Lange Traumtour mit eisigem Wind

 

Leiter:

Rolf Stettler

Teilnehmer:

Barbara, Andrea, Christine, Michael, Peter Grogg, Paul, Moritz, André, Jan, Ueli

Route:

Samstag: Ab Simplonpass via Breithornpass auf Monte Leone (3554 m.ü.M) und zurück

Sonntag: ab Simplonpass auf Spitzhori (2737m.ü.M.) und mit Varianten zurück

 

Nachdem wir schon am Freitag Abend auf den Simplonpass angereist waren, hatten wir doch eine einigermassen lange Schlafzeit. Um 05:15 Uhr wurde uns ein reichhaltiges Zmorge serviert von Frau Guntern, der Wirtin des Hotels Simplonblick. Die Sterne schienen, die Temperaturen winterliche -5° bei guter Abstrahlung. Beim Start um 06:00 Uhr war es noch leicht schummrig, doch es wurde rasch heller, als wir Richtung erste Schlüsselstelle aufstiegen. Die Spur in der Schlüsselstelle unterhalb der Felskante des Hübschhorns war recht gut, und so meisterten alle die erste Herausforderung problemlos.

Nun stiegen wir Richtung Breithornpass. Es wurde immer kälter, was man vor allem an den Fingern und dem Gesicht so richtig zu spüren bekam. Zudem zog ein eiskalter Wind um die Ohren. Auf dem Breithornpass wurde der Wind noch zügiger, was das Abfellen erschwerte und die Finger noch klammer werden liessen. Nun traversierten wir über den Alpjergletscher Richtung Monte Leone Grat. Nach einem kurzen Zwischenanstieg erreichten wir das Skidepot, wo wir umrüsteten für den Gratbestieg. Es wurde angeseilt und die Steigeisen montiert. Dann ging es Schritt für Schritt über den herrlichen Grat Richtung Gipfel.

Eigenartigerweise war der Wind auf dem Grat eher geringer, so dass die gefrorenen Glieder langsam auftauten. Alle 4 Seilschaften erreichten den Gipfel bravourös. Nach etlichen Gipfelküssen und Gipfelfotos erfolgte der Abstieg über den Grat, was nicht minder Anspruchsvoll war, als der Aufstieg. Beim Skidepot gönnten wir uns eine längere Verpflegungspause, bevor der Gegenaufstieg Richtung Breithornpass und die Abfahrt erfolgte. Leider war der Schnee im oberen Teil nicht so toll zu fahren, gegen unten fanden wir aber im Schatten Pulverhänge und später Sulzhänge zum fahren. Eine lange Tour ging nach 8.5 Stunden zu Ende und wir konnten an der wärmenden Sonne ein Plättli und Bier geniessen.

Der Wetterbericht für Sonntag war sehr durchzogen und überhaupt nicht verlässlich. Am Morgen war es neblig. So entschieden wir, Richtung Spitzhorli aufzusteigen und abzuwarten, was das Wetter bringt. Beim Aufstieg zeigte sich zwischendurch die Sonne oder der Nebel lichtete sich, bevor es wieder dichter bewölkt war. Beim runterfahren versuchten wir in Variantenhängen nach gutem Schnee, was mehr oder minder gelang. Plötzlich rissen die Wolken mehr auf und die Sonne erwärmte die Gegend sofort. Wir traversierten Richtung Magenhorn und fuhren die schön frisch aufgesulzten Osthänge bis in den Boden der Bergalp. Nach der herrlichen Abfahrt stiegen wir wieder auf zum Hotel auf dem Simplonpass.

Ein wunderbares Tourenwochenende wurde in der Gartenwirtschaft begossen, bevor die Rückreise ins Bernbiet angetreten wurde.

 

 

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