Etwas verkürzt... Eigentlich wären wir nach Plan schon am Freitag gestartet. Doch das Wetter, und vor allem die Lawinensituation (Stufe 4 gross) liessen auch einen Hüttenzustieg nicht zu.

Leiter:

Rolf Stettler

Teilnehmer:

Barbara, Peter, Fränzi, Gabi, Adrian, Markus, Trudi, Markus, Ueli

Route Samstag:

ab Sunnbüel-Schwarenbach-Daubensee-Lämmerenboden in Lämmerenhütte - Zusatztour von Lämmerehütte über Lämmeretal bis Rote Totzlücke und zurück

Route Sonntag

Lämmerenhütte-Wildstrubel Mittelgipfel 3242m.ü.M, Abfahrt über Normalroute bis Lämmerenhütte, über Rote Totzlücke durchs Ueschenetal bis Kandersteg

Fotos:

Gabi und Peter

Wir reisten am Samstag früh mit dem ÖV nach Kandersteg. Die Lawinensituation war immer noch angespannt. Vor allem der Wind hatte ganze Arbeit geleistet und den Schnee eindrücklich verfrachtet. Aus diesem Grund mussten wir leider auch unseren Plan vom Daubenhorn korrigieren. Vom Lämmerenboden her sahen wir viele geladene angrenzende Steilhänge, so dass es uns zu riskant war, Richtung Daubenhorn aufzusteigen. In der Lämmerenhütte angekommen, zeigte sich, dass unser Entscheid richtig war. Ein Schneerutsch aus der Nordflanke ging runter bis in den Bereich der Aufstiegsroute. Da wir noch keine Abfahrt geniessen konnten, sind ein paar noch zur Roten Totz Lücke aufgestiegen, um den frischen, aber doch etwas windgepressten Schnee zu durchpflügen, während die anderen in der Hütte die Küche oder die Matratzen testeten.

Die neue umgebaute Lämmerenhütte ist wirklich eine ganz durchdachte, geräumige und heimelige Hütte geworden. Das Hüttenteam sehr motiviert und zuvorkommend und ausserordentlich freundlich. Wirklich vorbildlich.

Am Sonntag um 07:30 Uhr starteten wir bei ziemlichem Wind, aber relativ warmen Temperauren Richtung Wildstrubel. Kurz vor 10 Uhr erreichten wir den Gipfel. Der Wind begleitete uns stetig. Auf dem Gipfel war er sogar sehr stark, so dass wir nur eine ganz kurze Gipfelrast einlegten. Die Abfahrt durch den frischen, aber gepressten Schnee ging erstaunlich gut und war widererwarten schön zu fahren. So erreichten wir die Hütte kurz vor 11 Uhr und verpflegten uns mit Kaffee und Kuchen. Anschliessend nahmen wir den stündigen Aufstieg Richtung Rote Totz Lücke in Angriff und machten uns anschliessend für die lange Abfahrt durchs Ueschenental bereit. Ein wunderschönes, einsames Tal. Wir waren ganz alleine unterwegs und der Schnee war herrlich. Beim Schwarzgrätli war der Steilhang genial zu fahren. Je tiefer wir dann kamen, desto nasser und plüttriger wurde der Schnee. Dies störte aber nicht gross. Bis auf eine ganz kurze Tragstrecke über ein Grasbitz, konnten wir bis Kandersteg alles fahren. Ein wunderbares Wochenende ging zu Ende mit einem kühlen Bier und der Zugreise nach Burgdorf. Danke allen Teilnehmern für das schöne Wochenende.

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