Etwas verkürzt und ein Hoch auf das GPS...

20180309 020

Leiter:

Rolf Stettler

Teilnehmer:

Gabi, Andrea, Paul, Peter, Giorgio

Routen:

 

Von Laucherenalp über Hockenhorn, Lötschenpass, Gitzifurgge, Leukerbad auf Gemmi

Gemmi, Steghorn, Daubensee, Schwarenbach, Sunnbüel

 

Obschon der Wetterbericht nicht erhaben war, wagten wir am Freitag, die Tour für Teile der Berner Haute Route in Angriff zu nehmen. Schon beim Anstieg aufs Hockenhorn begrüsste uns der Wind ein erstes Mal und die Sicht in Richtung Süden wurde uns durch Nebel verdeckt. Einzig nach Norden sahen wir einige Berge in der Ferne und zwischendurch blickten wir ins tief unten gelegene Gasterntal. Wieder beim Skidepot angelangt gab es einen Riss in den Wolken und wir konnten bei guter Sicht zur Lötschenpasshütte hinabfahren, bei herrlichstem Pulverschnee. Nach einer Kaffeepause mit allerfeinstem Kuchen in der schön umgebauten Hütte, nahmen wir den Aufstieg über die Gitzifurgge unter die Skier. Zu unserem Erstaunen waren wir die Ersten und mussten durch den tiefen Schnee spuren. Wahrscheinlich warteten die zahlreichen Freerider in der Hütte, bis jemand vor ihnen die Spuranlage getreten hatte. Denn nach uns war plötzlich der ganze Hang voller Leute im Aufstieg. Ein zweites Mal begrüsste uns der Wind auf der Passhöhe und die Sicht wurde augenblicklich schlecht. Mit dem GPS fanden wir aber den Weg, bis dann etwas weiter unten die Sicht wieder besser wurde. So konnten wir den herrlichen Pulverschnee doch noch geniessen. Nach einem etwas ungewollten Umweg durch ein steiles Couloir landeten alle heil in Leukerbad. Noch am Freitagabend mussten wir leider entscheiden, dass wir am Samstag unsere Tour abbrechen werden und der Wildstrubelhütte absagen mussten. Der Wetterbericht sagte für Samstag starke Winde, Niederschläge und somit auch schlechte Sicht voraus, und für Sonntag war die Vorhersage noch schlechter.

Wir beschlossen, am Samstag noch das Strahlhorn zu versuchen und danach übers Sunnbüel-Kandersteg nach Hause zu Reisen. Dank GPS schafften wir es bis zum Vorgipfel (Heliskiberg) des Strahlhorns. Der Wind, wahrscheinlich über 50h/km machte uns zu schaffen und das Abmontieren der Felle wurde zu einer Herausforderung. Dank erfahrenen Teilnehmer meisterten wir auch die Abfahrt, bei null Sicht und Dank dem GPS. Wieder einmal um eine gute Navigationsübung reicher, erreichten wir den Lämmerenboden, wo wir wieder den markierten Jalons folgen konnten. Beim Schwarenbach verpflegten wir uns mit feinem Kuchen, während draussen unverhofft die Sonne auftauchte. So konnten wir doch noch eine letzte Abfahrt bei guter Sicht und Sonnenschein hinter uns bringen.

Leider frühzeitig, aber doch um ein Erlebnis reicher, reisten wir, alle Gesund und munter, nach Hause.

 

 

 

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