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26. Februar - 2. März 2019

Leitung: Fritz Keusen

Bergführer: Fritz Zumbach

Teilnehmer Innen: Verena, Luzia, Peter, Jürg, Annemarie, Beat, Urs, Christoph, Ruedi, Brigitte, Rinaldo, Urs

Sonntag

Schon früh am Morgen besteigen wir in Burgdorf den Zug so dass wir bereits vor dem Mittag in St. Antönien Rüti (1'460m) eintreffen. Nach dem freundlichen Empfang von John, unser Gastgeber für die kommende Woche, brechen wir zu einer ersten Skitour auf. Unter der bewährten Führung von Fritz Zumbach ziehen wir los in Richtung Spitzenbüel. Die vielen alten Lawinenabgänge stimmen uns etwas nachdenklich. In St. Antönien sind im Januar ausserordentlich grosse Schneemengen gefallen. 

Nach einer kurzen Einführung in die Technik der Spitzkehre beenden wir im Schollbergmeder (2’064m) den Aufstieg. Das reicht für heute. Bestens gelaunt und gut vorbereitet für die nächsten Touren fahren wir zurück ins Hotel Büel.

Montag     

Nach einer klaren Nacht brechen wir recht früh auf in Richtung Partnun. Eine wunderbare Morgenstimmung und die Aussicht auf einen sehr sonnigen Tag lassen uns den Talweg etwas kürzer erscheinen. Mit aufgesetzten Harscheisen und der genialen Spur von Fritz, bewältigen wir problemlos die Steilstufe zum Tälli. Gemächlich aber stetig ziehen wir weiter zu unserem heutigen Gipfel, dem Rotspitz (2’516m). Bei der Abfahrt suchen wir die besten Stellen in den bereits arg verfahrenen Hängen. Es hat halt schon lange nicht mehr geschneit. Der Talweg nach St. Antönien wird ab 14:00 Uhr wegen Lawinengefahr gesperrt. Deshalb müssen wir auf den Kaffeehalt in Partnun verzichten.

Dienstag  

Ein strahlend schöner klarer Morgen begrüsst uns. Zudem sind die Wetterprognosen für die nächsten Tage sehr gut. Gutgelaunt benützen wir den Schneeschutrail in Richtung Engi. Heimtückisch sind einzig die ausser-ordentlich stark vereisten kurzen Wegpassagen. Die Harscheisen sind auf dem ganzen Aufstieg sehr hilfreich. Ca. um 11.00 Uhr erreichen wir den Eggberg (2’201m), unser heutiges Ziel. 

Nach einer kurzen Lagebeurteilung entscheidet sich Fritz Zumbach für die südliche Abfahrtsvariante. Hier werden wir belohnt mit 2 cm weichem Sulzschnee auf harter Unterlage. Ein grossartiges Abfahrtsvergnügen. Von der Hauptstrasse in Ascharina bringt uns das Postauto wieder zurück nach St. Antönien.

Mittwoch  

Heute wollen wir auf den Schafberg (2’455m). Früh am Morgen schreiten wir erneut durch das lange Partnuntal. Im Untersäss geht es dann steil hinauf zur Alp Garschina. Wir geniessen die wärmende Sonne und die schöne Stimmung auf dem Weg zur Garschinafurgga. Nur kurze Zeit stören uns die „Stogglen“ an den Fellen. Auf dem letzten Aufstieg zum Schafberg heizt die Sonne so richtig ein. Trotzdem erreichen alle gut gelaunt den Gipfel. Die Abfahrt durch den sehr schönen Sulzschnee wird zum Genuss pur. Der heftige Sturz eines übermütigen Teilnehmers verläuft glücklicherweise recht glimpflich.

Donnerstag     

Heute brechen wir auf durch das Alpeltitälli zum Skigipfel Riedchopf (2’538m). Im Schatten ist es noch recht frisch. Die Unterlage ist hart und gefroren. Schon bald werden die Harscheisen montiert. Einmal mehr begleiten uns grosse Lawinenabgänge. Dank der äusserst geschickten Spuranlage von Fritz überwinden alle gekonnt die Steilstufe. Vorbei am St. Antönierjoch ziehen wir gemütlich weiter auf den Gipfel. Die wärmende Sonne und die grossartige Fernsicht lassen uns fast vergessen, dass wir frühzeitig wieder unten sein sollten. Die Abfahrt ist teilweise sulzig, aber mehrheitlich recht ruppig.

Freitag  

Das Wetter hat gewechselt. Von Westen ziehen Wolken auf und es ist recht warm. Trotzdem schnallen wir die Skis an und fahren direkt vom Hotel nach St. Antönien. Wir möchten auf das Chrüz (2’195m). Beim Skilift erreichen wir die im Wildschutzgebiet vorgegebene Aufstiegsroute. Es schneit immer heftiger. Oberhalb der Waldgrenze wird der Nebel immer dichter und die Sicht entsprechend schlechter. Auf der Alp Valpun (1’882m) entscheiden wir uns für den Abbruch der Tour. Allerdings fahren wir nicht zurück nach St. Antönien, sondern hinab nach Pany (1’259m). In einer Pizzeria, mit Bier, Most, Kaffee und natürlich auch mit einigen Pizzas lassen wir die Tour ausklingen.

Samstag   

Eine erlebnisreiche Tourenwoche geht zu Ende. Einmal mehr hat uns Fritz Zumbach mit seiner zurückhaltenden und professionellen Art zu sehr schönen Tourenerlebnissen geführt. Vielen Dank!

In spezieller Erinnerung wird uns auch das Hotel Büel bleiben. Hier hat uns John als emsiger und liebenswürdiger Gastgeber ausserordentlich gut betreut. Das Hotel bleibt ab Ende März für immer geschlossen.  

Nachdem ich bereits für das Jahr 2019 meinen Rücktritt als Skitourenleiter bekannt gegeben habe, ist nun auch meine letzte Tourenwoche bereits Geschichte. 

Es freut mich jedoch sehr, dass Peter Gfeller bereit ist diese Skitourenwoche weiterhin zu organisieren.  

 

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