Der Nebel als leichter Spielverderber...

 

 

Leiter:

Rolf Stettler

Teilnehmer:

Peter L, Fränzi, Lisbeth, Peter G, Paul, Peter Gf.

Routen:

1. Tag Freitagmittag Anreise nach Saas-Fee, mit Felskinn Bahn auf Felskinn. Aufstieg zu Britanniahütte 3030m.ü.M

2. Tag Aufstieg Strahlhorn über Adlerpass, Abfahrt bis Saas-Fee, Heimreise

Voller Zuversicht starteten wir am Samstag um 05:40 bei der Britanniahütte Richtung Strahlhorn. Nachdem wir einen angenehmen Aufenthalt in der zu ca.1/3 gefüllten Hütte verbracht und bei genügend Platz gut geschlafen hatten, brachen wir am Sonntagmorgen auf. Das Wetter war beim Start noch bewölkt, aber man sah schon blaue Löcher durchschimmern. Das Wetter sollte uns demnach keine Hinderung für den Gipfelerfolg sein. Etwas ungewiss war eher die Lawinensituation. Im Gebiet herrschte Stufe erheblich, was beim Adlerpass eine gewisse defensive Routenwahl bedeuten würde.

Auf dem Weg über den Allalingletscher riss die Wolkendecke rasch auf und die Morgensonne wärmte unsere Glieder. Der frische Neuschnee der vergangenen Tage wurde mit jedem Höhenmeter immer besser und lockerer. Als erste Gruppe erreichten wir den Adlerpass und fanden über eine ideale Rampe auf den Grat des Passes. Wir konnten sogar mit den Skiern mit einigen Kehren über den Grat steigen und dann geschah das Unerwartete: plötzlich wurden wir vom Nebel umhüllt, was uns im ersten Moment nicht sonderlich beunruhigte. Wir rechneten damit, dass sich der Nebel so rasch wie er gekommen war, wieder verziehen würde. Doch leider wurde es immer schlimmer. Mit navigieren über GPS stiegen wir weiter, zwischendurch warteten wir etwas ab. Wir sahen sogar ab und zu die Sonne leicht durchschimmern, bevor alles doch wieder zu war. Etwa 50 Höhenmeter unter dem Gipfel entschieden wir abzubrechen, da die Sicht mittlerweile Null war und es meiner Ansicht nach zu gefährlich war, so über den Gipfelgrat zu steigen. Schön langsam, damit niemand verloren ging, fuhren wir durch den Nebel ab, über den Grat des Adlerpasses rutschten wir vorsichtig ab, um nicht in die Lawinenhänge zu gelangen. Unterhalb des Adlerpasses war dann die Sicht wieder besser. Dort konnten wir nun durch den schönen Schnee unsere Spuren ziehen und es zauberte wieder allen Teilnehmern ein Lächeln aufs Gesicht. Nach dem Gegenanstieg zur Hütte verpflegten wir uns dort, bevor wir die Abfahrt nach Sass-Fee in Angriff nahmen. Durch perfekt zu fahrenden Sulzschnee konnten wir bis zum Tennisplatz im Dorf von Saas-Fee fahren. Dort wurde bereits in kurzen Hosen und Shirts die Bälle geschlagen, während wir unser Material wieder reisefertig verstauten. Auch wenn wir den Gipfel nicht ganz erreicht hatten, war dies eine würdige Saisonabschlusstour mit einer versöhnlichen Abfahrt ohne Tragstrecke. Danke allen Teilnehmern für die schöne und eindrückliche Tour.

 

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