Leiter:

  • Peter Stähli
  • Andrea Blaser
  • Rolf Stettler

Teilnehmer: André Hess, Barbara Bay, Moritz Jakob, Ueli Brawand, Adrian Mischler, Michael Lobsiger, Christine Lobsiger, Paul Schmutz, Jan Bracher, Serena Grassi, Christian Brenn, Alex Spörri

Ursprünglich war die Tour für 6 Teilnehmer ausgeschrieben. Dank der Mitwirkung von Andrea und Rolf können wir ausbauen und mit drei Fünfergruppen starten.

Wir starten kurz nach 0700 Uhr beim PP Vordere Fildrich und steigen im gemässigten Tempo flach Richtung Steibode, überqueren den Bach, der ebenfalls auf den Namen Fildrich hört und steigen etwas steiler durch den Wald zur Alp Mittelberg hoch. Weiter geht es über festen, griffigen und gut tragenden Hartschnee zur Alp Oberberg. Es folgt ein Steilhang zum Obertal, eine erste Gelegenheit, die Harscheisen zu montieren oder zu versuchen, wie es ohne geht.

Im folgenden Flachstück legen wir eine erste Pause ein. Warmes Prachtwetter, Sonnenhüte und Sonnenbrillen lassen Strandatmosphäre aufkommen, es fehlen nur Gelateria und Steelband …

Dann steigen wir in die Mulde westlich des Winterhore, wo der berühmt-berüchtigte Gipfelhang der Männliflue beginnt. Heute ist er uns wohlgesonnen, da schon etwas aufgeweicht und entsprechend griffig. Somit lassen wir das „Leiterlispiel“ bleiben. Alle meistern den Aufstieg ohne nennenswerte Probleme, nach gut 3 h 45‘ stehen alle drei Gruppen auf dem Gipfel. Der Platz wird knapp, denn andere Leute haben auch begriffen, dass heute ein guter Tag für einen Besuch der Männliflue ist.

Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns an die Abfahrt. Der oberste Teil des Gipfelhanges ist stark verkarrt, aber dank der fortgeschrittenen Aufweichung gut zu fahren. Die unteren 2/3 des Gipfelhanges bieten dann schön zu fahrendem Sulzschnee. So geht es unterhalb Obertal weiter, bis wir auf der Alp Oberberg, ca. 1950 m.ü.M., die Steigfelle nochmals aufziehen und uns gegen den Nordhang des Drümännler wenden. Andere Gruppen wundern sich ein wenig, von ferne schaut man uns an wie Zootiere. Es wird sich aber lohnen…

Ich lege eine Spur quer durch den ganzen Hang, um den Sektor mit dem besten Schnee zu erspüren. So landen wir schliesslich etwas westlich des Couloirs, das ich eigentlich anvisieren wollte, an einem Felssporn. Nun folgen gut 300 Höhenmeter Pulverabfahrt zu den Alphütten von Oberberg. Nur wenn man den günstigen Sektor verlässt, will der Schnee nicht tragen. Unten heraus geht der Schnee fast nahtlos wieder in Sulz über. Via Mittelberg und über den Bach gelangen wir zurück in die Chiley, durchgehend über schöne Sulzhänge. Nach knapp 7 h 30‘ sind wir wieder bei den Autos, um ca. 1600 Höhenmeter reicher. Im Hirschen Oey-Diemtigen lassen wir die Tour beim obligaten Umtrunk ausklingen.

Nur dank wirklich günstigen Verhältnissen, hilfsbereiten Leiterkollegen und durchgehend starken Teilnehmern sind solche Touren überhaupt möglich. Chapeau und allen herzlichen Dank für den Beitrag zum Gelingen dieser unvergesslichen Tour!

 

 

 

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