Leiter: 

Peter Stähli (Sportlergruppe)

Peter Lanz (mittlere Gruppe)

Roger Danthine (gemütliche Gruppe)

Teilnehmer: 

Michael Lobsiger, Andy Hauser, Andrea Blaser, Gabi Rutschmann, Lisbeth Fahrni, André Hess, Barbara Bay, Peter Grogg, Verena Jegerlehner, Tomas Samoel, Rolf Stettler, Trudi Stäuber, Peter Gfeller, Ueli Brawand, Markus Breitenstein, Giorgio Tedde

 

Samstag, 2. Februar 2019

Um 09.00 Uhr treffen wir auf der Schwarzwaldalp ein, wo wir uns vorerst einen Kaffee gönnen. Auch bei Sportlern liegt so viel Gemütlichkeit drin. Dann machen sich die Gruppen an ihre Touren. 

 

Sportlergruppe: Wir nehmen zunächst den Wildgärst in Angriff und wollen nach diesem Gipfel fortlaufend entscheiden, was als Nächstes angegangen wird. Bei Wetterverhältnissen, die die Erwartungen deutlich übertreffen, starten wir über die direkte Route in Richtung Alp Pfanni, wo wir Peters mittlere Gruppe einholen. Ab hier ist nun Spurarbeit angesagt. Nach einer guten Stunde sind wir auf der Alp Breitenboden. Bei der folgenden Steilstufe ist eine vorsichtige Routenwahl erforderlich, doch das Gelände erlaubt eine ebenso sichere wie ökonomische Routenwahl. Etwas schweisstreibend wird die Sache aber schon. Planmässig erreichen wir das Schrybershörnli, wo wir nach etwas mehr als 2 Stunden Marschzeit eine erste Pause einlegen. Der Übergang aufs Blau Gletscherli gelingt problemlos, da im Südhang, der zu queren ist, kein Triebschnee liegt. Der weitere Aufstieg zur Wart ist einfach. Ich spure direkt und ohne Schnörkel. Wie häufig ist der Gipfelhang abgeblasen. Deshalb machen wir Ski- und für die Teilnehmer Rucksackdepot und besteigen den Gipfel zu Fuss, ganz nach dem Prinzip „go light go fast“. Ca. 3 Stunden und 25 Minuten nach dem Start sind wir oben und geniessen bei überraschend milden Verhältnissen die traumhafte Rundsicht vom Wildgärst. Nach dem Abstieg zur Wart entscheiden wir uns für eine Abfahrt in Richtung Häxeseewli, d.h. westlich der Wart. Zwar sind die Hänge etwas flach, doch bieten sie eine erste schöne Abfahrt in unberührtem Pulverschnee. Wieder zurück auf der Wart gönnen wir uns eine Kaffee-Kirsch-und-Güezi-Pause (gibt es auch in einer Sportlergruppe), die uns den Pep für die nächste Abfahrt gibt. Wir folgen der Aufstiegsroute, eine Abfahrt, die eine landschaftlich sehr schöne und abwechslungsreiche Alternative zur populären Wischbääch-Route bietet. Auch hier haben wir „first line“ und ziehen unsere Spur durch Hänge, die mit Ausnahme der Aufstiegsspur noch unberührt sind. Zurück auf Breitenboden entscheiden wir, noch den Bandspitz anzuhängen. Im Steilhang, der zuerst zu überwinden ist, liegt kein Triebschnee. Dies und der Umstand, dass der Hang immer sofort nach Schneefällen komplett zerfahren ist, erlaubt eine sichere Begehung. Der weitere Aufstieg erfolgt über eine bestehende, sehr gut angelegte Spur. Kurz nach 1600 Uhr erreichen wir den Gipfel. Traumhaft die Stimmung um den Eiger mit Nebelmeer über Grindelwald, Wolkenfetzen und der vorabendlich scheinenden Sonne, die immer wieder durchdringt! Wir haben Glück und ein leichter Nebel, der den Hang zu verhüllen beginnt, verzieht sich nochmals. Der ganze Hang zeigt gerade 3 Abfahrtsspuren, so dass wir weitgehend unberührten Pulverschnee geniessen. Über Pfanni, wo wir einige wenige Höhenmeter eine Nebelbank durchfahren, führt unsere Abfahrtsroute zurück zum Hotel Schwarzwaldalp. Kurz vor 1700 Uhr kommen wir an, um ca. 2020 Höhenmeter reicher. Wirklich eine Sportlertour. Der Durst ist gross und die Gruppe stürzt sich ins Apéro. Chapeau allen Teilnehmern!

