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Leitung:  Fritz Keusen
Bergführer: Fritz Zumbach
Teilnehmer:    Anni Herrmann
Verena Niklaus
Peter Gfeller
Jürg Häberlin
Annemarie Schüpbach
Beat Schüpbach
Urs Grossniklaus
Christoph de Quervain
Andrea Probst
Ruedi Probst
Rinaldo Ercolani
Bruno Schwarzentrub

 

Sonntag

Nach der Reise mit Bahn und Postauto, kommen wir am Sonntagmittag in Lauenen (1’250m) an. Das Hotel Alpenland, die Basis für die kommende Woche, erwartet uns bereits. Am Nachmittag brechen wir auf zu einer ersten kleinen Erkundungstour in Richtung Chrine (1’660m). Sonnig und windgeschützt testen wir hier unsere LVS Geräte. Bei der Abfahrt begleiten uns Pulverschnee aber auch heimtückisch gedeckelte Abschnitte zurück ins Tal. Ideale Voraussetzungen für erste Sturzerfahrungen.

Montag

Die Kälte entspricht den Wetterprognosen. Mit –14°C und recht klarem Himmel steigen wir am Montag hinauf  in Richtung Tube (2’167m). Die Sonne und das spezielle Licht lassen uns die Kälte aber bald wieder vergessen. Erst die glasig gewordene Spur am Gipfelhang und die brutal kalten Gipfelwinde können uns wieder etwas aus der Ruhe bringen. Im Turbachtal treffen wir auf ein sehr grosses Rudel Gämsen. Leider geht es nicht anders, sie werden von uns gestört. Riesige Lawinenkegel lassen uns etwas von den hier herrschenden Naturgewalten erahnen. Vom Postauto werden wir wieder zurück nach Lauenen gebracht.

Dienstag

Am Dienstagmorgen ist es mit -16°C noch etwas kälter als am Vortag. Allerdings ist es sonnig und es hat nur wenig Wind. Unser heutiges Ziel ist die Walliser Wispile (1’983m).  Die Schneedecke ist bis zu 2.00 m hoch. Mit der Sonne, können wir trotz den markanten Minustemperaturen, eine recht ausgiebige Gipfelrast geniessen. Die Abfahrt nach Gsteig führt uns über eher gedeckelten Schnee. Aber auch eine vereiste Waldschneise und abstürzende Skis können uns den heutigen Tag nicht verderben. Verwundert nehmen wir Platz im libanesischen Restaurant von Gsteig. Wir bestellen Schorle, Kaffee Lutz, Stange usw. Anschliessend erklären wir dem freundlichen Personal recht umständlich was wir eigentlich trinken möchten. Bei der  Rechnung drücken wir beide Augen zu und bezahlen die überhöhten Preise.

Mittwoch

Heute Mittwoch bleiben wir in Lauenen. Es ist immer noch recht kalt (-15°C), aber auch wieder sonnig und nahezu windstill. Unser heutiges Tourenziel ist die Fürfluh (2’125m). Wegen den Wildruhezonen im Gebiet ist zuerst einmal ein kleiner Fussmarsch der Strasse entlang notwendig. Dann ziehen wir über angenehm ansteigende Alpweiden unsere Spur. Die Bachquerungen schaffen alle locker. Gegen Mittag erreichen wir unseren heutigen Gipfel. Hier ist es aber brutal kalt. Rasch möglichst wird die Abfahrtsbereitschaft erstellt. Vorausschauend hat Fritz Zumbach bereits beim Aufstieg ein gutes Gelände für die Abfahrt gesichtet. Den Pulverschnee auf harter Unterlage geniessen wir sehr. Auf einem sonnigen Holzerplatz können wir doch noch den Mittagslunch geniessen.

Donnerstag

Es wird wärmer. Bei unserem Start am Donnerstag ist es „nur“ noch -6°C kalt. Unser Ziel heute ist der Tossestand (1’917m). Es ist bewölkt mit zunehmendem Schneefall. Wegen den Kälteerfahrungen an den Vortagen sind wir alle viel zu warm angezogen. Nach einem gemütlichen 2.5 stündigen Aufstieg erreichen wir dampfend den Gipfel. Mit einigen Aufhellungen ist es nun spürbar viel wärmer geworden. Der Schnee wird kleberig. Auch ohne Felle bilden sich „Stogle“. Dank dem harten Untergrund ist die Abfahrt trotzdem immer noch recht gut möglich. Am Nachmittag werden wir von Fritz Zumbach noch einmal in die Lawinenkunde eingeführt.    

Freitag

Am Freitag  fahren wir zu erst mit dem Postauto nach Gsteig. Von hier aus steigen wir hinauf zum Walighürli (2’060m). Über ein recht steiles Waldstück erreichen wir beim „Schopfi“ unseren ersten Rastplatz. Der Schneefall wird immer kräftiger und dichter. Trotzdem erreichen alle wohlbehalten den Gipfel. Mit Verwunderung stellen wir fest, dass auf der Westseite, also auf unserer Abfahrtsroute, bereits eine mindesten 30 cm starke Neuschneedecke liegt. Dadurch kann die recht ruppige Unterlage nun angenehm weich befahren werden. In Feutersoey beenden wir mit Kaffee und Kuchen die Tour.    

 

Eine gut gelungen Skitourenwoche in Lauenen geht zu Ende. Der für uns alle neuer Austragungsort hat sich bestens bewährt. Im Hotel Alpenland sind wir sehr gut aufgehoben gewesen. Die ganze Woche konnte problemlos mit dem ÖV (Bahn und Postauto) durchgeführt werden.

Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Bergführer Fritz Zumbach. Einmal mehr hat er uns professionell, sicher und der Gruppe angepasst durch die Woche geführt.

 

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