. Deshalb fahren wir per Auto weiter in Richtung Salwideli, vorbei am Wagliseiboden, bis fast zur Ruchweid (1‘385 m.ü.M.). Um 8:40 Uhr haben wir unsere Tourenskier montiert und steigen über den Schlund hoch in Richtung Schrattenfluh. Wir sind recht zügig unterwegs und geniessen die Sicht auf die Berner und Innerschweizer Gipfel. Verschiedene Grautöne zaubern eine eigenartige Stimmung. Oberhalb der Waldgrenze machen wir eine kurze Teepause. Bereits um 11:45 Uhr haben wir unser erstes Tagesziel, den 2‘091 Meter hohen Hengst, erreicht. Anders als prognostiziert, weht kein starker Föhn. Dies erlaubt uns ein gemütliches Picknick gleich unterhalb des Gipfels beim Skidepot. Um halb Zwölf lockt uns dann aber doch der Schnee. Gleich unterhalb des Gipfelhangs treffen wir auf Tomas Samoel und Verena Jegerlehner: Sie haben sich dasselbe lohnende Gipfelziel ausgesucht wie wir. Nach einem kurzen „Schwatz“ fahren wir durch das Tälchen in nordöstlicher Richtung hinunter. Es hat erst zwei oder drei Spuren drin und der Schnee ist „sidesametig“. Zum „Jutze“ schön! Auch die unteren Hänge zur Silwängen sind noch gut zu fahren, obwohl der Schnee mit jedem Meter Abfahrt nasser wird. Die Verhältnisse stimmen und die Gruppe ist fit und motiviert. Deshalb montieren wir unterhalb des Schlundes, auf 1‘450 m.ü.M., nochmals unsere Felle. Wir steigen eine Stunde über die obere Ruchweid zur Chlus hoch. Auf dem 1‘785 Meter hohen vom Wind blank gefegten Pass zwischen dem Böli und der Schrattenfluh empfängt uns um 13:15 Uhr ein zügiger Südwestwind. Wir verweilen deshalb nicht lange und nehmen gleich die zweite Abfahrt in Angriff. Im oberen Teil des Tälchens finden wir erneut perfekten samtweichen Schnee. Der zweite Aufstieg hat sich also gelohnt, auch wenn wir auf den unteren Hängen und im Wald auf „Saugschnee“ treffen, der uns fast aus den Schuhen „lüpft“. Um 14:00 Uhr sind wir zurück bei unseren beiden Autos, die unterdessen im Schneemorast stehen. Den gelungenen Skitag mit rund 1‘040 überwundenen Höhenmetern lassen wir beim letzten Sonnenschein auf der Terrasse des Salwideli-Restaurants ausklingen. Besten Dank an Peter fürs Fahren und an die gesamte Crew für diese gelungen Tour im Entlebuch.

Leitung und Bericht: Andrea Blaser

Teilnehmende: Bernhard Blaser, Eva Cotti, Lisbeth Fahrni, Patrick Kissling, Peter Lanz,
Kurt Neuhaus

 

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