 

Mittlere Gruppe: Kurz vor der Sportlergruppe sind wir um 09:20 Uhr auf der Schwarzwaldalp in Richtung Wildgänse gestartet. Bei Pfanni begrüsste uns die Sonne. Während wir unser Tenue erleichterten überholte uns die schnelle Gruppe. In zügigem Tempo stiegen wir zum Punkt 2008 auf. Während einer kurzen Rast beobachteten wir Peter Stähli wie er eine perfekte Spur in Richtung Hagelseewli legte. In der vorgegebenen tollen Spur stiegen wir weiter Richtung Schrybershörnli. In der Traverse zum Blau Gletscherli beobachteten wir die unverspurten Häng ins Wischbääch, um die Abfahrtsroute zu bestimmen. Über das Blau Gletscherli erreichten wir die Wart wo es erstaunlicherweise windstill war. Wir deponierten Ski und Rucksäcke und nahmen die letzten knapp 200 Höhenmeter zu Fuss in Angriff

Auf halbem Weg zum Gipfel kreuzten wir die Sportlergruppe. Nach rund 4Stunden 10 Minuten erreichten wir den Gipfel. Da in der Zwischenzeit etwas mehr dünne Wolken aufgezogen waren, frischte der Wind zunehmend auf. Dadurch viel die Gipfelrast eher kurz aus. Zurück bei den Rucksäcken gönnten wir uns eine längere Verpflegungspause.

Die Abfahrt führte uns über traumhafte Pulverhänge in Wischbääch-Täli. Leider wurde die Sicht zunehmend diffuser, was unser Abfahrtstempo etwas drosselte.

Über den Punkt 1940 erreichten wir wie vorgeschrieben (Umfahrung der Wildschutzzone) den Schneeschuhtrail . Durch ein Waldstück und diverse schöne Pulverhänge trafen wir bei Punkt 1617 auf die Strasse zur Grossen Scheidegg. In Mitten von Schlittlern fuhren wir in rassigem Tempo zurück auf die Schwarzwaldalp. Hier genossen wir im Restaurant Suppe, Käseschnitten usw.  Zimmerbezug, düschele, relaxen und „apéröle" waren angesagt. 

Der Wildgärst war wieder mal ein tolles Tourenerlebnis.

 

Gemütliche Gruppe: klein aber auch fein, war das Motto der gemütlichen Gruppe. Zur gleichen Zeit wie die Wildgärst-Gruppen brachen wir auf der Schwarzwaldalp auf. Unser Weg führte uns aber auf die andere Seite vom Pfannibach, wo wir in Richtung Grindelgrat aufstiegen. Nach etwa einer Stunde Aufstieg erreichten wir die Alphütte der Schotten auf 1756m, die zu einem ersten Verweilen an der Sonne einlud. Etwa 20 Min. Stunde später brachen wir wieder auf und stiegen weiter über das «alte Läger» auf die Alp Grindel hinauf. Bis auf eine weitere Zweiergruppe, waren wir ziemlich allein unterwegs. Kurz vor ein Uhr erreichten wir schliesslich den Grindelgrat auf 2392m. Am Himmel zeichneten sich nun erste Wolken ab und es wehte ein recht kühler Wind. So machten wir uns bald zur Abfahrt bereit, welche sich vor allem in den oberen Hängen als lohnend herausstellte. Die Hänge waren noch unverfahren und der Schnee schön locker. Erst weiter unten wurde er etwas schwerer, war aber immer noch gut genug für ein paar Schwünge. Schliesslich erreichten wir als erste der drei Gruppen wieder die Schwarzwaldalp unten konnten uns auf den Zimmern schon mal gemütlich einrichten.

 

Sonntag, 3. Februar 2019

Das Wetter ist heute so schlecht wie vorausgesagt. Bewölkung, Gipfel verhangen und starker Schneefall. Wir brunchen gemütlich und starten um 0930 Uhr Richtung Grosse Scheidegg. Alle drei Gruppen wollen heute dasselbe: Gemütlich aufsteigen, Hauptsache draussen sein. Über den romantisch angelegten Schneeschuhtrail gelangen wir durch tiefverschneiten Tannenwald zum letzten Hang vor der Grossen Scheidegg, den wir über die Passstrasse ersteigen. Beim – geschlossenen – Restaurant bietet eine Balkonterrasse etwas Schutz vor dem Schneefall und dem aufkommenden Wind, so dass wir hier in Ruhe picknicken können. Haslikuchen, Kaffee und Kirsch machen die Runde. Auf eine Zusatzschlaufe zu den Chüemattenhubla verzichten wir gerne, da das Wetter immer trüber wird. Vorerst über die Passstrasse und dann über die Aufstiegsspur fahren wir ab zur Schwarzwaldalp, wo wir nach rund dreieinhalb Stunden ankommen. Im Hotel Schwarzwaldalp, das uns auch an diesem Wochenende ausgezeichnet bewirtet, lassen wir das Tourenwochenende bei einem gemütlichen Umtrunk ausklingen. 

Herzlichen Dank allen fürs Mitmachen!

 

 

 

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