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Tourenleiter: Ueli Brawand

Teilnehmer: Ueli Ramseyer, Ralph Müller, Colette Haas, Kieran Graham, Katja Daetwyler, Barbara von Arx, Corinne Cueni, Christoph Sommer

Am 20. Juli um 0700 trafen die sich die ersten Alpinisten in Burgdorf. In Bern und Kandersteg wurde die Gruppe komplettiert und wir bestiegen gemeinsam die Seilbahn nach Sunnbüel.

Ab Sunnbüel ging es rund ums Gällihore auf den Ueschinegrat und via Schwarzgrätli zum roten Totz. Unterwegs gab es viel zu bestaunen. Zahlreiche Schafe die im Tal weideten, das Tälliseewli und den ehemaligen Tälligletscher. Vor dem Aufstieg zum roten Totz, deponierten wir die Rucksäcke, um gemütlich hinaufzuklettern. Lange verweilten wir nicht, da es doch sehr windig war. Unterwegs zur Lämmerenhütte begegneten wir auch einer grossen Gruppe Steinböcke. Kurz vor der Hütte mussten wir einen kleinen Bergbach überqueren. Einige durchquerten den Bach durchs Wasser, andere über eine kleine Schneebrücke. Uelis Kommentar dazu: beim dritten stürzt Sie ein. Katja war die Leidtragende, die Brücke war zum Glück nicht so hoch, weshalb alle wegen Uelis genauer Prognose in schallendes Gelächter ausbrachen. Bei der Hütte angekommen, wurde das Material deponiert und das Zimmer bezogen. Beim gemütlichen Bier gab Ueli lustige Bergsteiger-Geschichten zum Besten. Einige konnten zum erfrischendem Bad im Bergsee überredet werden.

Nach dem (vorerst) sehr guten Nachtessen, genossen einige den Abend beim Schlummertrunk bevor die Nachtruhe einkehrte. Einige Wanderer nahmen dies nicht so ernst und so musste man diese gezielt darauf aufmerksam machen.

Der nächste Morgen verlief für die Meisten nicht sehr angenehm. Es wurde über Übelkeit und Durchfall geklagt. Ob es womöglich am Abendessen lag sei dahingestellt.

Eigentlich wäre der Aufstieg via Schneehorn auf dem Programm gestanden, aufgrund der Geschwindigkeit der Gruppe am Vortag, entschied sich Ueli für den direkten Aufstieg über den Wildstrubel-Gletscher. Es war noch dunkel und im Schein der Stirnlampen ging es über Geröllfelder hinauf zum Gletscher. Am Gletscher angekommen wurden drei Seilschaften erstellt. Ueli, Kieran und ich stellten die Seilschaftsführer. Etwas um halb 9 erreichten wir den Gipfel des Wildstrubel, die Sicht war jedoch gleich null. Wir entschlossen uns gleich weiterzugehen auf den Lenker Strubel. Die Sicht war besser und lud zum geplanten Verpflegungs-Halt ein.

Auf den Grossstrubel verzichteten wir aufgrund des allgemeinen Konditions- und Magenzustandes.

Der Abstieg verlief sehr steil hinunter über den Aemmertegletscher zum Frühstücksplatz. Da der Sommertouren-weg nicht mehr in einwandfreiem Zustand, sehr steinschlägig und geröllig war, installierte Ueli ein Fixseil damit wir ungefährdet das nächste Schneefeld erreichten. Weiter unten konnten wir uns von den Seilen lösen und die Steigeisen abmontieren. Trotzdem waren noch einige Höhenmeter hinunter zu bezwingen bis wir auf der Engstligenalp ankamen. Unterwegs gab es immer wieder neugierige Kühe und Kälber welche sich von den zahlreichen Wanderern streicheln liessen. Nach dem obligatorischen Bier im Restaurar machten wir uns via Seilbahn, Bus und Zug auf den Heimweg.

Merci an Ueli für die kompetente Leitung und allen Teilnehmern für diese tolle Tour.

 

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