Teilnehmer/innen: Silvia (Tourenleiterin), Gabriela, Giorgio, Thomas

Am frühen Morgen des 12. Oktober traf sich eine kleine, noch etwas verschlafene Gruppe vor dem Bahnhof Thun. Ein gut besetzter Bus brachte uns in dreiviertel Stunden nach Innereriz, wo wir gleich loszogen. Der Wanderweg führte uns zuerst auf die Alp Oberbreitwang. Unterwegs sahen wir eine Musikgruppe, die sich für eine Probe einrichtete. Sie sollte uns noch lange verfolgen.

Ab der Alp nahmen wir den Weg mit seinen fast dreissig Kehren, der uns direkt auf das Trogenhorn leitete. Dank der Guggenmusik, deren Klänge wir auf dem ganzen Weg hören konnte, ging der Aufstieg erstaunlich beschwingt. Die letzten Meter kletterten wir über ein paar einfache Blöcke, und nach knapp zweieinhalb Stunden standen wir bereits auf unserem ersten Gipfel, wo wir uns zu einem frühen Mittagessen niederliessen.

Nachher ging es zuerst wiederum über Blöcke zu einer Einsattelung weiter und dann zu einem breiten, fast senkrechten Kamin, der aber so gut gestuft war, dass uns die dort montierten Leitern mehr im Weg standen, als wir sie wirklich gebraucht hätten. Schon bald standen wir auf unserem zweiten Gipfel, dem Hohgant-West. Nach einem kurzen Abstieg durch steilen Rasen wanderten wir auf einem schmalen Weglein über den Wysschrüzgrat und am Aff vorbei zum Hauptgipfel des Hohgants, wo wir bei einer Rast die schöne Aussicht geniessen durfte.

Eigentlich hatte Silvia geplant, vom Hohgant nach Habkern abzusteigen. Es schien uns aber einfach zu früh, um bereits wieder Richtung Tal zu gehen, und so marschierten wir zuerst einmal zur Hohganthütte weiter. Dort entschieden wir uns nach längerem Werweissen, die Wegspuren Richtung Punkt 1949 und „Grätli“ zu verfolgen. Wir sollten diesen Entscheid nicht bereuen; der Weiterweg war der reinste Genuss, und nur allzu früh waren wir in der Traverse unter dem Brünneligrind und dann auf dem Abstieg Richtung Kemmeriboden.

Im Kemmeribodenbad hatten wir noch Zeit zum Einkehren, bevor uns das Postauto nach Escholzmatt und anschliessend der Zug wieder nach Hause brachte.

Ein herzliches Dankeschön an Silvia für diese eindrückliche und abwechslungsreiche Wanderung!

Thomas Mangold

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