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Leitung: Peter Gehrig

Bergführer: Ueli Bühler

Teilnehmer: Barbara Bay, Franziska Bürki, Peter Haslebacher, Adrian Mischler, Jürg Mischler, Kathrin, Glauser, Paul Äbi, Susanna Regli, Ueli Brawand, Peter Lanz

Montag - Aiguille du Charmo 2‘655 m

Bei bestem Wetter und warmer Temperatur starteten wir am Montag in Finhaut (VS) auf 1731 Meter in Richtung Lac d’Emosson. Durch Lärchenwälder und mit Blick auf den Mont Blanc stiegen wir gemächlich an und erreichten bald die Anhöhe Gueule oberhalb des Stausees – und damit die ersten beiden Schlüsselstellen der Tour: Die Abfahrt zur Staumauer mit Fellen an den Skiern und eine Passage unter einem Felskopf, die uns allen recht steil erschien und einen imposanten Tiefblick auf den gefrorenen See bot. Durch ein schattiges Tal und über einen toll eingeschneiten langen Hang erreichten wir, begleitet von vielen Wumm-Geräuschen die Aiguille du Charmo (2655 Meter). Den langen Weg zurück nach Finhaut meisterten wir alle gut. Im ersten Teil erwartete uns eine wunderbare Pulverabfahrt und als die beiden Schlüsselstellen in umgekehrte Richtung bewältigt waren, waren wir uns einig, dass diese Tour an der schweizerisch-französischen Grenze ein toller Auftakt dieser Tourenwoche war. Gestärkt mit Bier, Kaffee und einem Walliserplättli machten wir uns auf den Weg zurück in unser etwas spezielles Hotel mit den interessanten Tapeten.

Dienstag - La Golette 2‘466 m

Dienstag, 6. März mit Zug von Le Buet über Vallorcine nach Les Marécottes mit Umsteigen, da Stromabnahme in Frankreich über Hochleitungen. Das Postauto bringt uns zur Talstation des Kabinenliftes & in Le Chantet Wechsel auf Sessellift. 

Le Vélard, 2220m ü M Anfellen und schöner Aufstieg bei prima Sicht und kundiger Führung durch Ueli zu La Golette 2466m mit etwas Sonne 11.05h kleine Erfrischung und Freude über bevorstehende Abfahrt.

Bei Pulverschnee vorbei an “Mine d’arsenic”, 2195m mit kleiner Gegensteigung beim Lac des Ottans kurven wir zum Lac de Salanfe 1925m & trödeln nicht beim Anfellen, denn die Wolkenschicht verdichtet sich & es beginnt zu schneien.

Aufstieg zum Col d’Emaney & traversieren oberhalb eines “Fischmaul” Richtung Westen.

Sorgfältig geniessen wir den sehr schönen Hang “belle combe” und bewegen uns bei gelinde gesagt wenig (Aus)Sicht dem Bachlauf Le Triege nach & bei 1667 erreichen wir La Tenda.

Mit montierten Fellen folgen wir dem, mit imposanten Eiszapfen, dekorierten Weg. 

In Le Temelet 1587m Abfellen und Weiterfahrt - so quasi über Stock & .... - nach Les Marécottes zum wohl verdienten Apéro nach dieser sehr abwechslungsreichen super geführten Tour.

Merci vielmal

Barbara

Mittwoch - Mont de l‘Arpille 2‘085 m

Am Ende erinnerst du dich nämlich nicht an die Zeit, die du im Büro verbracht hast oder beim Rasenmähen. Steig auf diesen verdammten Berg“.
Jack Kerouac (1922-1969), amerikanischer Schriftsteller

Nachdem die Tour vom Dienstag teilweise in recht schwierigem Gelände durchgeführt wurde, plant unser Bergführer Ueli für heute eine Tour im - wie er es nennt -„Skitourengelände“. Da ab heute Mittwoch der Col de la Forclaz erstmals seit dem Erdrutsch im Januar 2018 wieder geöffnet ist, fahren wir über diesen Pass Richtung Martigny bis nach Ravoire.

Bei der Anfahrt haben wir den Eindruck, dass es heute nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder wir sind unter dem Nebel, wo es aber auch keinen Schnee hat oder weiter oben, wo es Schnee hat, aber auch dicker Nebel herrscht. Wir finden im Dorf einen frisch geräumten Parkplatz, direkt bei der Abzweigung eines schneebedeckten Bergweges. Wir können also die Skier praktisch neben dem Parkplatz anziehen und müssen sie nicht wie befürchtet über eine längere Strecke tragen.

