Leitung: Armin Schütz

Wir starten im Innereriz auf 1040 m. In der „Säge“ genehmigen wir uns den Startkaffee mit Gipfeli. Der Himmel ist bedeckt, aber nicht dunkel gefärbt und es wird, wie es aussieht,  kein Regen kommen. Vom Innereriz wandern wir Sechzehn nach flachem Einlaufen durch einen Waldweg mit etwas Aufstieg bis zur Alp „Hindere Sol“. Von dort steigen wir stetig auf bis zum Bananenhalt auf der Alp „Fall“ und weiter auf breitem, etwas ruppigem Weg zum Grünenbergpass 1554 m, wo wir bei einem schönen Rastplatz kurz verweilen.

 

 

Etwas später passieren wir ein kleines Holzhaus. Dahinter verbirgt sich, mit einer Überwachungskamera versehen, ein militärischer Bunker. (nachträglich hat man mir gesagt, dass dieser Bunker privat genutzt wird, und zwar als Käselager und Veredelungsstätte für diesen).

Von hier aus könnte man nun direkt nach Habkern hinab stechen. Eingeweihte werden die Abzweigung zum Seefeld nehmen und sich auf eine besondere Landschaft freuen. Das Naturschutzgebiet Seefeld in der Hohgantregion, am Südrand des Emmentals, fristet ein wenig ein Schattendasein. Man muss es halt erwandern, denn keine Bergbahn bringt einen unmittelbar in dieses schöne Hochmoor. Wir geniessen nun das Wechselspiel von löchrigen weissen Kalkflächen, weissem Sand und Moorboden, der von Beerensträuchern und Büschen überwuchert ist. Und auf dem ganzen Weg herrscht eine eigenartige Stille.

 

 

Im hinteren Seefeld gibt es Mittagsrast. Anschliessend geben wir uns wieder dem Wunder dieser Topografie hin und wandern über das mittlere zum vorderen Seefeld. Von hier aus wäre in etwa zwei Stunden das Gemmenalphorn zu erreichen und der weitere Weg zum Niederhorn. Unser heutiges Ziel ist aber Habkern (1100 m). Der Abstieg beginnt. Über das Pfadli (der Name ist Programm) mit den engen und steilen Treppenstufen und einem etwas schmalen Waldweg erreichen wir die Chromatte. Von nun an geht es etwas sanfter zu Tal, aber nichtsdestotrotz ist immer wieder Vorsicht geboten. Über die Allmi und das Läger erreichen wir wieder die „Zivilisation“ und erblicken nun unser heutiges Ziel, das Dorf Habkern. Bei einem Umtrunk im Sporthotel beschliessen wir unsere Wanderung bei lachender Sonne.

Heute war nicht in erster Linie die Aus- und Weitsicht in die Bergwelt das Highlight, sondern die besondere Landschaft Seefeld, geprägt von Mooren, Alpweiden, Bergwald und Karrenfeldern.

Fotos: Kurt Hartmann

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