Nur drei statt ursprünglich fünf Tage...

 

Bergführer:     Ueli Bühler

Tourenleiter:  Rolf Stettler

Teilnehmer:    Markus, Simon

 

Route: Samstag: Klein Matterhorn, Schwarztor, Monte Rosa-Hütte

Sonntag: Dufourspitze, wegen eisiger Kälte und Wind abgebrochen

beim Skidepot auf 4350m.ü.M, zurück zur Monte Rosa Hütte

Montag: Aufstieg auf Cima di Jazzi, Abfahrt bis Zermatt

 

Eigentlich wären 5 Tage im Monte Rosa Gebiet geplant gewesen, von Donnerstag-Montag.Einerseits war aber das Wetter am Freitag miserabel, zum Andern war leider die Teilnehmerzahl minimal. Aus diesem Grund entschieden wir, nur 3 Tage zu machen und starteten am Samstag mit dem ersten Tag Richtung Zermatt. Mit der neuen Bahn gelangten wir im Nu aufs Klein Matterhorn. Leider hatte es leichten Nebel und Wind. Wir entschieden, noch etwas abzuwarten und uns im Restaurant zu verpflegen. Die Verhältnisse besserten sich nicht wesentlich als wir Richtung Pollux aufbrachen. Beim Schwarztor mussten wir entscheiden, ob wir den Pollux besteigen wollen oder nicht. Da die Sicht und das Wetter leider immer noch nicht gut waren, entschieden wir, über das Schwarztor abzufahren. Nachdem wir den oberen Bruch am Seil gequert hatten, rüsteten wir um fürs Runterfahren.

Als wir bereit waren zum Abfahren, hellte es auf, die Sonne kam zum Vorschein und die Sicht war plötzlich top. Was uns nun erwartete war einfach nur «obenuse». Wir durchpflügten die ca.20-30cm tiefen Pulverschneehänge als Erste und entjungferten die genialen Hänge bis in die Fläche des Gornergletschers. Es war so genial, bessere Verhältnisse gibt es nicht.

Die Sonne hatte jetzt plötzlich Kraft und der Aufstieg zur Monte Rosahütte wurde schweisstreibend. Der Aufstieg in der Gletscherwelt des Monte Rosagebiets war aber beindruckend und Ueli fand den Weg durch den Gletscher einwandfrei. In der Hütte erwartete uns ein warmer Empfang des Hüttenteams. In den letzten Tagen hatten sie keine Gäste wegen der schlechten Verhältnisse und man merkte förmlich, dass sie froh waren, wieder Gäste zu bewirten.

Am Sonntag war die Dufourspitze unser Ziel. Am Morgen um 6:00Uhr starteten wir in der Hütte. Die Sicht war einigermassen, und die Temperatur zwar kalt, aber noch erträglich. Je weiter wir aufstiegen, wurde es immer kälter. Zwischendurch blies der Wind uns den Schnee ins Gesicht. Leider musste Simon auf ca. 3700 aufgeben, da ihm die Höhe und die Kälte stark zusetzte. Während er zur Hütte abstieg, sind wir weiter Richtung Gipfel aufgestiegen. Es wurde immer kälter und härter. Beim Skidepot auf 4355m.ü.M war es kaum mehr auszuhalten. Es windete stark und die Kälte gingen trotz guter Kleidung bis auf die Knochen. Wir entschieden, auf den Gipfel zu verzichten und abzufahren. Auch alle anderen Seilschaften mussten umkehren, auch wenn einige noch den Versuch starteten, den Grat zu besteigen. Schlussendlich gelang es niemand, bei diesen Verhältnissen. Die Abfahrt durch Pulver pur entschädigte uns aber allemal und liess den fehlenden Gipfelerfolg sofort vergessen. In der Hütte konnten wir dann am Nachmittag unsere durchgefrorenen Knochen wieder aufwärmen.

Am Montag bestiegen wir den Cima di Jazzi bei herrlichem Wetter, zwar immer noch kalt, aber Dank der Sonne und fast windstillen Verhältnissen durchaus erträglich. Die Abfahrt Richtung Zermatt war lang und bei schönem Schnee wunderbar. Da die Bahnen alle schon geschlossen hatten, mussten wir einen Weg suchen, um nach Zermatt abzufahren. Teils etwas abenteuerlich fanden wir einen Weg durch einen Graben nach Zermatt. Nach einer etwa halbstündigen Tragstrecke erreichten das grüne Zermatt. Drei wunderbare Tourentage fanden mit der Zugreise nach Burgdorf ein Ende. Danke an Ueli Bühler für die umsichtige und tolle Führung durch die überaus eindrückliche Gletscherwelt.

 

 

Melde dich mit deinem Benutzer an, um Kommentare zu erstellen.