Leitung: Beni Herde
Teilnehmer: Andrea Blaser, Markus Breitenstein, Bernhard Manz, Jakob Schibli, Fritz Tanner

Für Fritz und für mich (mit dabei war damals auch Willy Gerber) sind die Heftizähne und das Heftihüttli mit vielen Erinnerungen verbunden.

Etwa um 1961, also vor 57 Jahren begann dort oben unser Bergsteigerleben. Viele Male haben wir die Zacken von Ost nach West überklettert, dann von West nach Ost, immer mit den schweren Bergschuhen, manchmal mit den Schischuhen, wenn’s gerade Winter war. Immer wieder dachten wir, wir seien die ersten im Jahr, die oben beim Kreuz sassen, aber ein gewisser Geni Albisser war immer schon vor uns dort. Der kam aber «nur» von Wolhusen und musste nicht wie wir, mit dem Velo von Oberburg aus ins Hilferental radeln. Dank uns wurde das Heftihüttli in diesen Jahren kein Raub der Flammen. Gerechterweise muss ich anfügen, dass WIR es mit dem Benzinkocher der Hütte beinahe angezündet hatten. Jugenderinnerungen!

Heute steht dass Heftihüttli immer noch dort oben an seinem wunderschönen Ort. In nächster Nähe viele schöne Kletterrouten, man könnte vom Bett aus den Seilersten sichern. Stellt man sein Auge auf Fernsicht, breitet sich gegen Süden der ganze Alpenbogen aus und oben auf den Zähnen hat man eine Rundsicht, vom Schwarzwald über den Säntis, Berneralpen, Montblanc, Chasseral bis wieder zum Schwarzwald.

In den Jahren seit 1961 hatte sich doch einiges geändert. Wir fuhren nun bequem mit dem Auto bis auf den Hilferenpass, mussten damit einige Meter weniger hochsteigen. Markus mit langen Schritten voran, ich etwas kurzatmiger mit Abstand hinten nach. So stiegen wir über die Weiden und dann lange, langsam ansteigend im Schatten über die steilen Halden der Nordseite, zum Übergang kurz vor der Hütte. Was für ein Tag, angenehm warm, wunderbar klare Sicht und viele Kletterrouten, die die meisten von uns nicht kannten. Beni hatte die Topos kopiert und wir diskutierten, wo jede der drei Seilschaften mit dem Klettern beginnen sollte. Schnell fanden wir heraus, dass die Aufstiege gut gesichert waren, die Felsen, Griffe und Tritte prächtig und die Routen sehr, sehr steil waren. Wie damals überquerten wir die Zähne von Ost nach West, kletterten hinauf und wieder hinunter oder seilten uns in die nächste Scharte ab. Wir vergnügten uns an der Ostkante, der Kreuzkante, am Sugus, dem Orgelwändli und schlussendlich wurde Fritz vom «Tüfeli gschüpft» und bewältigte auch noch den Tüüfeler direkt neben der Hütte. Fränzi die Hütenwartin und ihre Mannschaft waren gerade am Hüttenputz und Einwintern. Mit einem kurzen Brennholztransport verdienten wir zum Abschluss noch einen Hüttenkaffee. In der Abendsonne stiegen wir wieder über die steilen Hänge hinunter, diesmal von Westen her beleuchtet und freuten uns an der schönen Stimmung.

Die Heftizähne waren für uns wie eine Neuentdeckung. Die schönen Routen, die Aussicht und nicht zuletzt das gemütliche Heftihüttli waren für uns ein Päckli, das wir uns gerne wieder einmal schenken möchten. Herzlichen Dank an Beni, der dieses Ausklettern organisiert hatte und uns allen viel Freude bereitet hat.

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