Wie jedes Jahr organisierte Beni Herde die Plaisir-Kletterwoche mit dem SAC Burgdorf. In diesem Jahr ging es ins Alpsteingebirge.

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Tourenleiter Bernhard Herde, Fritz Tanner
Teilnehmer Bernhard Manz, Markus Breitenstein, Werner Badertscher (SAC Emmental), Christoph Gubser

 

 

Fotos Christoph Gubser, Bernhard Manz, Werner Badertscher
Autor Christoph Gubser

 

1.Tag  Anreise nach Amden und klettern am Mattstock.

Gutgelaunt machten wir uns mit 2 Autos auf den doch recht langen Weg nach Amden. In Anbetracht der nicht gerade besten Wetteraussichten, sollte sich dieses Vorhaben noch als günstig erweisen. Ziel war der Mattstock den wir mit Unterstützung eines behäbigen Sessellifts und anschliessender 1.5 stündigem Aufstieg erreichten. Die Südostausgerichtete Platte forderte uns bereits zu Beginn ungewohnt heraus. Die scharfkantigen Wasserrillen erforderten doch einiges an Angewöhnung und auch die Hackenabstände waren durchaus beachtlich. Immer zu zweit, kletterten wir gleichzeitig auf 3 Routen mit einer Länge von 4-5 Seillängen. Beni und Bernhard an einer beachtlichen Variante im Bereich 5c , Christoph und Markus an der Südostwandplatte 5a und Fritz und Werner auf der Route -en andere Wäg- 5c. Da sich die Schlechtwetterfront immer dunkler und bedrohlicher über das Glarnerland in unsere Richtung verschob liessen wir es nach dem mehrfachen Abseilen bei dieser Kletterei bewenden. Kaum auf dem Lift kam auch schon der Regen. Auf der Fahrt nach Wildhaus in unser Hotel -Schönenboden- klarte es auf und es bot sich ein Bad im romantischen Schönenbodenseeli an.

2 Tag: Klettern im Gebiet Stoos –Gandor

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir via Unterwasser zu Alp Laui wo die Autos parkiert wurden. Nach etwas mehr als 1 Stunde erreichten wir die Platten von Gandor. Das Wetter war uns leider nicht wohlgesonnen und wir mussten nach ein paar zwar genüsslichen, aber halt doch kurzer Kletterei den Klettertag abbrechen. Wieder begann es zu regnen und nass aber doch zufrieden stiegen wir alsdann wieder in unsere Autos.

3. Tag: Wegen Dauerregen besuch Kletterhallte Chur

Schlechtwetter war angesagt und so entschlossen wir uns die Kletteraktivitäten in die Kletterhalle nach Chur zu verlegen. Eine sehr schöne und gut eingerichtete Halle welche uns sehr viel Freude und Genuss brachte.

4. Tag: Klettern im Gebiet Schattenwand (Morgen) und Ungüür (Nachmittag)

Wieder fuhren wir auf die Alp Laui und stiegen diesmal zur Alp Mutteli hoch. Unweit dieser, liegen die Kletterwände der Schattenwand wo wir den am Morgen klettern wollten. Die leider etwas grasigen Routen waren vom gestrigen Dauerregen nicht nur nass und glitschig sondern boten auch keine Genusskletterei. Zudem spärlich und teilweise auch fragwürdige eingerichtet, zogen wir es vor den Nachmittag im Bereich Ungüür ausklingen zu lassen. Hier waren Fels und Routen ok wenn auch ungewohnt streng bewertet. Kletterten wir normalerweise ein 5b plaisirhaft so boten sich 4c Routen als fast zu schwierig an. Jedenfalls für Markus und mich. Fritz der Draufgänger tobte sich sogar in einer 5c aus. Jedenfalls hielt das Wetter und so gesehen war der Tag trotzdem ein Erlebnis.

5. Tag: Schafbergkante danach Rückreise

Der letzte Tag sollte auch zugleich die Krönung bedeuten. Das Wetter strahlend, die vorgesehene Klettertour versprach zudem Genuss und Erlebnis. Wir stiegen nach kurzer Bahnfahrt nach Gamplüt hinauf zu Einstieg der langen Schafbergkante (5b) . Schon nach der ersten Seillänge ging es richtig zur Sache. Verschneidung abgespeckt , wenig Hacken, fordernd und doch genüsslicher Kalk schraubte sich die Route über mehrere Seillängen an der aussichtsreichen Kante in den Himmel. Ab und zu musste selbst eine Sicherung gelegt werden, wollte man nicht in kauf nehmen 20 oder gar 30m zu fliegen. Die eigentliche Schlüsselstelle allerdings war gut abgesichert und machten aus dem 5c ein 5a oder so. Aber eigentlich gilt für die gesamte Route auch eine strenge Bewertung.

Der letzte Tag, der schönste Tag, so gesehen ging eine trotz zum Teil widrigem Wetter eine tolle Woche zu Ende.

Fazit aus meiner Sicht:

Wetterbedingt etwas durchzogene Klettereien. Tolle und angenehme Kameradschaft. Gutes und günstiges Hotel mit ausgezeichneter Küche. Schlusstour gleich Königstour.

Besonderen Dank geht an Beni und Fritz fürs Organisieren.

 

 

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