Dieser Bergweg ist jedoch stellenweise vereist und nur mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt, was den Aufstieg stellenweise recht ruppig werden lässt. Im ersten Teil des Aufstiegs begleitet uns starker Schneefall. Umso erfreuter sind wir, als es plötzlich aufreisst und die Sonne durchbricht. Auf der tiefverschneiten Alp Arpille machen wir eine Verpflegungsrast. Gestärkt nehmen wir den Gipfelaufstieg unter die Füsse und erreichen um halb zwölf den Gipfel Arpille mit einer Höhe von 2085 Mettern über Meer. Nachdem wir am Vortag den ganzen Tag im Nebel verbrachten, geniessen wir heute auf dem Gipfel die Sonne und die beeindruckende Aussicht, auch wenn die höheren Berggipfel in den Wolken verschwinden. Besonders imposant ist der steile Abfall des Geländes in Richtung Martigny. Für eine längere Gipfelrast ist es jedoch zu windig.

Der Schnee ist aufgrund der Sonneneinstrahlung recht schwer und nach dem schönen Gipfelhang folgt eine längere Fläche. Ueli erkundet die beste Abfahrtsroute, so dass wir ohne grossen Stockeinsatz wieder zur Alp abfahren können. Bei der nachfolgenden Abfahrt durch den Wald wechseln sich schöne Teile mit etwas heikleren Passagen auf dem stellenweise eisigen Waldweg ab. Wir erreichen alle sicher wieder den Parkplatz.

Auf dem Rückweg erkunden wir bereits den besten Einstieg für die morgige Tour. Im Restaurant auf dem Col de la Forclaz genehmigen wir uns den obligaten Umdrunk und einen schmackhaften Walliserteller.

Jürg und Adrian Mischler

Donnerstag - Pointe Ronde 2‘700 m

Um 07:45 Uhr fahren wir Vallorcine los. Hier hat es mehr als 20 cm geschneit. Wie ist es wohl am Col de la Forclaz unserem heutigen Ausgangsort?

Schon auf der Fahrt über die verschneiten Straßen stellen wir fest, dass es weiter nördlich weniger Neuschnee hat. Wir fahren über den Col de la Forclaz und parkieren unsere Fz bei La Mintset Pt. 1306, kurz unterhalb des Passes.

Es ist kälter als sonst und einige Skibindungen sind eingefroren. Ueli Bühler eilt zu Hilfe und wird danach selber Opfer eines Bindungsdefekts. Der Fersenautomat der Dynafit-Bindung bricht ab. Ueli nimmt es gelassen: “Laufen kann ich, Abfahren geht notfalls mit Telemarktechnik”. So brechen wir mit etwas Verspätung um 08:40 Uhr zu unserer Tour auf. Nach kurzer Abfahrt montieren wir die Steigfelle und Harsteisen und steigen über den Bergweg durch den steilen Wald hinauf zur Alp La Giète. Nun an der Sonne machen wir hier unseren ersten Halt und studieren den weiteren Routenverlauf.

Zwei vor uns aufgestiegene kleine Gruppen trauen sich nicht höher zu steigen. Ueli legt eine souveräne Spur in die folgenden Hänge und so gewinnen wie rasch an Höhe. Oben auf dem Übergang öffnet sich der Blick auf die Walliser-Viertausender, das Rohnetal und zum weiteren Routenverlauf.

Um die Mittagszeit machen wir auf ca. 2300 m Rast. Während der Verpflegungspause genießen wir die Aussicht und legen uns auf unser Tourenziel fest.

Der Génépi ist etwas weiter und höher als die Pointe Ronde. Auf dem Rückweg vom Génépi müssten wir wohl auch nochmals die Felle montieren. Die Mehrheit der Gruppe spricht sich für die Besteigung der Pointe Ronde aus. Zu verlockend präsentieren sich die unverfahrenen Pulverhänge über uns.
Über einen langen Rücken steigen wir dem höchsten Punkt entgegen und können dabei Schneehühner beobachten. Um 13:15 Uhr erreichen wir den Gipfel, oben bläst der Föhn und wirbelt den Schnee auf. Zwei Adler kümmert dies nicht und kurven ganz nahe um den Gipfel. Ein wunderschöner Anblick!

Für die Abfahrt müssen wir pressieren. Drei Tourenfahrer/Innen aus Chamonix die über unsere Spur aufgestiegen sind können fast nicht warten aber Ueli muss zuerst noch den Schuh auf den Rest seiner Bindung befestigen. Dann geht’s los! Durch federleichten Pulver fahren wir hinunter zur Alp Giète und am Schluss durch ein Couloir hinab zum Ausgangspunkt.

Zum Ausklang der heutigen Tour kramt Ueli die angekündigte Überraschung aus seiner Tasche: Er lässt einen Flachmann mit Génépi durch die Gruppe kreisen und anschliessend können wir Hirsch-Trockenfleisch und Hirschwurst aus Uelis Jagd geniessen. Fein, Danke Ueli!

Paul

Freitag - Pointe de Prosom, P 2‘703 m

Nach der wunderschönen Skitour beschlossen wir gemeinsam nach an nach Hause zu fahren, da der Wetterbericht für Samstag Schnee und Regen voraussagte. Mit einen sehr guten Abendessen Yvorné schlossen wir die Skitourenwoch 2018 ab.

Herzlichen Dank, es war eine super Woche mit vielen tollen Erlebnissen.

 

 

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