Leider hatte der Föhn etwas dagegen...

Leiter:

Rolf Stettler

Teilnehmer:

Markus, Peter L., Florian, Giorgio, Christoph, Peter St.

Routen:

 

 

1. Tag ab Bäregg Pt. 1699 aufs Gwächtenhorn 3420m, Abfahrt in Tierberglihütte

2. Föhnsturm und Blindflug Richtung Sustenhorn, ca. auf 3150m dann Abbruch und Abfahrt bis Steingletscher, Bäregg

 

Am Samstagmorgen um 4:00 Uhr fuhren sieben, noch nicht wintermüde Teilnehmer Richtung Sustenpass. Da es immer noch jede Menge Schnee hatte, war die Strasse ab Bäregg gesperrt, was bedeutete, dass etwa eine Stunde Aufstieg zusätzlich zurückgelegt werden musste. Wir kamen aber flott voran und beschlossen auf der Höhe der Tierberglihütte, dass wir Richtung Sustenhorn aufsteigen wollen. Doch beim Plateau auf ca. 3000m mussten wir feststellen, dass das Sustenhorn dick mit Nebel eingehüllt war. So entschieden wir, stattdessen das Gwächtenhorn zu besteigen. Allerdings wurde auch da die Sicht immer schlechter. Die letzten 150 Höhenmeter mussten wir noch mit GPS Hilfe navigieren. Wir trafen zwar den Gipfel nach GPS, allerdings war nichts zu sehen. Doch nach dem Abfellen lockerten sich die Wolken rasch. Wir nutzten die Gunst der Stunde und nahmen die Abfahrt ohne Gipfelrast in Angriff. Die ersten 200 Höhenmeter noch etwas ruppig, danach aber immer besser und schliesslich schöner Sulzschnee. Eine schöne Abfahrt bis zur Tierberglihütte. Dort angelangt genossen wir die freundliche Gastfreundschaft in der Hütte und verpflegten uns mit Suppen und Kuchen. Ebenfalls konnte auch noch etwas nachgeschlafen werden. Nach einem superfeinen Znacht waren wir zuversichtlich, am kommenden Tag das Sustenhorn zu besteigen, auch wenn der Wind schon kräftig an der Hütte rüttelte.

Morgens um 6:00 Uhr beim Frühstück windete es immer noch stark. Zudem setzte leichter Schneefall ein. Nicht gerade so, wie der Wetterbericht gemeldet hatte. Wir liessen uns aber nicht einschüchtern und nahmen den Weg Richtung Sustenhorn unter die Skier.

Der Föhnsturm wurde immer heftiger, der leichte Schneefall peitschte uns ins Gesicht und die Sicht wurde immer miserabler. Etwas über 3100m mussten wir das Unterfangen endgültig abbrechen. Mit grösster Mühe montierten wir die Felle ab, bevor wir vorsichtig, damit niemand verloren geht, hinunterfuhren. Da es in der Nacht nicht abstrahlte, war der Schnee ab ca. 2600m richtig pflotschig und schwierig zu fahren. Aber alle meisterten die Abfahrt ohne grösseren Probleme. Im Steingletscher genehmigten wir ein Kafi, bevor wir den restlichen Weg bis Bäregg noch hinunterfuhren. Leider haben wir unsere Gipfelziele nicht erfüllen können, es war aber trotzdem ein gutes und kameradschaftliches Wochenende.

 

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