Hochtouren- und Alpinwanderwoche im Urnerland

 

Leitung: Beni Herde
Teilnehmer: Jakob, Christoph, Bruno

 

1. Tag

Mit der Bahn fuhren wir über Luzern nach Erstfeld. Mit dem ziemlich vollen Bus fuhren wir nach Ischgl (alias Intschi) im Urnerland. Mit einer typisch Urnerischen Kleinseilbahn fuhren wir zum Arnisee. Wir nahmen den Höhenweg über den Sunnig Grat zur Leutschach Hütte. Auf dem Grat stiegen wir zum Gipfelkreuz um die Aussicht auf das Reusstal und die zahlreichen Gipfel zu geniessen. Nach dem obligaten Kuchen in der Leutschach Hütte, stiegen wir noch zum Obersee bei der Hütte auf, um noch etwas Klettern zu gehen. Für die Bergschuhe gab es nur wenige kurze Kletterrouten. Wir mussten beim Abseilen darauf achten, dass die Seile nicht in den See fielen und nass wurden.

 

2. Tag

Über den Leidseepass stiegen wir zum Leidsee. Auf dem Pass deponierten wir die Rucksäcke um den Jakobiger zu besteigen. Jakob wusste gar nicht, dass es einen Berg mit seinem Namen gibt. Bei dieser tollen Aussicht hat sich der Abstecher wirklich gelohnt. Auf dem Weg zur Krönten Hütte haben wir einer der Hüttenwarte der Spannort Hütte getroffen. Wir unterhielten uns über Hütten Architektur und dass wir leider nur für einen Kuchen vorbei kommen könne. Er meinte, dann dass er es dem Partner mitteilen würde. Nach dem herzlichen Empfang in der Krönten Hütte und der Stärkung mit Kuchen, gingen wir zum Obersee bei der Krönten Hütte. Nach der Erfrischung im kalten See, genossen wir noch etwas die tolle Aussicht und Sonne. Am Abend wurden wir mit einem hervorragenden Dreigänger verwöhnt, mit frischen Salat und Kräutern aus dem Hüttengarten und einem sehr schön dekorierten Dessert.

 

3. Tag

Im Schein der Taschenlampe stiegen wir zum Graw Stock. Auf den letzten Metern zum Gletscher war es dann schon hell geworden. Der Glatt Firn war aper und es gab fast keine Spalten. So konnten wir ohne Seil gehen. Nach einer kürzeren Strecke auf Fels machten wir ein Rucksackdepot direkt unter der Steilwand des Krönten. Wir erklimmten den Gipfel hintenrum über die etwas einfacher Kletterroute, als der direkte Weg durch den Kamin. Auf dem Gipfel hatten wir eine fantastische Rundsicht auf (fast) alle Gipfel der Alpen. Vom Gipfel konnten wir uns direkt zum Depot abseilen. In der Krönten Hütte wartete der Kuchen schon auf uns. Erfrischt haben wir uns dann im Hütten Pool im frischen Bergwasser. Da nur wenig Gäste in der Hütte waren, hatten wir alle zusammen an einen Tisch platz beim Abendessen. Das Essen war wieder vorzüglich und mit viel Liebe zubereitet. Nach dem Essen setzte sich die Hüttenwartin zu uns. Trotz der spannenden Diskussionen gingen wir zu Zeiten ins Bett, da wir wieder früh aufstehen wollten. In der Nacht zog ein Gewitter auf und zwei Mal donnerte es gewaltig.

 

4. Tag

Am letzten Tag stiegen wir um die gleiche Zeit zum gleichen Einstiegspunkt auf dem Gletscher. Da es auf dem Weg zum Spannortjoch wesentlich mehr Spalten hatte, bildeten wir zwei Zweierseilschaften. Dank der „hervorragenden“ Routenwahl kamen wir zügig und sehr sicher um die Spalten herum. Unterhalb einer Felswand machten wir ein Materialdepot. Nach etwas Suchen und Spurenlesen fanden wir den Einstieg in die erste Kletterpartie. Nach ein paar Geröllfelder und weiteren Kletterpartien erreichten wir den Gipfel des Gross Spannort. Die Sicht war etwas eingeschränkt, da das Wetter am umschlagen war. Beim Abstieg kamen wir beim letzten Abseilen genau beim Depot runter. Beim Abstieg auf dem Gletscher zur Schlossberglücke bildeten wir eine Viererseilschaft. Wieder fand Beni eine „hervorragende“ und sichere Route an den Spalten und an den Steinen und Felsbrocken, die von der steilen Ost Flanke des Gross Spannort runter kamen, vorbei. Mit einem steilen Abstieg erreichten wir die Spannort Hütte, wo wir bereits zum Kuchen erwartet worden waren. Während der Verpflegung fing es an zu regnen. Auf dem weiteren Abstieg konnten wir aber schon bald die Regenjacke wieder ausziehen. Der Weg bis zur Talstation der Fürenalp Bahn zog sich schon noch etwas. Es reichte aber ohne Problem auf den letzten Bus. Auf der Rückfahrt mit der Bahn von Engelberg aus, regnete es dann teilweise heftig.

Vielen Dank an Beni für die Organisation und Durchführung der super schönen und Woche!

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